Markt und Management

Berlin

Arnecke Siebold hat ein Büro in Berlin eröffnet. Seit August ist Oliver Nissen, zuvor Associate im Frankfurter Stammsitz der Kanzlei, dauerhaft in der Bundeshauptstadt tätig. In der Anfangsphase unterstützen ihn die Partner Bernd Thalmann und Michael Siebold."Wir wollen den Standort behutsam mit bestehenden und neuen Mandanten aufbauen; deshalb haben wir klein begonnen", sagte Namenspartner Siebold. An ihrem neuen Standort berät Arnecke Siebold im Gesellschafts-, Transport- und Luftverkehrsrecht, im Medien- sowie im Vergabebereich und will damit nicht nur Mandanten aus der Berliner Region ansprechen. "Insbesondere unsere internationale Klientel hat immer wieder das Bedürfnis nach Vertretung auch aus der Hauptstadt heraus geäußert", so Siebold weiter. "Wir selbst haben ein gewisses Vakuum in Berlin für unsere Art der Dienstleistung ausgemacht."

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Patentrecht

Nach fast 20 Jahren hat der Patentanwalt Alexander Kühn zum August die Münchner Sozietät TBK-Patent verlassen. Der 45-Jährige machte sich selbstständig und arbeitet nun eng mit der mittelgroßen Patent- und Rechtsanwaltskanzlei Winter Brandl Fürniss Hübner Röss Kaiser Polte zusammen, die Büros in München und Freising unterhält. Kühn begann seine berufliche Laufbahn 1989 bei TBK-Patent, wo er auch seine Ausbildung zum Patentanwalt absolvierte. Seit knapp neun Jahren war er Partner der Sozietät. TBK-Patent zählt zu den Traditionsnamen unter den deutschen Patentanwaltskanzleien und legt einen starken Fokus auf die Betreuung asiatischer und inbesondere japanischer Mandanten.

Compliance

Ab sofort ist Dr. Werner Grebe neuer Chief Compliance Officer (CCO) der Deutschen Bahn. Der 49-Jährige kommt von KPMG, wo er Director im Bereich Forensic Services für den Bankensektor war.

Ausbau

Zum September wechselt Dr. Arne Lawall in die deutsche Rechtsabteilung der US-Investmentbank Goldman Sachs. Der 36-Jährige kommt aus dem Frankfurter Büro von Freshfields Bruckhaus Deringer, wo er derzeit als Associate in der Bank- und Finanzpraxis arbeitet. Bei Goldman wird Lawall dem Vernehmen nach den weiteren Ausbau der Segmente Kapitalmarktrecht und strukturierte Finanzierungen verantworten. Er steigt als sogenannter Executive Director and Counsel ein, was einer Position in der mittleren Hierachieebene entspricht.

Management

Milbank Tweed Hadley & McCloy hat Ende Juli ihr weltweites Executive Committee erweitert. Der Münchner Partner Dr. Norbert Rieger (45) wurde im Zuge dessen für die Dauer von drei Jahren in das mittlerweile fünfköpfige Gremium gewählt. Neben vier New Yorker Partnern ist der renommierte Gesellschaftsrechtler damit der einzige ausländische Anwalt im Management der US-Kanzlei.Bis zur diesjährigen Wahl bestand das Executive Committee aus dem Milbank-Chairman Mel Immergut sowie zwei weiteren Mitgliedern. In der erweiterten Struktur findet sich nun neben Corporate-Partner Immergut die neu geschaffene Position des Vice-Chairman, die der Litigation-Partner Scott Edelman innehat. Als weitere Mitglieder neben Rieger gehören Dennis Dunn, der die Restrukturierungspraxis leitet, sowie der Praxisgruppenleiter für Transportation Finance, Drew Fine zu dem Gremium.

Arbeitsrecht

Der Arbeitsrechtler Thomas Dick, einer der Namenspartner der Darmstädter Kanzlei BDH Beckers Dick & Kollegen, wechselt Ende September in das Frankfurter Büro von Avocado Rechtsanwälte. Der 47-Jährige war vor neun Jahren als Equity-Partner zu BDH gekommen und seitdem für den Bereich Arbeitsrecht verantwortlich.Die Trennung von der auf IT-Recht spezialisierten Kanzlei erfolgte einvernehmlich und ist auf fehlende Synergien zurückzuführen: "In den letzten Jahren hat sich mein Geschäft immer mehr in den Projektbereich, insbesondere in Richtung Unternehmens-Umstrukturierungen bewegt", sagte Dick. "Ich bin deshalb froh, dass ich bei Avocado auf gesellschaftsrechtliche Expertise zurückgreifen kann."

Kartellrecht

Shearman & Sterling verliert zum September ihre beiden Brüsseler Kartellrechtspartner. Annette Schild (48) und Silvio Cappellari (41) wechseln vor Ort zu der angesehenen US-amerikanischen Kanzlei Arnold & Porter. Beide gehören zum etablierten Kreis der Brüsseler Kartell- und Europarechtler, Mitte 2001 waren sie von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton gewechselt, um für Shearman die Brüsseler Präsenz aufzubauen.

Verhärtete Fronten

Zwei Salary-Partner aus dem Düsseldorfer Büro von Clifford Chance klagen vor dem Arbeitsgericht gegen die Kanzlei, weil sie im Zuge von Umstrukturierungen in der Partnerschaft gebeten worden seien, die Kanzlei zu verlassen. Wie aus dem Markt bekannt wurde, vertritt der Düsseldorfer Arbeitsrechtler Prof. Dr. Michael Kliemt die beiden Anwälte, während Clifford demnach auf den Gleiss Lutz-Arbeitsrechtler Dr. Martin Diller setzt.

JUVE Awards 2009

Die Nominierten der JUVE Awards 2009 stehen fest. Grundlage der Nominierungen sind die umfangreichen Recherchen der JUVE Redaktion für das JUVE Handbuch. Die Redaktion stützt ihre Auswahl auf Informationen aus mehreren Tausend Gesprächen und schriftlichen Befragungen von Mandanten, Partnern, Nachwuchsanwälten und Richtern. In diesem Jahr kamen so während der Recherche für das JUVE Handbuch 2009/10 mehr als 19.000 Kontakte zusammen. Bei der Auswahl der Preisträger achtet die JUVE Redaktion besonders auf Einschätzungen, die sich nicht nur auf fachliche Kompetenz, sondern auch auf strategische Ausrichtung, Serviceorientierung und Zukunftspotenzial beziehen.

Trennung

Die auf Öffentliches Wirtschaftsrecht ausgerichtete baden-württembergische Kanzlei Wurster Wirsing Schotten hat sich Mitte August getrennt. Ein Teil der Sozietät firmiert künftig unter Schotten Fridrich Bannasch mit Sitz in Freiburg, während der andere Teil als Wurster Wirsing Kupfer Büros in Freiburg und Stuttgart unterhält.Die Gründungspartner von Schotten Fridrich Bannasch, Thomas Schotten (44), Alexandra Fridrich (41) und Till Banasch (41), gehörten rund zehn Jahre Wurster Wirsing und deren Vorgängerkanzlei an.

Schaeffler/Conti-Streit

Investorenvereinbarungen bei Unternehmensübernahmen werden ein gängiges Instrument bleiben. Daran ändert auch die hitzige Diskussion über den Vertrag zwischen Schaeffler und Continental nichts, meint Dr. Arndt Stengel von Clifford Chance. „Der aktuelle Einzelfall ist kein Maßstab dafür, was bei freundlichen Übernahmen sinnvoll ist", so Stengel."Investorenvereinbarungen sind bei öffentlichen Übernahmen üblich. Im Regelfall ziehen der Vorstand der Gesellschaft und der Investor am selben Strang und der Investor erwirbt – anders als im genannten Fall – eindeutig die Kontrolle.“ Der Vorstand wolle mit einer Investorenvereinbarung absichern, welche Absichten der Investor verfolgt. Er muss prüfen, ob die Absichten im Unternehmensinteresse liegen, etwa dann, wenn er entscheidet, ob er eine Due Diligence-Prüfung zulässt. „Die Vereinbarung ermöglicht die Selbstbindung gegenüber der Öffentlichkeit. Ein Investor, der sich nicht an die Vereinbarung hält, macht sich für die Zukunft unglaubwürdig“, so Stengel.