Insolvenzen

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Linklaters Oppenhoff & Rädler hat das US-Unternehmen SPX Corporation beim Kauf des weltweiten Kühlturmgeschäfts von der insolventen Babcock Borsig AG beraten. Bei dem 56-Millionen-Euro-Deal wurde nach Einschätzung von Linklaters rechtliches Neuland betreten. Erstmals sei ein wesentlicher Unternehmensteil im Stadium der vorläufigen Insolvenz veräußert worden.Der federführende Partner Wolfgang Sturm hob gegenüber JUVE hervor, dass der zum vorläufigen Insolvenzverwalter eingesetzte Dr. Helmut Schmitz von Schmitz und Schmitz Rechtsanwälte (JUVE Rechtmarkt 08/02) vom Gericht speziell für die Transaktion vom sogenannten schwachen zum starken Verwalter gemacht worden sei. „Nur so war Schmitz in der Lage, Verpflichtungen zu Lasten der Masse einzugehen. Damit sind wir von der gesetzlichen Regel abgewichen, nach der es während der vorläufigen Insolvenzverfahrens primär auf die Sicherung und Erhaltung der Masse ankommt“, sagte Sturm.

Dr. Christoph Junker hat mit weiteren Anwälten die Sozietät Kübler verlassen und seine eigene Insolvenzrechtsboutique Dr. Junker & Kollegen gegründet.Junker gehörte zu den profiliertesten Kübler-Anwälten und arbeitete seit 1984 in der Sozietät, davon in den letzten 13 Jahren als Partner. 2002 wurde Junker in einem bundesweit beachteten Mandat zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Zwickauer Automobilzulieferers Sachsenring AG, dem ehemaligen Trabant-Produzenten, bestellt.

Ein Anwaltsteam von White & Case, Feddersen berät bereits seit April 2002 die Münchner Premiere Fernsehen GmbH & Co. KG bei ihrer Restrukturierung und der Akquisition neuer Investoren.Der Pay-TV-Sender, eine Schwestergesellschaft von Kirch Media, war zuvor der Insolvenz der Kirch-Unternehmen entgangen.

Die Staatsanwaltschaften Augsburg und nun auch München ermitteln in zwei Fällen von New-Economy-Insolvenzen gegen Mitarbeiter der WP-/StB-Gesellschaft von Haarmann Hemmelrath.Dies berichtet der "Spiegel". Gegenüber JUVE wies Prof. Dr. Wilhelm Haarmann die Vorwürfe gegen seine Wirtschaftsprüfer zurück. „Unsere Leute haben richtig und gut gearbeitet.“ Haarmann ist mit der betroffenen Haarmann, Hemmelrath & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (HHP) durch eine Holding-GbR personell verbunden.

Dan Hamilton wird neuer Partner im Londoner Büro von White & Case. Der Anwalt, seit 1994 Partner bei CMS Cameron McKenna, gilt als Restrukturierungsspezialist.Beobachter erkannten in den letzten Monaten eine Tendenz, dass US-amerikanische Kanzleien zunehmend englische Experten für insolvenzrechtliche Fragestellungen im Vereinigten Königreich gewinnen.

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Rund fünf Monate nach der Insolvenz der Philipp Holzmann AG sind einige große Beteiligungen des Bauunternehmens verkauft worden.Den letzten großen Deal stellte im August die Übernahme der HSG Philipp Holzmann Technischer Service GmbH dar, eines der Filetstücke des Konzerns. Die Facility Managment Gesellschaft wurde vom Konkurrenzunternehmen Bilfinger Berger für 43,8 Millionen Euro erworben.

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Der aus der Bundeshauptstadt stammende Anwalt Rolf Rattunde vom Berliner Insolvenz-Primus Leonhardt & Partner ist zum vorläufigen Verwalter der Berliner Handelskette Electronic von A-Z bestellt worden. Das Unternehmen mit 230 Mitarbeitern und 18 Standorten in Berlin, Brandenburg und Sachsen ist nach Angaben von Geschäftsführerin Ilona Reulecke frei von Bankschulden und plant die Fortführung von zehn Filialen mit 120 Arbeitnehmern.(JP)

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Nach dem Lausitzer Transport-Ballonbauer Cargolifter Anfang Juni ist ein weiteres Vorzeigeprojekt der brandenburgischen Landesregierung in die Pleite geschliddert. Die Betreiber- und Besitzunternehmen des Lausitzrings mussten Insolvenz anmelden, nachdem sich kein Investor für eine Übernahme der Rennstrecke fand. Gescheitert sein sollen Übernahmen unter anderem an der komplexen Eigentümerstruktur. An der Betreibergesellschaft Lausitzring Betriebs- und Managementgesellschaft mbH sind die zur Bankgesellschaft Berlin gehörende IBG und der ADAC Berlin-Brandenburg beteiligt. An der Besitzgesellschaft Lausitzring GmbH & Co. KG sind neben der IBG der technische Überwachungsverein Dekra und der Kreis Oberspreewald-Lausitz engagiert. Es wird nun am vom Amtsgericht Cottbus bestellten vorläufigen Insolvenzverwalter Udo Feser von der Berliner Kanzlei Feser & Spliedt liegen, klare Strukturen zu schaffen.

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Mit in den Pleitestrudel gerissen wurde die Photo-Porst-Mutter PixelNet AG. Sie kaufte Porst im Februar 2001 für den symbolischen Preis von einer Mark und plante durch die Einrichtung digitaler Annahmestationen in den Filialen, eine Verbindung zwischen herkömmlichem und Online-Fotogeschäft zu schaffen. Dieser Versuch kostete PixelNet offensichtlich viel – die Rede ist von rund 15 Millionen Euro, die das im sachsen-anhaltinischen Wolfen angesiedelte Unternehmen an Porst überwiesen habe. Das war zu viel: Ungefähr eine Woche nach der Tochter zog mit Dr. Volkhard Frenzel aus der halleschen Insolvenzkanzlei Frenzel & Partner auch bei PixelNet der vorläufige Verwalter ein. Zudem musste die andere Pixelnet-Tochter ORWO Media beim Amtsgericht Dessau ebenfalls Insolvenz beantragen. Hier agiert der Frenzel-Partner Nikolaus Schmidt als vorläufiger Verwalter.

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Hier muss der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Siegfried Beck (Dr. Beck & Partner) das retten, was zu retten ist. In dem Unternehmen mit etwa 2000 Filialen sind rund 1200 Arbeitsplätze bedroht. Ende Juni hieß es, es gebe drei bis vier mögliche Investoren für Photo Porst. Die Bestellung von Beck ist keine Überraschung. Der Rechtsanwalt gilt seit Jahren als der führende Nürnberger Verwalter.

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In den vergangenen Wochen dominierte wieder einmal eine Großinsolvenz die Schlagzeilen. Der Oberhausener Maschinenbauer Babcock Borsig ist pleite. Daneben traf es weitere bekannte Unternehmen, allen voran den traditionsreichen Nürnberger Foto-Filialisten Photo Porst.