Markt und Management

Den Blick gen Osten

DLA Piper Rudnick Gray Cary zeigt sich weiter expansionshungrig: Seit einigen Wochen soll die Kanzlei laut Berichten in 'The Lawyer' mit den vier Osteuropa-Büros von EY Law in Übernahme-Verhandlungen stehen.Im Fokus stehen die EY Law-Büros in Russland, namentlich Moskau und St. Petersburg, daneben in der Ukraine und in Georgien. Mit einer Übernahme durch DLA würde EY Law fast ihr komplettes osteuropäisches Netzwerk verlieren.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Zwei Partner verlassen im Juni das Londoner Büro von Clifford Chance. Der Fonds-Spezialist Peter McGowan wechselt zu Berwin Leighton Paisner, Corporate-Partnerin Laura O'Neill steigt bei SJ Berwin ein.McGowan war seit 1998 Partner bei Clifford und gilt als einer der renommierten Fonds-Berater in der britischen Hauptstadt. Zu seinen Mandanten zählen unter anderem die Citibank und die Bank of New York. Berwin Leighton ist derzeit dabei eine Fullservice-Fondsgruppe aufzubauen.

Presse-Outsourcing

Die Berliner Verlagsgruppe Der Tagesspiegel gliedert zum Juli ihre presserechtliche Beratung aus: Die bisherige Justiziarin Caroline von Klitzing (33) nimmt den Bereich mit zu der auf Presse- und Medienrecht spezialisierten Kanzlei Schertz Bergmann.Von Klitzing, die als Junior Partner in die Anfang des Jahres gegründete Berliner Kanzlei einsteigt, hatte vor vier Jahren ihre Karriere als Justiziarin beim 'Tagesspiegel' begonnen. "Frau von Klitzing versteht das Inhouse-Geschäft und kennt die Strukturen unseres Unternehmens gut", sagte Moritz von Jagow, Leiter der Rechtsabteilung beim 'Tagesspiegel'. "Bei Schertz Bergmann kann sie ihre Erfahrungen auf breiterer Ebene - insbesondere im forensischen Bereich - vertiefen. Davon hoffen wir zu profitieren", so von Jagow.

Früheres Frankreich-Team abermals vereint

Der ehemalige Chefsyndikus von Adidas, Manfred Ihle, ist wieder als Anwalt tätig. Der 64-Jährige stieg im April als of Counsel bei der auf deutsch-französischen Rechtsverkehr spezialisierten Frankfurter Kanzlei Heide Rechtsanwälte ein.Ihle trifft dort auf einen Anwaltskollegen aus früheren Tagen: Mit Namenspartner Helmut Heide (64) hatte Ihle schon bei Fiedler & Forster zusammen gearbeitet. In der Kanzlei, deren Frankfurter Büro im Jahr 2000 in der US-Sozietät Coudert Brothers aufging, bildeten beide den Kern des Frankreich-Teams.

Starker Partner

Der Co-Managing Partner von EY Law Luther Menold, Dr. Arno Frings (46), wechselt zu Hölters & Elsing. Zusammen mit Associate Michael Bogati arbeitet der renommierte Arbeitsrechtler ab Juni im Düsseldorfer Stammbüro der Transaktionskanzlei. "Ich sehe es als Herausforderung an, bei Hölters & Elsing das Arbeitsrecht aufzubauen", sagte Frings. Es sei eine Entscheidung für Hölters & Elsing, die mit ihrer unternehmerischen Ausrichtung seiner eigenen Persönlichkeit sehr nahe komme, und nicht gegen Luther Menold, betonte der Anwalt.

Seitenwechsel

Der Einbruch des grenzüberschreitenden Leasingmarktes hat nun offenbar auch Auswirkungen auf die Partnerschaft von Allen & Overy: Dr. Peter Hein (45), einer der zwei ersten deutschen Partner, verlässt die Kanzlei und gründet zusammen mit Kollegen von der Citibank ein Assetfinanzierungs-Unternehmen mit Büros in New York, London und Frankfurt.Hein war 1996 zusammen mit Dr. Johannes Bruski von der Freshfields-Vorgängerin Bruckhaus Westrick Stegemann zu Allen & Overy gekommen. Der Wechsel hatte damals für Aufruhr gesorgt, denn es handelte sich dabei um die ersten wichtigen Seiteneinsteiger, die von einer marktführenden deutschen Kanzlei zu einem angelsächsichen Konkurrenten gingen.

Zukunft ohne Heymann

Dr. Katharina Scheja, Equity-Partnerin bei Willkie Farr & Gallagher, wechselt im Mai ins Frankfurter Büro von Fritze Paul Seelig. Damit ist klar, dass die 42-jährige IT-Rechtlerin nicht dem ebenfalls bei Willkie Farr ausgeschiedenen Thomas Heymann in dessen eigene Kanzlei folgt. Heymann hatte sich im April zusammen mit zwei European Counsels und einigen Associates selbstständig gemacht, Scheja und er hatten besonders im Bereich Outsourcing eng zusammen gearbeitet.

Fast alle Partner und einige Associates des Münchner Büro von EY Law Luther Menold haben auf einen Schlag der Kanzlei den Rücken gekehrt. Drei Partner der mit der WP-Gesellschaft Ernst & Young verbundenen Kanzlei haben sich entschlossen, für die amerikanische Kanzlei Reed Smith ein Büro in der bayrischen Hauptstadt zu eröffnen, drei andere machen am Ort für Osborne Clarke auf.Zu Reed Smith gehen Dr. Stefan Kugler (42), Dr. Michael Fischer (44) und Dr. Etienne Richthammer (39). Ihnen folgen die Associates Christian Bareinske, Constantin Conrads und René Lochmann; aus Nürnberg kommt Robert Alan Heym hinzu. Spätestens im Mai wollte Reed Smith in München an den Start gehen, war zu hören.

Die Dortmunder Sozietät Spieker & Jaeger hat mit zwei Quereinsteigern die Fachbereiche Öffentliches Recht und Corporate verstärkt: Zuletzt kam im April der ehemalige Vorstand der Kölner Verkehrsbetriebe Dr. Erhard Schrameyer (62) als Partner; bereits im Januar war der Gesellschaftsrechtler Dr. Steffen Lorscheider (32) von P+P Pöllath & Partner in die Kanzlei gewechselt. Schrameyers Schwerpunkt liegt in der Beratung im Bereich öffentlicher Nahverkehr, daneben betreut er aber auch öffentliche Wirtschaftsunternehmen allgemein. Vor seiner anwaltlichen Tätigkeit war Schrameyer lange Jahre in diesem Branchenumfeld tätig gewesen, unter anderem als Vorstandsmitglied der Dortmunder Stadtwerke, sowie als Vorstand der Kölner Verkehrsbetriebe. Daneben war er Geschäftsführer der Stadtwerke Köln GmbH. "Wir erhoffen uns von Schrameyers langjähriger Tätigkeit und den daraus resultierenden Kontakten den Einstieg in die Beratung von Unternehmen des Öffentlichen Nahverkehrs", erläuterte Spieker-Partner Dr. Carsten Jaeger.

Der französische Energierechtsexperte Héctor Farina (53) ist in Paris von Denton Wilde Sapte als of Counsel in das dortige Haarmann Hemmelrath-Büro gewechselt. Bei Denton leitete Farina die Sektorgruppe Energie und Infrastruktur. Nun soll er für Haarmann eine entsprechende Gruppe aufbauen. Diese Aufgabe sei "eine besondere Herausforderung, da die Ansprüche der Mandanten in diesem Bereich erfahrungsgemäß besonders hoch sind und die Materie sehr komplex ist", sagte Farina. In der Vergangenheit beriet er private und öffentliche Unternehmen in regulierten Märkten wie Strom, Öl oder Gas. Zudem leitete Farina Projekte unter anderem im Telekommunikation- sowie Verkehrssektor und besitzt Erfahrung im PPP-Bereich. (TM)

Nach drei gemeinsamen Jahren als Gründer und alleinige Partner der Kölner Kanzlei Westphal & Wagner haben sich Dr. Bernd Westphal (45) und Hannes Wagner (41) getrennt.Westphal wechselte Anfang April zum Kölner Büro von Leinen & Derichs. Dort erweitert er als Spezialist im Außendienst- und Vertriebsrecht das bisherige Beratungsspektrum. Westphal ist insbesondere auf Handelsvertreterrecht, Vertragshändler und Franchisesysteme spezialisiert. Zu seinen Mandanten gehören gleichermaßen Unternehmen wie Händler. Darüber hinaus betreut er ausländische Firmen, insbesondere aus den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien, beim Aufbau ihrer Vertriebssysteme in Deutschland. Westpahl ist auch als Schiedsrichter in vertriebsrechtlichen Schiedsgerichtsverfahren tätig.

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