Markt und Management

Frankfurt

Schiedermair hat zum Februar mit der Arbeitsrechtlerin Carolina Wodtke (40) von Willkie Farr & Gallagher eine neue Partnerin gewonnen. Mit Wodtke wechselte auch der Associate Thorsten Sörup (31). Die Arbeitsrechtlerin war seit Januar 2001 bei Willkie, zuletzt als Special European Counsel. Zuvor arbeitete sie in der Frankfurter Kanzlei Kolbe Bruch (heute Böttcher Bruch Schütze). Ihre Schwerpunkte liegen im transaktionsbegleitenden Arbeitsrecht, bei Restrukturierungen und im internationalen Arbeitsrecht. Zudem ist sie im Bereich Commercial Litigation und Arbitration tätig.

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München

Nach Zwischenstationen haben drei ehemalige Anwälte von P+P Pöllath + Partner eine eigene Kanzlei in München eröffnet: Florian Fischer (36), Florian Aigner (35) und Ulrich Radlmayr (33) gründeten zum Februar die Kanzlei AFR Aigner Fischer Radlmayr. Aigner und Fischer waren im Frühjahr 2006 nach rund sechs Jahren von Pöllath als Partner in die Münchner MDP-Kanzlei RP Richter & Partner gewechselt. Radlmayr, der seit 2001 bei Pöllath gearbeitet hatte, war im Februar 2006 als erster Volljurist zu der Beteiligungsgesellschaft Aurelius gewechselt.

Das hanseatische Büro von Raupach & Wollert-Elmendorff verstärkt sich mit dem Quereinsteiger Dr. Dr. Christoph Stumpf. Der 34-Jährige soll das öffentliche Wirtschaftsrecht sowie den gewerblichen Rechtsschutz am Standort als eigenständige Beratungsgebiete aufbauen. Daneben besitzt Stumpf auch Know-how im Stiftungsrecht, mit dem er den Bereich Unternehmens- und Vermögensnachfolge unterstützen wird. Stumpf wechselt von der Hamburger Kanzlei Krohn Rechtsanwälte, der er seit 2003 angehörte. Seine Karriere begann er im Jahr 2000 bei Freshfields Bruckhaus Deringer. Stumpf berät vor allem Unternehmen aus der Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Zum Februar hat sich die Stuttgarter Steuer- und Strafrechtsboutique Frick Quedenfeld mit Dr. Alexander Sommer verstärkt. Der 44-jährige Steuerrechtler war bislang Partner in der Sindelfinger Kanzlei Kullen Müller Zinser und steigt auch in seiner neuen Kanzlei als Partner ein.

Die öffentlich-rechtliche Boutique Gaßner Groth Siederer & Coll. bekam zum Jahresbeginn doppelte Verstärkung: Von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR) wechselte Dr. Holger Thärichen (38), von Börgers Rechtsanwälte Dr. Sebastian Schattenfroh (36) in die Berliner Kanzlei. Thärichen war bislang mit Schwerpunkt Umweltrecht im Stabsbereich Grundsatzfragen Recht beziehungsweise im Vorstandsbüro der BSR tätig. Außerdem ist er kürzlich als Abgeordneter in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt worden.

Dr. Neil George Weiand (45) ist seit 2004 Senior Partner bei Allen & Overy in Frankfurt und hat sich in dieser Zeit zu einer Integrationsfigur entwickelt. Während London im vergangenen Jahr schwächelte, entwickelte sich die deutsche Praxis erkennbar weiter. Entsprechend gelassen sieht Weiand daher dem Jahr 2007 entgegen.

Mit dem renommierten Wettbewerbsrechtler Dr. Bernd Bürglen hat zum Jahreswechsel der letzte große Litigator die deutsche IP-Praxis von Linklaters verlassen. Der 68-Jährige schloss sich der Kölner IP- und Presserechts-Boutique Kropp-Olbertz Schulte-Franzheim Seibert an, die künftig unter dem Namen Schulte-Franzheim Seibert Bürglen firmiert.„Linklaters hat vom Gewerblichen Rechtsschutz Abstand genommen, deshalb habe ich nach einer langfristigeren Perspektive gesucht“, sagte Bürglen. Nachdem er zunächst bei Nörr Stiefenhofer Lutz in München tätig war, trat er 1970 unter Walther Oppenhoff bei der Linklaters-Vorgängerin Boden Oppenhoff ein, 1971 wurde Bürglen Partner.

Die auf IT- und Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei Rechtsanwälte BDH Beckers Dick & Kollegen hat zum Dezember mit Jörg Ripper (37) einen Partner mit Sonderstatus (Revenue-Partner) hinzugewonnen. Der IT-Rechtsspezialist war zuvor sechs Jahre bei dem Software- und Beratungshaus Mis AG tätig, zuletzt unter anderem als Leiter des Bereiches Recht. Zuvor arbeitete der 37-Jährige bereits als Unternehmensjurist bei einem internationalen Maschinen- und Anlagenbauer.

Lovells hat zum Mai die Einführung neuer Karrierestrukturen für alle europäischen Büros beschlossen, unter anderem die Senior-Associate-Stufe ab dem vierten Jahr.

Neue Aufgabe in der Schweiz

Der frühere Chefsyndikus der RWE Umwelt, Dr. Jürgen Bremer, ist seit Dezember General Counsel des Technologieunternehmens Oerlikon in der Schweiz. Zuletzt war der 43-Jährige Vorstand der RWE-Tochter Harpen AG.Bremer war 2005 nach der Übernahme wesentlicher Teile der RWE Umwelt durch den Entsorger Rethmann nicht zum neu entstandenen Unternehmen Remondis gewechselt, sondern hatte für RWE die nicht veräußerten Geschäftsteile mit abgewickelt. Eine ähnliche Aufgabe übernahm er dann ab dezember 2005 auch als Vorstand von Harpen.

Zum Jahresbeginn hat sich die multidisziplinäre Münchner Kanzlei PSP Peters Schönberger & Partner mit zwei Quereinsteigerinnen verstärkt. Die 39-jährige Arbeitsrechtlerin Dr. Christine Freifrau von Münchhausen kommt als Partnerin und war bislang selbstständig. Von Leisner Rechtsanwälte wechselte die 33-jährige Strafrechtlerin Dr. Sabine Stetter als Associate. Die Arbeitsrechtlerin von Münchhausen ist zugleich ausgebildete Mediatorin. Als Trainerin für Management Development beriet sie unter anderem Merck KgaA. Sie hat einen Lehrauftrag an der Universität Passau und ist Partnerin des Centrums für Mediation und Moderation in München.