Markt und Management

Nörr Stiefenhofer Lutz ist wieder mit patentrechtlicher Expertise im Rheinland präsent. Die Kanzlei verpflichtete zum März für ihr Düsseldorfer Büro Dr. Joachim Mulch (35), zuletzt bei Lovells Senior Associate. Mulch steigt bei Nörr als Senior Professional ein, was in anderen Kanzleien dem Salaried Partner-Status entspricht. Mitte März kam außerdem als Associate Dr. Annette Oschmann (35) von Clifford Chance.Beide Anwälte arbeiten mit Schwerpunkt im Gewerblichen Rechtsschutz und verfügen auch aus ihrer bisherigen Tätigkeit über Expertise im Patentrecht.

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Die IP-Rechtlerin Dr. Gesa Simon hat sich zum März als Partnerin der Kölner Kanzlei Andörfer Rechtsanwälte angeschlossen. Die 43-Jährige war zuvor als Associate bei Kropp-Olbertz Schulte-Franzheim Seibert tätig.Simon ist spezialisiert auf die Beratung und Vertretung im Wettbewerbs- und Markenrecht inklusive Portfoliomanagement. Ihre berufliche Laufbahn hatte die Anwältin 1991 bei Oppenhoff & Rädler (heute Linklaters Oppenhoff & Rädler) im Team um den erfahrenen Wettbewerbsrechtler Dr. Bernd Bürglen begonnen; dort war sie bis 1994, zuletzt als Junior Partnerin. Seit 1997 arbeitete sie in der renommierten IP- und Medienboutique Kropp-Olbertz.

Bei der Neubesetzung von fünf Direktorenposten im achtköpfigen Management-Board von Allen & Overy haben sich Ende März vier Londoner Partner aus Kernbereichen der Kanzlei durchgesetzt. Als einzige Nicht-Britin wurde die Amsterdamer Corporate-Partnerin Sietze Hepkma wiedergewählt. Ein deutscher Partner ist im neuen Board weiterhin nicht vertreten.Insgesamt 13 Kandidaten hatten sich um die fünf Direktoren-Posten beworben, davon acht aus London. Aus der deutschen Partnerschaft ging der Frankfurter Partner Dr. Reinhard Hermes an den Start, aus Brüssel kandidierte Wim Dejonghe, aus Paris Siamak Mostafavi und aus New York Carl Sheldon .

Mehrere der großen internationalen Londoner Kanzleien verschieben ihre Pläne für einen Rechtsformwechsel in die neue Limited Liability Partnership (LLP) nach englischem Recht um mindestens ein Jahr. Ursprünglich wollten unter anderem Freshfields Bruckhaus Deringer, Linklaters und Lovells bereits zum kommenden Geschäftsjahr im Mai umfirmieren. Hintergrund der Verschiebung sind ungeklärte steuerliche Probleme für die LLP in Frankreich sowie ungünstige neue Bilanzvorschriften in Großbritannien.Bereits Ende Januar hatten die französischen Steuerbehörden entschieden, die englische LLP vorläufig nicht als steuerlich transparent zu behandeln. Somit würden LLP nach heimischem Recht auf Partnerebene besteuert, müsste jedoch in Frankreich zudem Unternehmenssteuern bezahlen. Ein neues Gesetz zur Änderung dieser Situation will die französische Regierung nach Presseberichten nun erst später im Jahr auf den Weg bringen. In Deutschland hatten bereits im vergangenen Jahr die Finanzverwaltungen in Frankfurt und Köln die steuerliche Transparenz der UK-LLP bescheinigt.

Dr. Martin Prager von Pluta Rechtsanwälte ist seit Ende März vorläufiger Insolvenzverwalter der Münchner Intertainment AG und der Intertainment Licensing GmbH. Intertainment ist seit 1993 im internationalen Filmrechtehandel tätig und seit 1999 börsennotiert. Die letzten Jahre der Firmengeschichte waren geprägt von langwierigen juristischen Auseinandersetzungen in den USA. Kurz vor dem Insolvenzantrag hatte der Firmengründer und Hauptaktionär Rüdiger Baeres sein Amt als Vorsitzender des Aufsichtsrats niedergelegt. Eine seit längerer Zeit befürchtete Insolvenz war Ende 2005 drohender geworden, nachdem die HVB als Gläubigerin einen Prozess um zehn Millionen Euro gegen Intertainment gewonnen hatte. Der Aufsichtsrat hatte daraufhin dem Vorstand die Aufnahme von Verhandlungen über die Fortführung des Unternehmens empfohlen. Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Dr. Matthias Heisse von Heisse Kursawe Eversheds.

Leistikow im Partnerrat

Lovells hat turnusgemäß ihr Partnership Council neu gewählt und fünf der zehn Mitglieder ersetzt. Dem Gremium gehört ab Mai auch der ehemalige deutsche Managing Partner Dr. Michael Leistikow für drei Jahre an. Aus Deutschland verbleibt weiterhin der Münchner Corporate-Spezialist Dr. Michael Witzel im Partnerrat, nicht mehr dabei sind dagegen der Frankfurter Immobilienrechtler Dr. Hinrich Thieme und der Hamburger Corporate-Partner Dr. Andreas Meyer.

Immobilienrecht 1

Zum Mai wechselt die Luther-Partnerin Dr. Stefanie Werp in München zu Sibeth. Für ihre alte Kanzlei leitete die 36-Jährige bislang die Real-Estate-Praxis in der bayrischen Landeshauptstadt. Seit 2002 war Werp in München tätig, zuvor arbeitete sie über das Kanzleinetzwerk von Ernst & Young eine Zeit lang in New York. Sie bringt sowohl Erfahrungen mit geschlossenen Immobilienfonds wie auch aus Immobilien- und NPL-Transaktionen mit.

Wechsel in München

Der Gesellschaftsrechtler Dr. Jörg Kretschmer (47) verstärkt seit Mitte April als Partner das Münchner Büro von Heisse Kursawe Eversheds.Kretschmer kommt von McDermott Will & Emery, deren deutsche Praxis er mit gegründet hatte. Er ist damit innerhalb weniger Monate der zweite Gründungspartner, der die Praxis verlässt. Begleitet wird er von der Senior-Associate Sybille Flindt.

Immobilienrecht 2

Dr. Thomas Fehrenbach verläßt zum Juni Redeker Sellner Dahs & Widmaier in Bonn und wird Partner bei Taylor Wessing. Der 38-jährige Immobilienrechtler arbeitet künftig in Düsseldorf.Fehrenbach war gut acht Jahre bei Redeker. In dieser Zeit arbeitete er im klassischen Bau- und Architektenrecht, wickelte Bauprojekte ab und beriet bei Immobilientransaktionen. Die jetzige Trennung sei einvernehmlich, so die Kanzlei.

Corporate-Ausbau bei Ashurst

Als Partnerin verstärkt Dr. Katrin Solmecke ab Juni das Frankfurter Ashurst-Büro.Die 38-jährige Corporate- und M&A-Spezialistin war in den vergangenen fünf Jahren bei Lovells in Frankfurt ebenfalls als Partnerin tätig, davor arbeitete sie als Associate im Kölner Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer.

Hamburg

Das Hamburger Büro von Simon Rechtsanwälte und Steuerberater hat sich zum April mit Lutz Carlos Moratinos Meissner (38) und Kai Harzheim (43) verstärkt. Die beiden neuen Partner waren zuvor bereits gemeinsam in der aufgelösten Kanzlei Poley Moratinos Meissner am Ort tätig. Moratinos Meissner unterhält außerdem mit drei weiteren Partnern im spanischen Malaga die Sozietät Moratinos Meissner Lafuente. Dieses Büro soll ebenfalls kurzfristig in Simon integriert werden.

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