Markt und Management

Nicht alle Anwälte der Kieler Kanzlei Steinbrink machen die Fusion mit Koch Staats Kickler & Partner zum 1. Juli mit: Überraschend zieht es Partner Hermann Stabenow zu Batzlaff & Partner.Mitte Mai war bekannt geworden, dass sich die Kanzlei Steinbrink mit der ebenfalls renommierten Kieler Sozietät Koch Staats Kickler & Partner zusammenschließen wird (JUVE 06/05). Auch der Medizinrechtler Stabenow hatte zunächst den Sozietätsvertrag unterzeichnet, parallel aber auch Verhandlungen mit Batzlaff geführt, wie JUVE aus vertraulicher Quelle erfuhr.

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Nachdem bereits zum Jahresende der ehemalige Standortleiter des Jenaer Büros von Rödl & Partner, Jörn Griffel, die Kanzlei verlassen hatte, ist zum April ein weiterer Anwalt gegangen. Der 33-jährige Yves Heinze hat sich mit Veit Rzesnitzek (31) und dem jungen, derzeit habilitierenden Anwalt Alexander Schreiber selbstständig gemacht.Die neue Formation Heinze Rechtsanwälte wird sich, wie bisher, dem Vertrags- und Vertriebsrecht widmen, zudem Gesellschaftsrecht, Nachfolge und Arbeitsrecht anbieten. Heinze, der seit mehr als vier Jahren bei Rödl war, beriet in der Zeit eine Reihe der in und um Jena ansässigen Technologieunternehmen und Automobilzulieferer. Er erklärte, die Trennung sei für ihn eine "rein unternehmerische Entscheidung" gewesen.

Clifford Chance verstärkt in London ihre Immobilien-Praxis mit dem bisherigen Linklaters-Partner Mark Payne. Der Fondsspezialist, der seit 1995 Partner bei Linklaters war, wird voraussichtlich im August bei Clifford anfangen. Cliff McAuley, Leiter der Immobilienpraxis bei Clifford, sieht in Payne wegen seiner Kompetenz bei Fonds und aufgrund seiner daraus resultierenden Erfahrung in Immobilientransaktionen eine gute Ergänzung.

Jan Peter Gühlk übernimmt die Geschäftsführung für den Verlag Bayerische Staatszeitung GmbH und die Staatsanzeiger Online Logistik GmbH. Gühlk war bisher Leiter der Abteilung Recht beim Süddeutschen Verlag und wird dort weiterhin Leiter Arbeits- und Tarifrecht bleiben.Die Abteilungen Business Affairs und Recht werden nach dem altersbedingten Ausscheiden von Franz Payer zu einer Abteilung "Business Affairs und Recht" zusammengelegt. Die Leitung der Gruppe wird der bisherige Leiter der Abteilung Business Affairs, Ferdinand von Wrede, übernehmen.

Das Land Hessen will bis zum Jahresende einen Teil ihrer Gebäude verkaufen. In einer Ausschreibung um das Mandat setzte sich Clifford Chance gegen rund ein halbes Dutzend anderer Großkanzleien durch. Rund 800 Millionen Euro soll der Verkauf in die Kassen des Finanzministers Karlheinz Weimar spülen. 19 Objekte stehen zum Verkauf an, darunter auch das Finanzminsterium selbst. Allerdings sei diese Liste noch nicht engültig.

Der Londoner Shearman & Sterling-Kartellrechtspartner Chris Bright übernimmt ab 2006 eine Position in der britischen Competition Commission. Für den 44-Jährigen ist dies bereits die zweite Aufgabe in einer europäischen Kartellbehörde, nachdem er erst vor wenigen Monaten auch einen Platz im Direktorium der JCRA auf der Kanalinsel Jersey übernommen hatte (JUVE 11/04). Beide Stellen sind Teilzeitpositionen. Bright wird der Shearman-Praxis als of Counsel erhalten bleiben. Aus der Partnerschaft hingegen muss er wegen des unausweichlichen Interessenkonflikts als Mitglied einer Kartellbehörde ausscheiden. Bright, der vor seinem Wechsel zu Shearman & Sterling auch bei Linklaters sowie Clifford Chance Partner war, zählte von 1989 bis 1991 zu den wettbewerbspolitischen Beratern des britischen Wirtschaftsminsteriums.

Im Juni ist die Corporate-Anwältin Laura O´Neill (41) von Clifford Chance in das Londoner Büro von SJ Berwin gewechselt. Zudem verständigte sich SJ Berwin mit Michael Woollard, Insolvenzrechtsspezialist bei Hammonds, auf eine Zusammenarbeit. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels steht jedoch noch nicht fest.O'Neill war seit 1996 bei Clifford und seit 2002 Partnerin. Die Corporate-Spezialistin war zuletzt als eine der federführenden Anwälte beim Erwerb von Abbey National durch Banco Santander tätig. Zu ihren Madanten gehören zudem unter anderem Volvo und Accenture. "Ihr Zugang ist Teil unserer fortgeführten Expansionsstrategie im Bereich M&A und Buy-outs quer durch Europa", sagte Jonathan Blake, Head der Corporate-Praxisgruppe bei SJ Berwin.

Die drei Partner Keith Featherstone, Robert Gaut und Martin Rowley sind im Mai von Jones Day zu Fried Frank Harris Shriver & Jacobson gewechselt, um in London die Steuerrechtspraxis der US-Kanzlei aufzubauen.Featherstone und Gaut beraten im englischen, Rowley im US-Steuerrecht. Schwerpunkte ihrer Praxis sind die Beratung in grenzüberschreitenden M&A- und Private-Equity-Transaktionen, außerdem Investmentfonds, Finanzierungen, Kapitalmarktprodukte und allgemeine Steuergestaltung für Unternehmen. "Kreative Steuergestaltung ist heute im Corporate- und M&A-Geschäft unentbehrlich, zumal angesichts der wachsenden Zahl neuer und innovativer Akteure im Markt", kommentierte Justin Spendlove, Managing Partner der europäischen Fried Frank-Praxis.

Mark Walker (63) ist zum neuen Managing Partner von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton gewählt worden. Er rückt damit auf die Position, die in den letzten fünf Jahren von Peter Karasz bekleidet wurde. Karasz war Ende April im Alter von 63 Jahren verstorben. Der gebürtige Ungar Karasz war vor etwa einem Jahr für eine weitere Periode wiedergewählt worden. Die jeweilige Amtszeit für Managing Partner bei Cleary beträgt drei Jahre.

Der Senior Partner von Shearman & Sterling David Heleniak ist im Mai zu Morgan Stanley, einem seiner prominentesten Mandanten, gewechselt. Der 59-Jährige übernahm bei der Investmentbank die Position des stellvertretenden Vorsitzenden, Managing Director und Mitglied des Management-Komitees. Mit Heleniak verlässt ein sehr profilierter Anwalt die Kanzlei. Seit mehr als 20 Jahren war er in zahlreichen Führungspositionen bei Shearman tätig gewesen, so etwa von 1981 bis 1984 als Leiter des Büros in Hongkong, als Co-Head und Head der M&A-Praxisgruppe und schließlich seit 2001 als Senior Partner der Kanzlei. Neben seinen Führungsaufgaben war er auch in etliche aufsehenerregende Transaktionen involviert. Unter anderem betreute er Citicorp beim Zusammenschluss mit Travelers Group, Sandoz bei der Fusion mit Ciba-Geigy und Viacom bei der Übernahme von Paramount und Blockbuster.

Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) hat erstmals seit dem 10-jährigen Bestehen der Satzungsversammlung eine Liste der Delegierten veröffentlicht. Die Berufsorganisation reagierte damit im April offenbar auf eine kritische Analyse, die sich mit der Zusammensetzung des Anwaltsparlaments beschäftigt hatte.Aufgeführt in der nun von der BRAK vorgelegten Liste sind die Namen der 157 Abgeordneten der Satzungsversammlung, aufgeteilt nach den 27 regionalen Anwaltskammern und der Kammer beim Bundesgerichtshof. Personenbezogene Kontaktdaten gibt es allerdings in der Liste nicht.

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