Insolvenzen

  Juve Plus

Rund fünf Monate nach der Insolvenz der Philipp Holzmann AG sind einige große Beteiligungen des Bauunternehmens verkauft worden.Den letzten großen Deal stellte im August die Übernahme der HSG Philipp Holzmann Technischer Service GmbH dar, eines der Filetstücke des Konzerns. Die Facility Managment Gesellschaft wurde vom Konkurrenzunternehmen Bilfinger Berger für 43,8 Millionen Euro erworben.

  Juve Plus Insolvenz

Der aus der Bundeshauptstadt stammende Anwalt Rolf Rattunde vom Berliner Insolvenz-Primus Leonhardt & Partner ist zum vorläufigen Verwalter der Berliner Handelskette Electronic von A-Z bestellt worden. Das Unternehmen mit 230 Mitarbeitern und 18 Standorten in Berlin, Brandenburg und Sachsen ist nach Angaben von Geschäftsführerin Ilona Reulecke frei von Bankschulden und plant die Fortführung von zehn Filialen mit 120 Arbeitnehmern.(JP)

  Juve Plus Insolvenz

Nach dem Lausitzer Transport-Ballonbauer Cargolifter Anfang Juni ist ein weiteres Vorzeigeprojekt der brandenburgischen Landesregierung in die Pleite geschliddert. Die Betreiber- und Besitzunternehmen des Lausitzrings mussten Insolvenz anmelden, nachdem sich kein Investor für eine Übernahme der Rennstrecke fand. Gescheitert sein sollen Übernahmen unter anderem an der komplexen Eigentümerstruktur. An der Betreibergesellschaft Lausitzring Betriebs- und Managementgesellschaft mbH sind die zur Bankgesellschaft Berlin gehörende IBG und der ADAC Berlin-Brandenburg beteiligt. An der Besitzgesellschaft Lausitzring GmbH & Co. KG sind neben der IBG der technische Überwachungsverein Dekra und der Kreis Oberspreewald-Lausitz engagiert. Es wird nun am vom Amtsgericht Cottbus bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter Udo Feser von der Berliner Kanzlei Feser & Spliedt liegen, klare Strukturen zu schaffen.

  Juve Plus Insolvenz

Mit in den Pleitestrudel gerissen wurde die Photo-Porst-Mutter PixelNet AG. Sie kaufte Porst im Februar 2001 für den symbolischen Preis von einer Mark und plante durch die Einrichtung digitaler Annahmestationen in den Filialen, eine Verbindung zwischen herkömmlichem und Online-Fotogeschäft zu schaffen. Dieser Versuch kostete PixelNet offensichtlich viel – die Rede ist von rund 15 Millionen Euro, die das im sachsen-anhaltinischen Wolfen angesiedelte Unternehmen an Porst überwiesen habe. Das war zu viel: Ungefähr eine Woche nach der Tochter zog mit Dr. Volkhard Frenzel aus der halleschen Insolvenzkanzlei Frenzel & Partner auch bei PixelNet der vorläufige Verwalter ein. Zudem musste die andere Pixelnet-Tochter ORWO Media beim Amtsgericht Dessau ebenfalls Insolvenz beantragen. Hier agiert der Frenzel-Partner Nikolaus Schmidt als vorläufiger Verwalter.

  Juve Plus Insolvenz

Hier muss der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck (Dr. Beck & Partner) das retten, was zu retten ist. In dem Unternehmen mit etwa 2000 Filialen sind rund 1200 Arbeitsplätze bedroht. Ende Juni hieß es, es gebe drei bis vier mögliche Investoren für Photo Porst. Die Bestellung von Beck ist keine Überraschung. Der Rechtsanwalt gilt seit Jahren als der führende Nürnberger Verwalter.

  Juve Plus Insolvenzticker

In den vergangenen Wochen dominierte wieder einmal eine Großinsolvenz die Schlagzeilen. Der Oberhausener Maschinenbauer Babcock Borsig ist pleite. Daneben traf es weitere bekannte Unternehmen, allen voran den traditionsreichen Nürnberger Foto-Filialisten Photo Porst.

  Juve Plus Insolvenz

Eine große Pleite hat im Juni 2002 den Südwesten der Republik heimgesucht. Mit dem Hersteller für Leiterplatten von Servern, der Sindelfinger STP Elektronische Systeme GmbH, musste ein Unternehmen Insolvenz beantragen, in dem bereits seit März vergangenen Jahres 800 Mitarbeiter kurzarbeiteten. In die Tochtergesellschaft des schwäbischen Familienunternehmens Mayer & Cie schickte das Stuttgarter Amtsgericht den Anwalt Dr. Volker Viniol von der Stuttgarter Insolvenzkanzlei Dr. Viniol, Rek + Partner.

  Juve Plus

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht zur Ruhe. In den Gazetten heißt es fast täglich “Die Verhandlungen zwischen Banken und Unternehmen sind gescheitert, so dass ein Insolvenzantrag unvermeidbar war.”

  Juve Plus Insolvenz

Dr. Wulf-Gerd Joneleit aus der Bochumer Traditionskanzlei Joneleit, Heineshoff, Schran kann sich als vorläufiger Verwalter bei der Phenomedia AG mit dem Computerspiel Moorhuhn die Zeit vertreiben. Moorhuhn-Erfinder Phenomedia hatte Insolvenz anmelden müssen, nachdem der ehemalige Vorstandschef und der ehemalige Finanzvorstand im März zugaben, die Bilanzen um zehn Millionen Euro geschönt zu haben. 40 der knapp 90 Mitarbeiter seien bereits gekündigt worden, teilte ein Phenomedia-Sprecher Ende Mai mit.(JP)

  Juve Plus Insolvenz

Die Lübecker Flender-Werft AG hat Insolvenzantrag gestellt. IG Metall und Kreditinstitute warfen dem Unternehmen Managementfehler vor, aktueller Anlass der wirtschaftlichen Schwierigkeiten war aber, dass zwei sogenannte Superfast-Fähren nicht an den griechische Reederei Attica ausgeliefert werden konnten. Zum vorläufigen Verwalter der Reederei mit 800 Mitarbeitern wurde der Hamburger Anwalt Walter Peters (Witt & Peters) bestellt. Peters, von Kollegen als „alter Haudegen“ bezeichnet, ist seit knapp 30 Jahren als Verwalter tätig und wickelte bereits 1986 den Konkurs der Rendsburger Werft Nobis Krug ab.

  Juve Plus Insolvenz

Mit Dr. Biner Bähr ist ein weiterer White & Case, Feddersen-Anwalt im Mai zum Verwalter ernannt worden. Dem Düsseldorfer Partner der Sozietät ist es gelungen, für den sich im Insolvenzverfahren befindlichen Kinowerber RMB Deutschland einen Investor zu finden. Dieser, die ROWO Holding GmbH, vermarktet Kinos in Süddeutschland, so dass RMB offensichtlich gut in das Portfolio von ROWO passt.(JP)