Markt und Management

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Jochen Riebel (61), bis Ende März hessischer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, ist als Partner der Wiesbadener Kanzlei Buschlinger, Claus & Partner beigetreten. Bevor Riebel den Ministerposten übernahm, bekleidete der CDU-Politiker andere politische Ämter und war unter anderem Polizeipräsident in Mainz und Landrat des Main-Taunus-Kreises. Er will vor allem seine Expertise im Öffentlichen Recht, Verwaltungsrecht und Baurecht in die Sozietät einbringen. Zu Riebels neuen Kollegen in der Kanzlei zählen unter anderem auch der ehemalige Staatssekretär und Regierungspräsident Bernd Kummer (SPD) und der FDP-Landtagsabgeordnete Florian Rentsch.

Dr. Ulrich Jüngst (53) baut seit September 2004 von Köln aus die deutsche Präsenz der internationalen Sozietät DLA Piper auf. Der M&A-Anwalt und frühere Managing Partner von Görg hatte damals mit zwei Associates seine alte Kanzlei verlassen, als sich seine Partner gegen eine Fusion mit DLA entschieden. Wenig später schloss sich das junge Hamburger Görg-Büro ebenfalls der neuen Einheit an (JUVE 09/04). Ab Januar führt DLA Piper nun ihre britischen und kontinentaleuropäischen Büros in einer neuen Struktur zusammen. @JUVE: Herr Dr. Jüngst, kurz und knapp: Was wird jetzt anders?

Minutengenau oder in Intervallen – die deutschen Anwälte rechnen (ganz unterschiedlich) ab: Das Soldan Institut befragte 1.000 Rechtsanwälte und kam zu den Schluss, dass keine der beiden Abrechnungsformen bislang den Markt dominiert. Während 36 Prozent der Anwälte minutengenau abrechnen, arbeiten ebenso viele Kollegen mit festen Zeitintervallen, die jedoch stark variieren – von weniger als 5 bis hin zu 60 Minuten. Die meisten lassen sich im 15-Minuten-Takt bezahlen – und folgen damit nicht dem internationalen Trend zu 6-Minuten-Intervallen.Keine einzige Minute dürften die Anwälte von Freshfields Bruckhaus Deringer und Linklaters abgerechnet haben, als sie Ende September zur ersten Veranstaltung der Kampagne „Verantwortliche Unternehmensführung im Mittelstand“ in Frankfurt unter anderem den Präsidenten der Frankfurter IHK, Dr. Joachim von Harbou, die hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger und Prof. Dr. André Habisch vom Center for Corporate Citizenship begrüßten.

Freshfields Bruckhaus Deringer schließt Ende April 2007 ihren Standort in Singapur. Die beiden vor Ort tätigen Partner werden in das Hongkonger Büro wechseln, den insgesamt zehn Associates soll diese Möglichkeit ebenfalls angeboten werden. Das Büro war seit einigen Jahren als Jointventure mit einer traditionsreichen Sozietät als Freshfields Drew & Napier betrieben worden. Die jetzige Entscheidung fiel im Zusammenhang mit laufenden Überlegungen, die Praxis in Asien umzubauen. Hier wird der Akzent zurzeit immer stärker auf den chinesischen Markt gelegt. Bereits vor zwei Jahren war die - deutlich größere - Niederlassung in Bangkok geschlossen worden (JUVE 06/04). Aber auch die chinesische Praxis durchläuft derzeit eine Umstrukturierung. Unter anderem kam dabei erstmals das Gespräch auf die Einführung von Salary-Partnerschaften, die dann später weltweit eingeführt wurden (JUVE 08/06).

Die aus Pittsburgh stammende Kanzlei Kirkpatrick & Lockhart Nicholson Graham führt konkrete Fusionsgespräche mit Preston Gates & Ellis aus Seattle. Karen Glover, Managing Partnerin von Preston, betonte, dass die Gespräche noch in der Anfangsphase seien. Eine Entscheidung könnte jedoch bis Ende des Jahres fallen. Durch einen Zusammenschluss würde ein Kanzleiriese mit 1.400 Anwälten entstehen.

Sir Christopher Bellamy (60), renommierter Kartellrechtler und derzeitiger Präsident des englischen Competition Appeal Tribunal (CAT), unterstützt künftig die kartellrechtliche Praxis von Linklaters in London. Der ehemalige Richter des Europäischen Gerichtshofes der ersten Instanz wird bis zum Ende des Jahres von seinem Amt zurücktreten und Linklaters als Senior Consultant beitreten.

Das Hamburger Büro von Krohn Rechtsanwälte hat sich mit Dr. Ulf Junge im Handels- und Gesellschaftsrecht verstärkt. Der 38-Jährige war zuletzt Associate bei Löhde Leo Schmidt-Hollburg Witte und ist bei Krohn in dem Status eines Salary-Partners eingestiegen.Junge begann seine juristische Laufbahn 2001 bei White & Case und wechselte vor drei Jahren zu Löhde Leo. Dort beriet er unter anderem gemeinsam mit Namenspartner Hubertus Leo den Kabelfernsehbetreiber Iesy beim Zusammenschluss mit Telecolumbus (JUVE 09/05) sowie Zertus bei der Übernahme des Dextro-Energy-Geschäfts von Unilever (JUVE 08/05).

Peter Valert, bislang Leiter des Handelsrechts-Teams bei CMS Cameron McKenna in Prag, ist zum September als Partner zu DLA Piper Weiss-Tessbach gewechselt. Der 44-Jährige wird den Aufbau einer Praxisgruppe für Telekommunikation, IT und Gewerblichen Rechtsschutz in Zentral- und Osteuropa unterstützen. Valert bringt vor allem Erfahrung aus der Telekommunikations- und Medienbranche mit und berät dabei neben IP auch bei Transaktionen.

Der frühere Leiter des Grundsatzbereichs Recht/Arbeits- und Sozialrecht bei DaimlerChrysler in Sindelfingen, Dr. Thomas Fabel (41), hat das Unternehmen verlassen. Seit August arbeitet er als Arbeitsrichter in Wetzlar. "Ich habe mein ursprüngliches Ziel einer richterlichen Tätigkeit in der hessischen Arbeitsgerichtsbarkeit nie ganz aus den Augen verloren", sagte Fabel. "Nach acht Jahren der Verantwortung für das Arbeitsrecht im Werk Sindelfingen wollte ich etwas anderes machen und der Zeitpunkt für die Realisierung meines ursprünglichen Zieles war ideal."

Sieben Monate nach ihrer Gründung hat die Dortmunder IP-Kanzlei Apel Höch zwei Patentanwälte aufgenommen. Anfang September verstärkten Dr. Thomas Schwarzfeller (34) und Thomas Busch (45) die Kanzlei.Schwarzfeller ist ausgebildeter Physiker und wechselte aus der Patentanwaltskanzlei Bonnekamp & Sparing in Düsseldorf. Der Diplom-Ingenieur Bausch war zuvor in der Patentabteilung der Dortmunder Uhde GmbH tätig. Beide sind als Patentanwälte zugelassen.

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