Insolvenzen

Zum dritten Mal

Der Räderhersteller BBS hat einen Antrag auf Insolvenz gestellt. Das zuständige Amtsgericht Rottweil hat Thomas Oberle von SZA Schilling Zutt & Anschütz als Verwalter bestellt. Es ist bereits das dritte Mal, dass das Unternehmen Insolvenz anmeldet.

Insolvenz

Nach langer Unklarheit über die Lage bei der Immobiliengruppe haben Kernunternehmen der German Property Group beim Amtsgericht Bremen Insolvenz beantragt. Der Görg-Partner Prof. Dr. Gerrit Hölzle wurde zum vorläufigen Verwalter im Rahmen einer Insolvenz der gesamten Unternehmensgruppe bestellt.

Hamburg

In Hamburg gibt es ab August eine weitere neue Kanzlei: Fünf Partner von WZR Rechtsanwälte haben den Spin-off Brook Rechtsanwälte gegründet. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um das ehemalige Arbeitsrechts- sowie das IP/IT-Team von WZR, denen auch Anwälte aus dem Gesellschafts- und Insolvenzrecht folgen.

  Juve Plus Einstandspflicht

Im Fall der Insolvenz einer Pensionskasse und der anschließenden Insolvenz des Arbeitgebers muss der Pensionssicherungsverein nur einstehen, wenn die Pensionskasse die nach der Versorgungszusage des Arbeitgebers vorgesehene Leistung um mehr als die Hälfte kürzt oder das Einkommen des ehemaligen Arbeitnehmers unter die Armutsgefährdungsschwelle fällt. Das hat das Bundesarbeitsgericht in einem Grundsatzverfahren klargestellt.

  Juve Plus Pharma

Der deutsche Pharmazulieferer Vetter Pharma hat die erst 2018 in Betrieb genommene Produktionsstätte der Impletio Wirkstoffabfüllung in Rankweil übernommen. Der Wirkstoffabfüller hatte Ende 2019 Insolvenz angemeldet, nachdem Qualitätsmängel zu einem Produktionsstopp geführt hatten.

Automotive-Krise

Der Autozuliefersektor verzeichnet weitere große Insolvenzfälle. Beim Amtsgericht Hildesheim begann ein Schutzschirmverfahren für das Gussunternehmen KSM Castings, in dem ein bewährtes Team von Görg die Hauptrolle übernommen hat. Im Saarland begab sich die Nanogate-Gruppe ebenfalls unter einen Schutzschirm, hier sind zwei Partner der Kanzlei Abel und Kollegen in der Führungsrolle.

  Juve Plus Wirecard

Der größte Bilanzskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte beschäftigt inzwischen Heerscharen von Anwälten, und manche ganz besonders: Neben Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé sind dies etwa die Berater des Unternehmens und Anlegervertreter. Zudem wappnen sich einzelne Manager mit juristischem Beistand. Allein Markus Braun, bis vor Kurzem noch Vorstandschef, hat nach JUVE-Informationen fünf Kanzleien mandatiert.

Spin-off bei Görg

In Köln haben im Juli fünf ehemalige Görg-Anwälte eine neue Kanzlei gegründet, die sich unter dem Namen Reitze & Wilken auf Restrukturierungen, Gesellschaftsrecht und Prozessführung fokussiert. Die Neugründung steht in einer Reihe von Weggängen aus dem Kölner Görg-Büro in jüngerer Zeit.

  Juve Plus Insolventes Warenhaus

Am Mittwochmorgen hat das Amtsgericht Essen plangemäß die Insolvenz in Eigenverwaltung von Galeria Karstadt Kaufhof und acht verbundenen Unternehmen eröffnet. Zum Sachwalter wurde Frank Kebekus berufen. Schon vorher war klar, dass der Warenhauskonzern 62 von 172 Niederlassungen schließen wird. Rund 8.000 der insgesamt rund 30.000 Mitarbeiter werden entlassen. Auf die entsprechenden Sozialtarifverträge hatten sich die Geschäftsführung mit den Gewerkschaften Verdi und NGG bereits kurz vor Abschluss des Schutzschirmverfahrens geeinigt. Der österreichische Mutterkonzern Signa kündigte zudem an, noch 366 Millionen Euro als Sanierungsbeitrag in die Hand zu nehmen.

  Juve Plus Wirecard

Der in einen Milliardenskandal verstrickte Zahlungsdienstleister Wirecard steht am Abgrund. Das Unternehmen reichte Ende Juni einen Insolvenzantrag ein. Die Insolvenz kann auch Tochtergesellschaften treffen, ausgenommen bleiben soll die Wirecard Bank. Diese wird laut Wirecard mit Einverständnis der Finanzaufsicht BaFin finanziell und organisatorisch von der Muttergesellschaft abgekoppelt. Weltweit beschäftigt Wirecard etwa 5.800 Mitarbeiter.

Insolvenz-Schutzschirm

Der Lichttechnikproduzent Vossloh-Schwabe strebt eine Sanierung in Eigenverwaltung an. Für das Schutzschirmverfahren wurden Ende Mai zwei Partner von AC Tischendorf in die Geschäftsführung berufen: Sven Tischendorf als Chief Restructuring Officer und Dr. Alexander Höpfner als Chief Insolvency Officer. Zu Sachwaltern bestellte das Amtsgericht Stuttgart Dr. Holger Leichtle und Simone Kaldenbach, die noch bei Schultze & Braun tätig sind.