Markt und Management

Sensations-Coup

Die Kölner Kanzlei Oppenhoff & Partner gewinnt einen der bekanntesten deutschen M&A-Anwälte. Rolf Koerfer (51), Partner im Düsseldorfer Büro von Allen & Overy, schließt sich der Sozietät an. Ein Oppenhoff-Sprecher bestätigte gegenüber JUVE den Zugang des Hochkaräters. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels ist noch nicht bekannt.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Frankfurt

Der bekannte Marken- und Wettbewerbsrechtler Dr. Johann-Christoph Gaedertz verlässt die US-Kanzlei Kaye Scholer nach etwas über einem Jahr wieder. Der 50-Jährige baut ab Oktober für die Frankfurter Patentanwaltskanzlei Keil & Schaafhausen eine rechtsanwaltliche Praxis auf. Gaedertz war erst im Juli 2008 von Mayer Brown zu Kaye Scholer gewechselt. Bei Mayer Brown, wo er zuletzt Co-Head der internationalen IP-Praxisgruppe war, hatte der langjährige Partner unter anderem das umfangreiche Markenportfolio der Deutschen Telekom betreut. Nach seinem Wechsel entschied sich das Unternehmen allerdings, das Mandat neu auszuschreiben und erteilte im August vergangenen Jahres Lovells den Zuschlag für die Pflege ihrer weltweiten Marken.

Berlin

Der Gesellschafts- und Kapitalmarktrechtler Dr. Ulrich Thölke verlässt zum Oktober die französisch-amerikanische Kanzlei Salans und schließt sich KPMG Law an. Beim Rechtsberatungsarm der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG soll der 40-Jährige die Leitung des Berliner Standorts übernehmen. Bisheriger Standortleiter war der Arbeitsrechtler Dr. Thomas Wolf, der KPMG Law erhalten bleibt.Bei Salans hatte Thölke zuletzt die Berliner Weberbank beim Erwerb durch die Mittelbrandenburgische Sparkasse beraten. Seit 2002 gehörte Thölke dem Berliner Büro von Haarmann Hemmelrath an, aus dem Anfang 2006 der erste deutsche Standort von Salans hervorging. Damals wurde Thölke Sozius, was in anderen Kanzleien dem Status eines Salary-Partners entspricht. Anfang 2008 war Thölke dann zum Equity-Partner ernannt worden.

Moskau

Dechert hat sich in Moskau mit einer dreiköpfigen Gruppe von Prozessanwälten verstärkt. Von Salans kamen Counsel Oxana Peters (35) und die beiden Associates Timur Djabbarov (27) und Yuri Makhonin (26). Damit wächst der Standort der US-Kanzlei auf 15 Berufsträger, darunter 3 Partner, an.Bislang war das erst im Mai dieses Jahres eröffnete Dechert-Büro stark durch die Fachbereiche Corporate und M&A sowie Energierecht geprägt. Mit den Quereinsteigern gewinnt die US-Kanzlei nun prozess- und schiedsrechtliche Expertise hinzu. Peters, die bei Salans ebenfalls Counsel war, vertritt regelmäßig russische und internationale Unternehmen in staatlichen Prozessen und Schiedsverfahren. So vertrat sie auch bereits Rewe und deren österreichische Tochter Billa sowie den Hamburger Lagertechnikhersteller Jungheinrich in Auseinandersetzungen.

Hamburg

Die Hamburger Corporate-Boutique Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser wächst um einen Partner: Marc Kotyrba, zuletzt Principal Associate im Frankfurter Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer, wechselt zum Oktober an die Alster. Der 36-Jährige soll die Bereiche Steuerrecht und Unternehmensfinanzierungen bei Renzenbrink aufbauen.Kotyrba hatte seine anwaltliche Laufbahn 2003 bei Freshfields begonnen, seit 2007 ist er auch als Steuerberater zugelassen. Als Associate arbeitete er in dem Team um den Frankfurter Steuerrechtspartner Dr. Eckart Schweyer.

Berlin

Die Deutsche Bahn AG hat zwei unabhängige externe Ermittler mit der Aufklärung der systematischen Fälschung von Wartungsprotokollen bei der Berliner S-Bahn beauftragt. Laut einer Erklärung des Konzerns wurden die Wirtschaftprüfungsgesellschaft KPMG sowie Gleiss Lutz "zur lückenlosen Aufklärung der festgestellten Unregelmäßigkeiten" mandatiert. Auf Anfrage bestätigten Gleiss Lutz und KPMG den Auftrag der Bahn, wollten sich jedoch nicht weiter zu dessen Inhalt äußern. Ende vergangener Woche hatte die Bahn bekannt gegeben, dass es bei ihrer Tochter, der Berliner S-Bahn, seit 2004 Unregelmäßigkeiten bei der Wartung von Bremszylindern an den Zügen gegeben habe. Anders als in Wartungsprotokollen vermerkt, seien Teile weder ausgetauscht noch überprüft worden.

Datenaffäre

Der langjährige Syndikus der Deutschen Bank, Prof. Dr. Reinhard Marsch-Barner, ist laut einem Berícht des 'Handelsblatts' in die Spitzelaffäre des größten deutschen Geldinstituts verstrickt. Marsch-Barner, seit knapp einem Jahr of Counsel bei Linklaters, soll von Anfang an der Ausspähung des kritischen Aktionärs und Rechtsanwalts Michael Bohndorf beteiligt gewesen sein.Das 'Handelsblatt' beruft sich bei seiner Berichterstattung auf das Gutachten von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton, das die US-Kanzlei bereits vor einigen Wochen im Auftrag der Deutschen Bank erstellt und zu dem die Bank am 22. Juli einen Zwischenbericht vorgelegt hatte.

Daimler

Gero Herrmann übernimmt ab November die Leitung des Bereichs 'Legal und Compliance' bei Daimler. Der 53-Jährige folgt auf Gerd Becht (57), der zur Deutschen Bahn wechselt. Herrmann war bislang Landeschef von Mercedes-Benz in Brasilien und ist bereits seit 1988 in verschiedenen Positionen im Konzern tätig. Zunächst Assistent des Leiters von Mercedes-Benz in Argentinien, wechselte er 1991 als Leiter des Vorstandssekretariats bei den Nutzfahrzeugen nach Stuttgart und übernahm ein Jahr später den Vertrieb der Bussparte in Mexiko. Danach arbeitete sich Herrmann die Karriereleiter bei Daimler hoch, war Programm- und Marktmanagementleiter für Mercedes-Benz Pkw und Vertriebsleiter in Brasilien, bis er im August 2004 der Landeschef von Mercedes-Benz do Brasil wurde.

Von Frankfurt nach Berlin

Hammonds hat sich in der vergangenen Woche mit dem ehemaligen Leiter und Partner des deutschen Faegre & Benson-Büros, Horst Daniel (48), verstärkt. Der Frankfurter Prozess- und IP-Spezialist kam als Partner und arbeitet künftig im Berliner Büro von Hammonds. Daniel war zuletzt Executive Partner bei Faegre und leitete dort die Prozessrechtspraxis. Er verfügt zudem über Expertise im IP-Recht. Bei Hammonds wird Daniel die Praxisgruppe Commercial & Dispute Resolution führen, die im Berliner Büro mit ihm fünf Anwälte umfasst. Zudem soll er aufgrund seines Know-how auch an der Schnittstelle zur IT/IP-Praxis der Sozietät tätig werden, die mit neun Anwälten in München angesiedelt ist.

China

Die US-Kanzlei Kirkland & Ellis eröffnet im November ein Büro in Schanghai. Die erforderliche Genehmigung hat das chinesische Justizministerium bereits Ende Juli erteilt. Die beiden M&A- und Private-Equity-Partner Xiaoyang Li (54) und Chuan Li (38), die ihren beruflichen Schwerpunkt bislang im Kirkland-Büro in Hongkong haben, leiten die neue Präsenz.Thematisch soll über das Büro in der chinesischen Wirtschaftsmetropole der grenzüberschreitende Geschäftsverkehr abgedeckt werden. Kirkland verfügt in den USA über eine der führenden Private-Equity-Praxen und will über Schanghai internationale Fonds bei Transaktionen in China beraten. Daneben sollen chinesische Unternehmen bei der Outbound-Tätigkeit beraten werden.

Berlin

Die Berliner Kanzlei Knauthe verstärkt sich zum Oktober mit dem Experten für privates Baurecht Dr. Andreas Ott. der 45-Jährige war bisher Partner in der für vor allem für ihren baurechtlichen Schwerpunkt bekannten Kanzlei Bornheim v. Rosenthal & Kollegen.Ott arbeitete seit Januar 1997 bei Bornheim v. Rosenthal und wurde dort im Januar 2000 Partner. Seit Anfang 2009 war er im Potsdamer Büro der Kanzlei tätig. Diesen Standort gibt die Kanzlei nun auf, weitere Anwälte sind an diesem Standort jedoch nicht beschäftigt. "Wir haben uns an allen Kanzleistandorten aktuell durch Neueinstellungen von Rechtsanwälten verstärkt", sagte Namenspartner Dr. Helmerich Bornheim. Neben Berlin hat die Kanzlei noch Standorte in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Heidelberg.

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