Markt und Management

Inhouse

Peter Kleinschmidt ist seit Ende Januar neuer Chefjurist beim Airbus-Mutterkonzern EADS. Der 54-Jährige war bislang als Senior Vice President beim EADS Operating Officer for Finance für das M&A-Geschäft zuständig.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Köln

Der frühere Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Jörg Robbers verstärkt zum März als of Counsel die Kölner Sozietät Leinen & Derichs. Der 65-Jährige soll vor allem in der Beratung von Krankenhausträgern tätig werden."Wir haben in der DKG viele der Gesetzesvorhaben begleitet und mitgestaltet, die heute von den Krankenhausträgern umgesetzt werden müssen", sagte Robbers. "Hieran möchte ich weiter mitwirken und kann als Rechtsanwalt und Partner der Sozietät sicher noch wertvolle Hilfestellung leisten, bevor ich mich auf das Altenteil zurückziehe."

Erneut Quereinsteiger

White & Case hat ihre Frankfurter Praxis für Equity Capital Markets (ECM) erneut mit einem Quereinsteiger verstärkt. Zum März kommt als Local Partner Dr. Benedikt Gillessen von Freshfields Bruckhaus Deringer. Der 36-Jährige arbeitete seit acht Jahren bei Freshfields, zuletzt als Senior Associate.

Frankfurt

Dewey Ballantine baut ihre Frankfurter Kapitalmarktpraxis erneut mit einem Partner von White & Case aus. Zum März kommt Matthias von Oppen als Local Partner. Der 36-Jährige war in Frankfurt und London insgesamt sieben Jahre lang für White & Case tätig, zuletzt ebenfalls als Local Partner.

Die New Yorker Restrukturierungs-Experten Gary Lee und Karen Ostad haben Lovells verlassen und sich Morrison & Foerster angeschlossen. Lee war bislang Leiter der US-amerikanischen Restrukturierungspraxis von Lovells und galt als einer der Rainmaker des New Yorker Büros. Ostad war Salary-Partner.

30 deutsche Freshfields-Partner müssen ihren Equity-Titel abgeben. Wettbewerber werden nicht mit bissigen Kommentaren sparen: Die einstmals stolze Kanzlei Bruckhaus, niedergestreckt von kaltblütigen Londoner Managern. Doch die Legende vom bösen Angelsachsen, der die armen, wehrlosen deutschen Praxen umstrukturiert, ist Unfug. Denn erstens hat bei allen Kanzleien, die sich zur Herabstufung von Partnern entschieden haben, die Mehrheit der deutschen Partner für diese Maßnahmen gestimmt - sei es bei Freshfields, Linklaters oder Lovells. Zweitens ist das Streben nach besserer Profitabilität nicht etwa typisch angelsächsisch, sondern gehört schlicht zur guten Unternehmensführung.

Voraussichtlich zum Mai eröffnet Lovells ein Büro in Dubai. Für den Start gewann die Kanzlei den renommierten Islamic-Finance-Spezialisten Rahail Ali von Denton Wilde Sapte. Begleitet wird er von den Associates Rustum Shah und Imtiaz Shah, die bei Lovells ebenfalls Partner werden.Leiter des Büros wird der Londoner Finance-Partner Shibeer Ahmed. Hinzu kommen wird außerdem ein Corporate-Partner. Bis zum Jahresende soll der Standort auf 25 bis 30 Anwälte angewachsen sein.

Die Bremer Kanzlei Hansecontract Dr. Sennhenn & Partner hat ein Büro in Hamburg eröffnet. Dr. Christoph Greiner (37), bis 2005 Assetfinanzierungsrechtler im Münchner Büro von Clifford Chance, wechselte vom Bremer Hansecontract-Büro als Standortleiter an die Alster. Zu den Mandanten der Kanzlei in Bremen gehört zum Beispiel das Emissionshaus HCI-Gruppe.

Zum Jahresbeginn ist der Bau- und Vergaberechtler Anush Rienau von Ahlers & Vogel in Hamburg zu Leinemann & Partner gewechselt. Der 44-Jährige steigt im Hamburger Leinemann-Büro als Salary-Partner ein.Rienau hatte seit 2002 das Baurechtsdezernet für die Bremer Kanzlei Ahlers & Vogel in Hamburg aufgebaut. "Mich reizte die ausschließlich in meinem Fachgebiet bestehende Ausrichtung von Leinemann und die damit verbundene Möglichkeit zur Betreuung vieler attraktiver Großprojekte und bundesweiter Vergabeverfahren", sagte er.

Christopher Seagon von Wellensiek, seit November 2006 bereits Insolvenzverwalter der ISE Intex in Morsbach, ist Ende Januar als Verwalter für zwei weitere Unternehmen der ISE-Gruppe bestellt worden. Das Amtsgericht Bonn setzte ihn für die in Bergneustadt ansässigen Gesellschaften ISE Innomotive Systems Europe und ISE Industries ein. Betroffen sind nun insgesamt 3.500 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in Nordrhein-Westfalen, vornehmlich im Oberbergischen Kreis östlich von Köln. Die ISE-Werke produzieren Bauteile für die Automobilindustrie. Seagon konnte in dieser Branche, etwa durch seine Verwaltertätigkeit bei der niedersächsischen Engelmann-Gruppe (JUVE 02/06), in den vergangenen Jahren nützliche Kontakte aufbauen.++++++Zwei Insolvenzverwalter von Kübler kümmern sich um die Fortführung der Maschinenbau-Gruppe Bräuer, die Ende Dezember Insolvenz angemeldet hatte: Thomas Joswig und Kanzleigründer Dr. Bruno Kübler sind an den Standorten Bensheim (Hessen) beziehungsweise Wilsdruff bei Dresden aktiv, um den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Rund 150 Arbeitsplätze sind gefährdet, allerdings hat eine Zwischenfinanzierung durch die Hauptgläubigerin zugunsten der Bräuer-Zentrale in Bensheim die Handlungsfähigkeit dort vorläufig verbessert. Kübler: "Wir stecken zur Zeit in einem Prozess des Auslotens, wie die Interessenlage der potenziellen Investoren aussieht." Von deren Einschätzung hänge es ab, ob die Betriebe gemeinsam vermarktet werden können.+++

Nachdenkliches Erinnern: Weil Anwälte in der NS-Zeit nicht nur Opfer, sondern auch Täter waren, will der Deutsche Anwaltverein mit der Einweihung eines Mahnmal "den Opfern ein Zeichen setzen und gleichzeitig die Diskussion und Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte anstoßen“, so Präsident Hartmut Kilger. Auf zwei Gedenktafeln im Innenhof des Vereinsgebäudes in Berlin sind die Namen von 547 überwiegend jüdischen Anwälten verzeichnet, die Opfer der NS-Herrschaft wurden. Schlichten statt richten: In einem Modellversuch des Amtsgerichts Göttingen soll die gerichtsnahe Mediation bei Zivilstreitigkeiten nun auch Rechtsanwälten offen stehen. Bislang war dies Richtern mit einer entsprechenden Zusatzausbildung vorbehalten. Anwälte, die sich in die Mediatorenliste des Gerichts eintragen lassen wollen, müssen zuvor eine spezielle Ausbildung absolvieren.