Markt und Management

Die Mitglieder des europäischen Verbundes ABLE (Associated Business Lawyers in Europe) haben vereinbart, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und sich zum 1. September 2003 in LG International umbenannt. Man möchte künftig mehr als Gruppe auftreten, vor allem auch im Hinblick auf den amerikanischen Markt, hieß es dazu von Seiten der deutschen Mitgliedskanzlei Esche Schümann Commichau. Dem Netzwerk, das bereits seit über zehn Jahren besteht, gehören neben den Hamburgern in England Lawrence Graham, in Frankreich Lafarge Flécheux Campana Le Blevennec, in Spanien Alzaga, Caro, G. Palencia, Sánchez-Teran Asociados und in Italien Puopolo Sistilli Geffers & Luise an. In den Benelux-Ländern schlossen sich zudem kürzlich die Belgier Verhaegen Walravens sowie die Niederländer Kuppermann van der Wiel an.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Im September hat auch die französische Rechtspresse die Jahresumsätze der dortigen Kanzleien veröffentlicht. Trotz zum Teil immenser Unterschiede, die sich aus den Umfragen der Magazine ,Decideurs Juridiques' und ,Juristes Associes' ergeben, sind doch zwei Trends erkennbar: Britische und US-Sozietäten machen weiter französischen Boden gut und die WP-nahen Kanzleien spielen im Konzert der Großen keine Rolle.Laut ,Juristes Associes' konnte die Mehrheit der Kanzleien ihre Vorjahresergebnisse halten oder geringfügig verbessern. Allerdings sei das langsamste Wachstum seit Erhebung der Zahlen für 2002 festzustellen gewesen, die Zahl der Neueinstellungen befänden sich ebenfalls auf dem Tiefpunkt. Dabei machte die Zeitschrift nur bei jenen Kanzleien eine Umsatz-Verbesserung aus, die es geschafft hätten, neue Beratungsbereiche für sich zu erschließen. Zudem habe eine rigidere Kostenkontolle in die Büros Einzug gehalten.

Zur Deal-Nachricht "Rettenmaier übernimmt Vermögen von Penwest Pharmaceuticals" (Heft 07/03): Die Kanzlei Alston & Bird weist darauf hin, dass Rettenmaier nicht nur von Pöllath + Partner beraten wurde, sondern auch von dem für Alston & Bird in New York tätigen Partner Rudolph S. Houck, unterstützt von Associate Jessica Olich. Zur Verfahrensnachricht "CIC gegen Konzept & Marketing" (Heft 08/03): Der Vertreter von CIC Deutschland, Jan V. Glauber (Glauber Steinberg Stenger Hannemann Uhlmannsiek), weist auf einen sachlichen Fehler hin: CIC habe die Zusammenarbeit mit dem Maklerunternehmen beendet, weil K&M die Durchsetzung von geänderten Tarifen und Bedingungen in den Vertriebsverträgen abgelehnt hatte. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. Zum Artikel "Ein weites Feld" (Heft 09/03): Die Bonner Kanzlei Eimer Heuschmid Mehle weist darauf hin, dass das bei der Trienekens AG abgerechnete Honorar nicht durch Beratungsleistungen für die umstrittene Müllentsorgungsfirma entstanden ist. Die Kanzlei habe zu keiner Zeit die Trienekens-Gruppe vertreten. Sie sei in einem Fall auf der Gegenseite tätig gewesen und hier habe Trienekens im Wege des Vergleichs sämtliche Kosten übernommen. Zur Deal-Nachricht "Pepcom erweitert Kriegskasse" (Heft 09/03): Der Beiratsvorsitzende von Pepcom, Heinz-Peter Labonte, weist darauf hin, dass das Unternehmen bei der Vereinbarung über eine Kreditlinie von 65 Millionen Euro mit einem Bankenkonsortium nicht nur von Travers Smith Braithwaite, sondern auch von Prof. Dr. Christoph Schalast, Frankfurter Partner von Schalast & Partner, beraten wurde. Dessen Sozietät habe Pepcom zudem bei allen bisherigen Akquisitionen betreut.

Seit 15. September macht LUTHER MENOLD ernst. Nachdem sich die Partner der Gesellschaft im Juli – auch unter gewissem Druck von Ernst & Young – für eine engere Anbindung an die WP-Gesellschaft entschieden hatten, wurde die nationale Firmenbezeichnung der weltweiten Dachmarke EY LAW optisch untergeordnet. Unter EY Law sind ab jetzt Kanzleien aus mehr als 30 Ländern und 2.000 Anwälten zusammengeschlossen. Der Schwerpunkt liegt in Europa, die Region Asien/Pazifik soll ausgebaut werden.Auch um GAEDERTZ ist es nun endgültig geschehen. Seit August ist der Name dieser ehemals großen deutschen Kanzlei ganz vom Rechtsmarkt verschwunden: Die amerikanisch-britische Sozietät MAYER BROWN ROWE & MAW hat den Zusatz auch hier zu Lande gestrichen.

London

Englischen Presseberichten zufolge soll Allen & Overy planen, ein neues System, zur Zeiterfassung einzuführen. Geplant sei, den Anwälten ein Minimum von 2.200 Arbeitsstunden pro Jahr aufzuerlegen. Dies würde bedeuten, dass zu den bisherigen billable Hours gesondert noch einmal 500 bis 600 zusätzliche Stunden aufgezeichnet würden. Die Kanzlei demenierte derartige Absichten.A&O erklärte, im Grundsatz ändere sich nichts. Richtig sei, so der deutsche Managing Partner Dr. Cornelius Fischer-Zernin, dass von jeher diese sogenannten Internal Hours, also die nicht abrechenbaren Stunden, erfasst würden: "Wir betrachten dies in der Tat als sehr wichtig." Allerdings wurde dies in der Vergangenheit oft laxer gehandhabt als die Erfassung der Billables. Das existierende und weiterhin gültige System diene lediglich dazu, einen Überblick darüber zu haben, welchen weiteren Tätigkeiten die Anwälte nachgehen und gegebenenfalls regulierend einzugreifen, etwa durch Förderung von Publikationen.

Dr. Carsten Schütz, Sozius im Berliner Büro von Nörr Stiefenhofer Lutz, unterstützt das Bundesministerium für Justiz bei der geplanten Reform des Aktienrechts. Schütz befasst sich in diesem Rahmen mit einem zentralen Gebiet der Reform, dem Recht zur Anfechtung von Hauptversammlungsbeschlüssen. Seit Mitte August ist der Nörr-Anwalt im Ministerium tätig. Sein Aufenthalt dort ist auf ein Vierteljahr begrenzt. Schütz gilt auch als Fachmann für Gesellschafts- und Umwandlungsrecht, neben dem Aktienrecht. Der 41-jährige ist seit 1999 bei Nörr tätig.(TM)

Im Zusammenhang mit strafrechtlichen Ermittlungen gegen den Stadtplan-Erben Alexander Falk wird auch gegen einen Partner im hanseatischen Büro von CMS Hasche Sigle, vorgegangen. Dies bestätigte die Hamburger Staatsanwaltschaft auf Nachfrage

Baker & McKenzie

Baker & McKenzie hat Geschäftsjahr 2003, das am 30. Juni 2003 endete, weltweit mit einem Wachstum von sieben Prozent abgeschlossen. Dies gab die Kanzlei am 15. September bekannt. Die Einnahmen der Sozietät beliefen sich dabei weltweit auf 1,134 Milliarden US-Dollar.Christine Lagarde, die Vorsitzende des Executive Committee von Baker & McKenzie, kommentierte erfreut: "Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen verzeichneten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein gleichmäßiges Wachstum, sowohl geografisch als auch innerhalb der einzelnen Practice Groups."

Die bisherige belgische Ernst & Young-nahe Anwaltskanzlei Peeters Advocaten scheint auseinander zu brechen: Mitte September wurde bekannt, dass die Leiterin der Bankrechtsabteilung, France Wilmet, die Sozietät verlässt und sich Simmons & Simmons anschließt. Auch die zwei anderen Peeters-Partner werden gehen. Unterdessen will die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in Belgien eine neue Anwaltsgesellschaft gründen.

Gleich zwei IT-Rechtler aus München haben sich in den vergangenen Wochen aus ihren Sozietäten verabschiedet und gehen nun als Einzelanwälte ihren Weg.Mit Dr. Oliver Habel verließ ein insbesondere in der bayrischen Hauptstadt bekannter IT-Experte die Kanzlei Böck Oppler Hering. Bereits im Frühsommer kehrte Peter Kremer dem Münchner Büro der US-Kanzlei Hale and Dorr den Rücken.

Wie erst jetzt bekannt wurde, haben sich bereits im Juli 2003 nach etwa neun Jahren gemeinsamer Kanzleitätigkeit die Strafrechtler Volker Hoffmann und Thomas Knierim getrennt. Knierim wurde von der Anwältin Anke Wissmann begleitet und firmiert unter Knierim & Wissmann. Hoffmann und seine Kollegen, darunter ein Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, bilden jetzt die Kanzlei Hoffmann & Partner. Beide bleiben in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ansässig.

Anzeige

Stellenmarkt zur Übersicht

Volljurist:in/Referent:in für die Abteilung Prozessführung/Litigation

Volljurist:in / Referent:in (m/w/d) für die Abteilung Prozessführung / Litigation, Wiesbaden

Volljurist Energierecht / Vollzeit / Köln

rhenag Rheinische Energie AG, 50968 Köln

Senior Legal Counsel (m/f/d), Patents / IP law, Ingelheim (GER)

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim

Senior Corporate Counsel HVAC Germany / Syndikusrechtsanwalt

Trane Technologies, Oberhausen,Jettingen-Scheppach