Insolvenzen

Pickenpack-Gruppe

Die in Lüneburg ansässige Pickenpack-Gruppe, die mit rund 700 Mitarbeitern tiefgekühlte Fischprodukte herstellt, hat Insolvenz angemeldet. Zum vorläufigen Verwalter der vier betroffenen Gesellschaften ernannte das Amtsgericht Lüneburg Friedrich von Kaltenborn-Stachau (43) von BRL Boege Rohde Luebbehuesen. Von Kaltenborn betreut das Unternehmen mit einem zehnköpfigen Team und will den Geschäftsbetrieb in vollem Umfang fortführen.

Bio ohne Masse

Ende November hat die EEV BioEnergie GmbH & Co. KG einen Insolvenzantrag gestellt, um ihren Kraftwerksbetrieb zu sanieren. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Meppen Dietmar Penzlin aus der Hamburger Kanzlei Schmidt-Jortzig Petersen Penzlin. Damit wurde die Kraftwerksgesellschaft von ihrer Muttergesellschaft, der EEV AG, abgetrennt. Die Konzernmutter hatte die Gesellschaft 2012 für rund 16,5 Millionen Euro gekauft.

Zielpunkt-Insolvenz

Der Wiener Anwalt Dr. Georg Freimüller ist heute zum Masseverwalter der insolventen Handelskette Zielpunkt bestellt worden. Der Namenspartner von Freimüller Obereder Pilz galt unter Wiener Insolvenzexperten als Favorit für das Amt, nachdem in der vergangenen Woche die bevorstehende Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens publik geworden war.

Großinsolvenz

Die oberösterreichische Lebensmittelkette Zielpunkt meldet in den kommenden Tagen Insolvenz an. Über 2.500 Mitarbeiter sind davon betroffen, zudem dürfte die Pleite auch Auswirkung auf den zugehörigen Logistikbetrieb der Zielpunkt-Mutter Pfeiffer sowie zahlreiche Zulieferer haben. Während sich die Insolvenzrechtsszene fragt, wer wohl zum Masseverwalter bestellt wird, stehen nach exklusiven JUVE-Informationen zwei Mandatierungen schon fest.

  Juve Plus Kettcar-Hersteller

Die Zweirad-Einkaufs-Gemeinschaft (ZEG) übernimmt die Fahrradsparte des insolventen Freizeitgeräte-Herstellers Kettler. Kettler, ein Familienunternehmen im Sauerland, hatte im Juni Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Größter Gläuber ist ein US-Investor.

Rheinland

Mitte November hat Insolvenzverwalter André Seckler (47) die Kanzlei Kebekus et Zimmermann verlassen und sich Schiebe und Collegen angeschlossen. Für Schiebe leitet Seckler jetzt neue Büros in Aachen sowie in Euskirchen, im Einzugsgebiet des Amtsgerichts Bonn.

Insolvenzverwaltung

Dr. Franz Zilkens (37) verstärkt seit Monatsbeginn als Partner die Insolvenzkanzlei Voigt Salus. Zilkens ist als Insolvenzverwalter in Köln und Bonn tätig und wechselte von der AHW Insolvenzverwaltung.

Insolvenz

Das Berliner Logistikunternehmen MyLorry, das unter dem Namen Food Express Restaurants und Endkunden beliefert, hat im November Insolvenz angemeldet. Noch bis Ende des Jahres soll ein strategischer Investor gefunden werden, der entweder den Geschäftsbetrieb erwirbt oder Geld für einen Insolvenzplan zur Verfügung stellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg Jesko Stark, Partner von Leonhardt Rattunde.

Stuttgart

Die Insolvenzkanzlei Schultze & Braun hat ihr Stuttgarter Büro mit einem in der Region gut vernetzten of Counsel verstärkt. Der ehemalige Vize-Vorstandschef der in Karlsruhe ansässigen Landeskreditbank Baden-Württemberg (L-Bank), Dr. Manfred Schmitz-Kaiser (64) kam im November dazu.

  Juve Plus HSH-Rettung

Die Rettung der HSH-Nordbank vor der Insolvenz vor vier Jahren mit staatlichen Beihilfen war rechtmäßig. Zudem durften Minderheitsaktionäre an den Kosten der Rekapitalisierung beteiligt werden. Dies entschied das Europäische Gericht (EuG) und wies die Klagen zweier Investmentholdings ab (T-499/12). Diese hatten wegen ihrer Verluste bei der milliardenteuren Rettung der HSH geklagt.