Markt und Management

Unter dem Namen Forstmann Kleist Collatz firmieren in Frankfurt seit dem 1.April drei bekannte Anwälte aus dem Bereich Pharma- und Medizinprodukterecht. Insgesamt sind 4 Anwälte in den Räumen der ehemaligen Kanzlei Walther & Forstmann tätig. Die neue Sozietät setzt sich aus den drei Namenspartnern Dr. Max D. Forstmann, Dr. Holde Kleist und Dr. Brigitte Collatz zusammen. Forstmann war bereits in seiner alten Kanzlei Walther & Forstmann im Pharmarecht tätig. Kleist und Collatz kommen beide von Ehlers, Ehlers & Partner, wohin sie erst im letzten Jahr gewechselt waren. „Wir sind hier nun in der Lage, unsere Mandanten aus dem Pharma- und Medizinproduktebereich, sowie Kosmetikhersteller und Firmen aus der Lebensmittelbranche in allen wichtigen Fragen zu beraten“, erklärt Collatz. Wichtigste Klientel werden weiterhin Pharma- und Medizinproduktehersteller sein. Einen wachsenden Anteil an der Mandantschaft haben auch Produzenten von Nahrungsergänzungsmitteln. Forstmann und Kleist sind dabei besonders für ihr Know-how in wettbewerbsrechtlichen Fragen rund um das Heilmittelwerbegesetz (HWG) bekannt.

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Das europäische Rechtszentrum von Baker & McKenzie (Brüssel) wird kostenlose Rechtsberatung für Entwicklungsländer anbieten. WTO-Generaldirektor Mike Moore erklärte zu dieser Initiative, das Projekt trage dazu bei, Entwicklungsländer besser in das Welthandelssystem zu integrieren. Prof. Dr. Joachim Scherer, Sprecher der deutschen Büros von Baker & McKenzie, berichtet zum Benefiz-Engagement: „Die 48 am wenigsten entwickelten Länder der Erde, von denen 29 der WTO angehören, haben weder das Personal noch das Geld für eine effektive Mitarbeit in internationalen Organisationen.“ Baker & McKenzie hat zum WTO-Recht eine Expertengruppe gebildet, in der weltweit 75 Anwälte tätig sind. Die Kanzlei ist mit 60 Büros in 35 Ländern mit insgesamt 2.655 Anwälten, davon 120 in Deutschland, präsent. Besonders die Büros in Frankfurt, Berlin, Genf, Brüssel und London sind mit Welthandelsmandaten befasst. Zum WTO-Recht erklärt Hannes Schloemann aus dem Berliner Büro: „Deutschland hinkt im WTO-Recht hinterher. Viele Unternehmen erkennen noch nicht die Chancen und Risiken der neuen Regelungen. Nur wenige Unternehmen nutzen bisher auch die Möglichkeit, über ein Verwaltungsverfahren bei der EU gegen Handelshemmnisse vorzugehen, die gegen das WTO-Recht verstoßen.“

Dr. Hans-Joachim Prieß, einer der bekanntesten deutschen Vergaberechtler, wechselt innerhalb von Freshfields Deringer in das Berliner Büro.Die Nachricht löste im Brüsseler Markt Betroffenheit aus. Prieß war dort seit Ende der 80er Jahre, zunächst für Schön & Pflüger (eines der Vorläuferbüros von Gaedertz) tätig. Er gilt als eine der Schlüsselfiguren beim Aufbau und Erfolg des dortigen Freshfields Deringer-Büros. „Nach der Umsetzung der EU-Vergaberichtlinie in deutsches Recht ist das Zentrum der vergaberechtlichen Arbeit für die Mandanten nicht mehr in Brüssel zu sehen. Berlin zählt außerdem für mich zur Zeit zu den spannendsten Wirkungsstätten in Deutschland“, kommentiert Prieß seinen Wechsel. Im vergangenen Jahr vertrat er das Hochtief-Konsortium im Verfahren um den Zuschlag für Bau und Betrieb des Flughafens BBI.

In dem Rechtsstreit um die Erstattung von Förderzinsen und Abgaben zwischen dem Energieunternehmen BEB, das je zur Hälfte der Deutschen Shell AG bzw. Esso AG gehört, und dem Land Niedersachsen geht es um einen Streitwert von rund DM 2,3 Mrd. - dem wohl größten, über den das Bundesverwaltungsgericht je zu entscheiden hatte. Die niedersächsische Landesregierung hat im März Revision gegen die Urteile des siebten Senats des Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) eingelegt. Das Verfahren wird für das Land von den Bruckhaus-Partnern Dr. Wolf Friedrich Spieth (Berlin) und Dr. Herbert Posser (Düsseldorf) geführt. Die BEB vertritt Dr. Dieter Sellner von Redeker Schön Dahs & Sellner.

Zur Jahresmitte haben sich in München die Sozietäten Peters, Schönberger & Partner und Maierhofer, Best & Partner zusammengeschlossen. Die neue Einheit wird unter dem bisherigen Namen der Anwaltssozietät als Peters, Schönberger & Partner (PSP) firmieren und umfasst insgesamt 100 Partner und Mitarbeiter.Beide Fusionspartner ergänzen sich innerhalb ihrer bestehenden Schwerpunkte multidisziplinärer Rechts- und Steuerberatung mit mittelständischem Schwerpunkt. Die Anwaltssozietät PSP betreut dabei seit Gründung 1979 ihre Mandanten, darunter viele Familienunternehmen, steuerlich integriert vor allem in Gesellschaftsrecht/M&A/Nachfolge sowie im Steuerstrafrecht und seit längerem verstärkt im Bereich IT. Mit dem weniger anwaltlich geprägten Maierhofer-Teil konnte das Spektrum um das laufende Geschäft in Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung sowie um den Mandatsschwerpunkt Gemeinnützigkeit, Stiftungen und Vereine erweitert werden. Zu PSP zählen dabei künftig auch die angegliederten WP-Gesellschaften BTR Beratung Treuhand Revision und BTP Treuhand Prüfungs- und Beratungsgesellschaft.

Menold & Aulinger

Die mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young kooperierende Kanzlei Menold & Herrlinger (JUVE Rechtsmarkt 2/00) und die Ruhr-Sozietäten Aulinger & Spieker sowie Krameyer von Falkenhausen Hanke & Partner haben ihre Fusion noch für den Sommer diesen Jahres beschlossen.Mit Menold & Aulinger, wie die neue Kanzlei zukünftig heißen wird, hat der deutsche Markt eine weitere Großsozietät hervorgebracht, die mit 125 Anwälten an 13 Standorten zu den 15 größten Anwaltskanzleien in Deutschland gehören wird. Das gemeinsame Honorarvolumen wird mit DM 75 Mio. angegeben.

Ab April 2000 verstärkt Dr. Stefan Rützel die Praxisgruppe Arbitration, Litigation, Mediation (ALM) bei Bruckhaus Westrick Heller Löber.Rützel war zuvor im Frankfurter Pünder-Büro sogenannter Salaried Partner und wird bei Bruckhaus als Senior Associate beginnen. Die Prozess-Teams beider Sozietäten zählen zu den führenden in Deutschland.

Einer von Londons bekanntesten jungen Anwälten im Bereich Securitisation, Peter Voisey, ist zu Clifford Chance gewechselt. Clifford Chance verfügt somit über acht Partner, die sich nahezu ausschließlich diesem Bereich für Mandanten wie Morgan Stanley und Merrill Lynch in Grossbritannien sowie die Deutsche und die Dresdner Bank in Deutschland widmen.

Im Anschluss an das von BBLP Beiten Burckhardt Mittl & Wegener begleitete erste reguläre Delisting in Deutschland (Macrotron) veranstaltete die Kanzlei Ende Februar 2000 in München erneut ein Seminar mit börsenbezogenem Thema.„Börsenkurs als Untergrenze?“ bezieht sich auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG), das bei der Abfindung außenstehender Aktionäre als Untergrenze der Börsenkurs zu gelten hat. Als Referenten konnten u. a. ein Richter des Zweiten Zivilsenats des Bundesgerichtshofes (BGH), ein Mitarbeiter des BVerfG sowie Repräsentanten von Ernst & Young, Morgan Stanley und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) gewonnen werden.

Dr. Björn Wellenius wird die Kanzlei zukünftig Clifford Chance Pünder als Berater im Fachbereich Telekommunikation weltweit unterstützen. Wellenius, der als freier Berater exklusiv für CCP tätig sein wird, arbeitete mit dem Telekomteam der International Finance Corporation zusammen und war zuvor viele Jahre lang Chefberater der Weltbank im Telekommunikationsbereich. Für letztere hat er unter anderem die Telekommunikationsstrategie in verschiedenen Ländern mitgeprägt. Wellenius wird Mandanten strategisch und in regulatorischen Fragen beraten und neue Geschäftsfelder mitentwickeln.

Mit Benedikt Kind hat die auf die Kommunikationsbranche spezialisierte Düsseldorfer Kanzlei Piepenbrock & Schuster einen weiteren Quereinsteiger gewonnen, der den Bereich regulatorische und vertragsrechtliche Fragen verstärken wird. Von 1996-1997 hat Kind bei der Firma Eutelis Consult Internet-Service-Provider beraten und Regionalcarrier auf den Markteintritt vorbereitet. Während der letzten beiden Jahre war er dann bei dem Telekommunikationsanbieter Talkline für regulatorische Fragen und die Verhandlung sowie das Management der Inter-Carrier-Verträge zuständig. Piepenbrock & Schuster ist in den ersten beiden Jahren ihres Bestehens auf nunmehr sechs Anwälte angewachsen. Hermann-Josef Piepenbrock bestätigt weitere Wachstumspläne und betont, dass man besonders Quereinsteiger mit Berufserfahrung aus Industrie oder Kanzleien sucht.

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