Markt und Management

Kübler und Hardraht

Der ehemalige sächsische Innenminister Klaus Hardraht hat die Insolvenzrechts-Kanzlei Kübler nach zwei Jahren wieder verlassen. Hardraht war im August 2002 nach dem Ende seiner politischen Laufbahn zu Kübler gestoßen und wurde Teil des neu geschaffenen, vierköpfigen Führungsgremiums der Sozietät. Von Kübler hieß es, man trenne sich "in freundschaftlichem Einvernehmen", weil sich Hardraht "anderen Aufgaben widmen" wolle.

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Nach Partnerstatusprüfung

Kurz nachdem bekannt wurde, dass Linklaters Oppenhoff & Rädler den Equity-Status von 19 ihrer rund 80 deutschen Partner überprüft, ist auch die Unruhe in der Partnerschaft öffentlich geworden. Anonymen Schreiben zufolge, die an JUVE und das 'Handelsblatt' geschickt wurden, ist die Art und Weise der Statusprüfung von Partnern auch in der "nicht betroffenen Partnerschaft auf teilweise heftige Kritik gestoßen". Interne Regeln seien wiederholt verletzt worden, heißt es in dem Schreiben weiter: "In internen Memoranden wird dem Managing Partner 'Willkür' und das Durchführen einer 'Säuberungswelle' vorgeworfen."

Die, die Hilfe geben, brauchen jetzt selber Unterstützung. Und das nicht zum ersten Mal. Denn mit dem €Kreisverband Berlin-Nordost des Deutschen Rotes Kreuzes€ ist in Berlin bereits der dritte von zehn Kreisverbänden des DRK insolvent geworden. "Ursache für die finanzielle Misere beim DRK sind zum Großteil die hohen Pensionsverpflichtungen für die Rentner", sagte der kaufmännische Leiter des Landesverbandes. Das Problem: Vom Landesverband hatten die Kreisverbände nach ihrer Gründung 1998 viele Mitarbeiter übernommen - und 2001 meldete der Landesverband ebenfalls Insolvenz an.++++ Die 35 festen Mitarbeiter und 260 Ehrenamtlichen des aktuellen Sanierungsfalls DRK Kreisverband Berlin Nord-Ost sind jedoch in erfahrenen Händen. Zum vorläufigen Verwalter durch das Berliner Amtsgericht wurde Joachim Voigt bestellt. Der Namenspartner der in vielen Teilen Ostdeutschlands aktiven Kanzlei Voigt & Scheid verwaltet seit 1999 auch schon den Berliner DRK-Verband Schöneberg-Wilmersdorf und seit 2003 den Verband Neukölln-Treptow. Voigts Mitarbeiter Dr. Lars Gerke gab sich gegenüber der Zeitung 'Die Welt' hinsichtlich der drei Fälle optimistisch. Die Sanierung in Schöneberg-Wilmersdorf sei fast abgeschlossen und in Neukölln seien erste Maßnahmen wie der Umzug einer Sozialstation bereits erfolgreich gelaufen. ++++

Go West: Erst 2007 wird auch Bulgarien vollberechtigtes Mitglied der EU. Vorausschauend hat die größte Kanzlei des Landes Djingov, Gouginski, Kyutchukov & Velichkov, kurz DGKV, bereits im März ihr erstes Auslandsbüro in Frankfurt eröffnet. Geleitet wird das Büro am Main von der Partnerin und Gesellschaftsrechlerin Violetta Kunze. DGKV ist seit ihrer Gründung 1994 in Sofia auf insgesamt neun Partner und über 40 Associates gewachsen. In Frankfurt soll nun die erste Anlaufstelle für ihre deutschen Mandanten für alle bulgarischen Rechtsfrage sein. Durchaus beeindruckend liest sich dabei die Liste der betreuten Unternehmen: Neben BMW und Deutsche Post zählen auch Commerzbank, Deutsche Bank sowie Dresdner Kleinwort Wasserstein und HypoVereinsbank dazu.Als erster deutscher Präsident des Verbandes Europäischer Rechtsanwaltskammern (FBE) wurde Ende Mai der Vizepräsident der BRAK und Präsident der RAK Dr. Ulrich Scharf in Lyon gewählt. Die Posten der Vizepräsidenten gingen an den Franzosen Jean-Francois Arrue, den Schweizer Jean-Pierre Gross und an Mauritio de Tilla aus Spanien. Unter dem Dach der FBE logieren rund 160 regionale Kammern, inklusive der Rechtsanwaltskammern aller Hauptstädte innerhalb der EU.

Dr. Clemens Hasenauer (34) ist seit Juli neuer Partner bei der renommierten Wiener Kanzlei Cerha Hempel Spiegelfeld Hlawati (CHSH). Er kommt von Haarmann Hügel am Ort, wo er seit 2000 tätig war.Hasenauer wird bei CHSH den Bereich Banking & Corporate Finance verstärken. Er leitet die Steuer-Arbeitsgruppe. Seine Spezialgebiete sind nationales und internationales Steuerrecht, M&A, Umgründungen sowie Gesellschaftsrecht.

Peter Rosen, bisher Litigation-Partner bei Mayer Brown Rowe & Maw in Los Angeles, wechselte im Juli zu Latham & Watkins. Rosen vertrat unter anderem Westfield Properties, den Lease-holder der Einkaufszeile im World Trade Center in den Verhandlungen um Versicherungsleistungen wegen der Terrorangriffe vom 11. September 2001. Er verstärkt nach seinem Wechsel das Litigation-Team in dem kalifornischen Latham-Büro. "Er ist ein hervorragender Anwalt mit beeindruckendem Trackrecord bei Prozessen um die Auszahlung von Versicherungsleistungen", erklärt Praxisleiter Andrew Lundberg. Ein US-Anwalt, der ihn auf der Gegenseite der WTC-Prozesse erlebt hat, beschrieb ihn JUVE gegenüber als "klugen Anwalt", der seine Mandanten bestens repräsentiere und "dabei immer Gentleman" bleibe. Rosen hatte Mayer Brown über 20 Jahre angehört, seit 1997 als Partner.

Zum Juli ist Dr. Wolfgang Möllenhoff (42) als Local Partner ins Frankfurter Büro von White & Case eingetreten. Dort wird er das Litigation-Team stärken und insbesondere in bank- und gesellschaftsrechtlichen Auseinandersetzungen einschließlich nationale und internationale Schiedsverfahren tätig sein.

BDH Beckers, Dick & Kollegen hat sich seit Anfang Juli auf Partnerebene verstärkt. Die auf IT- und Arbeitsrecht spezialisierte Kanzlei holte mit Dr. Thomas Lapp (42) einen erfahrenen IT-Spezialisten, der zuletzt als Einzelanwalt tätig war. Lapp ist seit 1991 auf diesen Rechtsbereich spezialisiert und beschäftigt sich insbesondere mit Fragen des Urheberrechts, IT-Projekten, Neue Medien und E-Commerce.

Charters Macdonald-Brown hat Jones Day zum Juli verlassen und seine eigene Kanzlei in London gegründet. Das geht aus britischen Presseberichten hervor. Die neue IP-Kanzlei trägt künftig den Namen Redd. Mit Macdonald-Brown wechselten auch Simon Chalkley, ebenfalls Partner bei Jones Day, und Associate Sara Ashby. Macdonald-Brown gehörte nach Einschätzung von Beobachtern zu den Leistungsträgern der Londoner IP-Praxis. Bis zur Fusion mit Jones Day im Februar 2003 hatte er über 26 Jahre lang die IP-Praxis von Gouldens geleitet.

Die Partnerversammlung von EY Law Luther Menold hat entschieden, ab sofort den Salaried Partner-Status einzuführen. Ziel sei, so Managing Partner Dr. Stefan Kraus, eine klarere Struktur zu schaffen und fusionsbedingte, einzelfallbezogene Regelungen der Vergangenheit zu bereinigen.Bislang gab es bei EY Law ein so genanntes A- und B-Partner-System, wobei die Stufen jedoch beide dem Equity entsprachen. Neben senioritätsbedingten Unterschieden in der Vergütung hatte es lediglich graduelle Unterschiede im Stimmrecht gegeben, sagte Kraus.

Die portugiesische Kanzlei Vasconcelos, Sá Carneiro, Fontes & Associados schließt sich der aus Spanien stammenden Sozietät Uría & Menéndez an. Das geht aus Presseberichten der 'Global Competition Review' (GCR) hervor. Durch den Zusammenschluss würde nach JUVE-Informationen die fünftgrößte Kanzlei auf der iberischen Halbinsel entstehen. Nach Einschätzung der GCR wird Uría & Menéndez, so der Kanzleiname auch nach der Fusion, auf diese Weise zur führenden Kanzlei für Kartellrecht im iberischen Markt. Uría war 2003 mit 12 Berufsträgern bei 'GCR 100' als 78-größte Kartellrechtspraxis der Welt gelistet.

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