Cum-Ex

  Juve Plus Cum-Ex

Es bleibt dabei: Die Schweizer Bank Sarasin muss dem Ulmer Drogerie-Unternehmer Erwin Müller wegen fehlerhafter Beratung bei Anlagegeschäften 45 Millionen Euro zurückzahlen. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart wies heute die Berufung der Bank gegen ein Urteil des Landgerichts (LG) Ulm zurück. Das hatte schon im vergangenen Jahr entschieden, dass Müller das Geld zusteht.

  Juve Plus Erste Anklage im Cum-Ex-Komplex

Insgesamt sechs Beschuldigte sollen sich in einem ersten Strafprozess rund um frühere Cum-Ex-Aktientransaktionen verantworten. Ihnen ist in diesen Tagen die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt zugegangen. Auf 948 Seiten werfen die Ermittler dem Steueranwalt Dr. Hanno Berger sowie drei britischen Investmentbankern der Hypovereinsbank (HVB) und zwei Münchner Privatkundenbetreuern Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall vor. Mehr als 113 Millionen Euro soll der verursachte Schaden betragen.

  Juve Plus Weitere Niederlage für Sarasin

Das Landgericht München I hat einem Geschäftsmann fast 3,4 Millionen Euro Schadensersatz zugesprochen, weil er in Sachen Cum-Ex falsch beraten wurde. Wie im Fall des Drogierieunternehmers Erwin Müller geht es um Fonds der Luxemburger Gesellschaft Sheridan, die von der Schweizer Privatbank Sarasin vertrieben wurden. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Bank den Geschäftsmann nicht ausreichend über die Risiken bei seinen Investitionen aufgeklärt hat.

  Juve Plus Rückblick

Die Finanzkrise verlässt mit der Einstellung des Prozesses gegen frühere HRE-Verantwortliche langsam die Bühne der deutschen Gerichte, doch Banken versorgen die Richter weiterhin zuverlässig mit Arbeit. So nimmt die Aufarbeitung des bisher größten deutschen Steuerskandals gerade erst an Fahrt auf: Im Zusammenhang mit sogenannten Cum-Ex-Deals gab es im zurückliegenden Jahr interne Untersuchungen in Dutzenden von Instituten, Razzien und eine Anklage gegen Protagonisten der ersten Stunde. Auch die VW-Dieselaffäre und diverse Kartellfälle beschäftigen deutsche Gerichte weiter intensiv. Schwer im Kommen: Schadensersatzklagen gegen Lkw-Hersteller.

Cum-Ex-Überraschung

Die Eröffnung des ersten möglichen Strafprozesses zu Cum-Ex-Aktientransaktionen lässt weiter auf sich warten. Auch zwei Monate nachdem die Anklage erhoben wurde, ist sie noch immer nicht zugestellt. Die Vorbereitungen auf das Verfahren laufen dennoch auf Hochtouren: Die zentrale Figur, der in die Schweiz geflüchtete Steueranwalt Dr. Hanno Berger, hat sich überraschende Verstärkung gesichert.

Razzia wegen Cum-Ex

Die Commerzbank wird in diesen Tagen massiv von früheren Aktiengeschäften eingeholt: Steuerfahnder und Staatsanwälte haben exklusiven JUVE-Informationen zufolge am Dienstag die Zentrale der Commerzbank sowie drei Privatwohnungen in Frankfurt und Hanau durchsucht. Der Vorwurf: Schwere Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Aktientransaktionen in den Jahren 2006 bis 2010 mit einem Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro. Der dadurch mutmaßlich entstandene Steuerschaden soll sich auf rund 40 Millionen Euro belaufen.

Cum-Ex-Durchsuchung

Nach und nach sickern mehr Details zur Durchsuchung der Frankfurter Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer in der vergangenen Woche durch: Die Sozietät holte sich zur Verteidigung ihrer Interessen während des Zugriffs Dr. Stefan Kirsch, Partner der Spezialkanzlei HammPartner an die Seite. Freshfields-Steuerchef Dr. Ulf Johannemann, gegen den die Strafverfolger wegen etwaiger Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermitteln, mandatierte den bundesweit bekannten Strafverteidiger Prof. Dr. Werner Leitner.

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Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt durchsucht. Das hat die Kanzlei JUVE gegenüber bestätigt. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Razzia bereits in der vergangenen Woche stattgefunden. Dem Bericht zufolge geht es um ein Gutachten von Freshfields zu Cum-Ex-Geschäften.

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Der erste Strafprozess rund um frühere Cum-Ex-Aktientransaktionen rückt näher. Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat laut Medienberichten Anklage gegen mehrere Beschuldigte erhoben, darunter den Steueranwalt Dr. Hanno Berger und mehrere Bankmanager. Der Vorwurf lautet auf Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall. Zuerst hatte darüber die ‚Süddeutsche Zeitung’ berichtet. Die Staatsanwaltschaft wollte den Bericht auf JUVE- Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

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Allen & Overy und der Frankfurter Finanz- und Prozessexperte Kai Schaffelhuber (47) gehen getrennte Wege. Der Partner schied in der vergangenen Woche plötzlich aus der britischen Sozietät aus, für die er seit 2010 tätig war. Er werde eine Aufgabe in der Finanzindustrie übernehmen, die ihm mehr Spielraum erlaube und in deren Zentrum vor allem Rechtsstreite um Finanzrisiken stünden, so Schaffelhuber in einer Mail an Geschäftspartner und Mandanten.

  Juve Plus Millionenschwerer Schadensersatz

Drogerieunternehmer Erwin Müller soll 45 Millionen Euro Schadensersatz von der Schweizer Privatbank Sarasin bekommen. Das hat heute das Ulmer Landgericht entschieden. Es ging darum, ob die Bank den Ulmer Unternehmer bei sogenannten Cum-Ex-Deals falsch beraten hatte.