Markt und Management

Anna Carboni verlässt Linklaters

Anna Carboni, seit 2 Jahren Leiterin der IP-Praxis im Londoner Linklaters-Büro, verlässt die Kanzlei. Ab kommenden Herbst wird die hochangesehene Anwältin als Advocate-Solicitor, also als eine bei höheren Gerichten zugelassene Anwältin, an den Wilberforce Chambers arbeiten.Der Weggang wird in der britischen Anwaltspresse als weiterer herber Schlag für die Londoner IP-Praxis von Linklaters bewertet. Aufgrund des Platzens der New-Economy-Blase hatte sich die Kanzlei bereits vorher zu Umstrukturierungen im IP-Bereich gezwungen gefühlt: Im November 2002 wurden zwei Partner - Tom Hope und Robin Whatie - sowie weitere Associates aus dem Londoner Büro entlassen.

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Dr. Alexander Ulrich ist seit Mitte Februar Arbeitsrechts-Partner im Düsseldorfer Büro von Taylor Wessing und damit der zweite Neuzugang in diesem Bereich innerhalb eines Jahres. Der 35-jährige kommt von Clifford Chance Pünder, wo er vier Jahre tätig gewesen war.Ulrich folgt damit einer Reihe von Arbeitsrechtlern von Clifford Chance, die seit Anfang 2002 die Kanzlei verlassen haben.

Hammonds in München

Die ursprünglich aus Großbritannien stammende internationale Sozietät Hammonds hat in München zwei neue Partner hinzugewonnen: Dr. Hans-Jörg Rotberg (44) wird den Bereich Private Equity bei Hammonds in Deutschland aufbauen, Patentanwalt Peter Mahler (37) verstärkt das IP-Rechtsteam.Rotberg war zuletzt bei der XL-Venture tätig, einer von ihm mitgegründeten Venture Capital-Gesellschaft, zu deren Investoren unter anderem die Beisheim Gruppe des Metro-Gründers Otto Beisheim gehörte. Bis Anfang 2000 war Rotberg Leiter M&A bei Andersen Legal in Düsseldorf. Der Anwalt wird nun bei Hammonds weiter mit Private Equity beschäftigt sein; zunächst alleine, doch hieß aus der Kanzlei, dass Rotberg bereits im Sommer durch einen Associate unterstützt werde, der von einem Wettbewerber komme.

Dr. Hans-Günther Nordhues, Praxisgruppenleiter des Bereichs Bank- und Finanzrecht im Frankfurter Büro von Ashurst Morris Crisp hat die Kanzlei verlassen. Wie aus Kreisen der Partnerschaft zu hören war, haben sich die zwei Parteien einvernehmlich getrennt.Nordhues (40), der vor allem in der Akquisitionsfinanzierung und im Aufsichtsrecht tätig war, ist der dritte Partner seit Sommer 2001, der Ashurst den Rücken kehrt. Im Dezember 2002 hatte der ebenfalls aus dem Bereich Akquisitionsfinanzierung stammende Dr. Rainer Eichholz überraschend den Arbeitgeber gewechselt, nachdem er nur einige Monate vorher zur Kanzlei

Dr. Horst Schäfer (43), zuletzt Partner am Kölner Standort von Beiten Burkhardt Goerdeler, ist zum 1. April 2003 zu der multidisziplinär ausgerichteten Kanzlei Axer Partnerschaft in der Domstadt gewechselt.Mit Schäfer hat auch der letzte noch verbliebene Partner der früheren, vor der Fusion mit Beiten Burkhardt in Köln angesiedelten KPMG Treuhand-Führungsriege das Büro verlassen. Der Anwalt und Steuerberater war bei KPMG Treuhand & Goerdeler in den Bereichen Corporate und Immobilien tätig.

Denton Wilde Sapte, die britische Kernkanzlei des Netzwerkes Denton International (DI), steht kurz davor, den Verbund aufzulösen. Dies berichtet die englische Rechtspresse übereinstimmend. Laut "The Lawyer" will die Kanzlei so schnell wie möglich einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit ziehen, nachdem die deutsche Mitgliedskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek Anfang des Jahres endgültig Nein zu einer Fusion gesagt habe.Denton Wilde Sapte-Sprecher James Dallas äußerte sich in "Legal Week", dass man derzeit darüber diskutiere, wie die Arbeitsbedingungen verbessert werden können. Klar sei, das DI in der jetzigen Form nicht weiter bestehen werde.

Beiten in Moskau wieder auf Wachstumskurs

Nachdem Beiten Burkhardt Goerdeler in Russland im vergangenen Jahr rund zehn Anwälte verloren hat, gibt es seit Mitte Februar einen sehr prominenten russischen Neuzugang: den Bank- und Finanzrechtler Dr. Sergei Avramov (40), der mit zwei weiteren Anwälten aus dem örtlichen Baker & McKenzie-Büro gekommen ist.Ein mit dem Moskauer Anwaltsmarkt vertrauter Beobachter bestätigt: "Das ist ein Top-Mann."

London

Linklaters entzieht im Londoner Büro mindestens zwei Partnern aus dem Bereich Immobilien- und Baurecht den Status als Equity-Partner. Das meldete Ende März "The Lawyer". Weitere Partner aus dem Bereich würden die Kanzlei verlassen, um der Herabstufung zu entgehen, gab das britische Anwaltsblatt eine Linklaters-Quelle wieder. Die deutsche Immobilienpraxis sei von den Maßnahmen nicht betroffen, hieß es dazu bei Linklaters Oppenhoff & Rädler.Außerdem sei bei Linklaters in London das Baurecht mit dem Immobilien- und Projektgeschäft zusammengelegt worden, schrieb "The Lawyer" weiter. Zugleich gebe es Bestrebungen, die Praxis durch Fokussierung auf hochkarätige Mandanten aufzuwerten. Allgemein restrukturiere Linklaters die Gesamtkanzlei zu Gunsten der Praxen im Corporate- und Finance-Bereich.

Dr. Eberhard Vetter (53), Direktor für Konzernrecht beim Kölner Versicherungskonzern Axa AG, wechselt in das Kölner Büro von Luther Menold.Vetter verfügt über weitreichende Erfahrung als Inhouse-Jurist: In den zurückliegenden sieben Jahren zeichnete er für das Konzernrecht bei Axa verantwortlich, zurvor war er bereits Chefsyndikus der Klöckner Humboldt Deutz AG. Als Grund für den Wechsel von der Unternehmens- auf die Beraterseite gibt der Schatzmeister des Deutschen Juristentages und Mitglied der ständigen Deputation interne Umstrukturierungen im Axa Konzern an.

Zum 1. Juli 2003 wird der Frankfurter PricewaterhouseCooper Veltins-Partner Friedhold E. Andreas (44) zu Taylor Wessing am Ort wechseln.Andreas, der derzeit bei PwC Veltins die Praxisgruppe M&A, Corporate Structuring und Financial Services leitet, soll sich auch bei Taylor Wessing in einer Führungsrolle um den weiteren Aufbau des Bereichs Gesellschaftsrecht, M&A und Kapitalmarktrecht kümmern. Mittelfristig möchte man ein gutes Team um den Anwalt aufbauen.

Die multidisziplinäre Sozietät Westfalen-Revision GmbH Echtermeyer Schaefermeyer Fischer Flore Schepers Regener hat zwei Namenspartner verloren.Die Steuerspezialisten Dr. Ingo Flore und Klaus Günther Regener haben sich im März als Flore Regener in Dortmund selbstständig gemacht. Ihre ehemalige Kanzlei firmiert jetzt als Westfalen-Revision Echtermeyer Schaefermeyer Fischer Schepers Rumphorst.

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