Legal Tech und Legal Operations

Legal Tech

Das Legal Process & Technology Team von KPMG Law hat sich mit gleich zwei Legal-Tech-Experten verstärkt: Neben Sven von Alemann, Anwalt und Mitgründer des Münchner Start-up Rfrnz, steigt auch der ehemalige Syndikus und Legal Project Manager Conrad Bauer ein. Beide starten als Senior-Manager, was in anderen Kanzleien dem Status eines Salary-Partners entspricht.

Stühlerücken

Stefan Schwarz wird künftig von Düsseldorf aus die globalen Legal-Operations-Aktivitäten von Linklaters leiten. Damit verlegt – soweit bekannt – erstmals eine Magic-Circle-Kanzlei die weltweite Leitung einer Business-Funktion auf den europäischen Kontinent. Astrid Altmann Forbes, bisher Leiterin Strategie, Business Development und Marketing bei Linklaters, übernimmt Schwarz' Rolle des Chief Operating Officer der deutschen Büros der Kanzlei.

Umsatz 2020

Zum siebten Mal in Folge konnte Hogan Lovells in Deutschland ihre Umsätze ausbauen. An den fünf deutschen Standorten erwirtschaftete die Kanzlei 2020 trotz Pandemie insgesamt 268 Millionen Euro. Auch die Produktivität stieg, wenn auch weniger als die Erlöse.

Inhouse

Die Corona-Pandemie hat dem Thema Legal Tech neuen Schwung gegeben. Wie die JUVE-Inhouse-Umfrage zeigt, ist die Mehrheit der Unternehmensjuristen überzeugt, dass die Pandemie auch langfristig in diese Richtung wirken wird. Davon abgesehen stehen viele Inhouse-Juristen den existierenden Tech-Angeboten noch immer skeptisch gegenüber.

Legal Tech

Die Konsolidierung im Legal-Tech-Markt geht weiter: Ende vergangenen Jahres hat das Münchner Start-up Rfrnz seinen Betrieb eingestellt. Ein Team um zwei der drei Rfrnz-Gründer dockte bei Freshfields Bruckhaus Deringer an, um dort den Bereich Global Technology & Innovation zu verstärken. Die Rfrnz-Mannschaft ist auf Machine Learning spezialisiert.

Inhouse-Verband

Nordamerikanische Chefjuristen bewegen sich derzeit auf einem sehr ähnlichen Kurs wie ihre deutschen Kollegen: Legal Operations wird immer wichtiger, Vertragsmanagement digitaler und die Risikolandschaft komplexer. Klare Unterschiede bleiben dennoch.

Legal Tech

Der Legal Tech Hub Vienna (LTHV) richtet für Kanzleien und Unternehmen ein neues Beratungsprogramm ein. Die ‚Fast Track Challenge‘ sieht vor, dass Juristen Probleme beim Technologieeinsatz mit Experten des LTHV erörtern und in einer achtwöchigen Arbeitsphase gemeinsam mit Entwicklern mögliche Lösungen erarbeiten. Das Angebot wendet sich auch an Rechtsabteilungen und Kanzleien in Deutschland und der Schweiz.

Kanzleien vs. Inkasso

Die Bundesregierung hat einen Entwurf für das neue Legal-Tech-Gesetz abgesegnet, der leicht vom bisherigen Referentenentwurf abweicht. Der ‚Legal Tech Verband Deutschland‘ begrüßt das Gesetz, moniert aber, dass das Verbot von Erfolgshonoraren nicht vollständig gestrichen wird. Dadurch werde der ungleiche Wettbewerb zwischen Inkassounternehmen und Kanzleien weiter vergrößert.

Recruiting-Paradies

Berlin bleibt eben doch sexy. Diese Meinung vertreten junge Juristen schon seit Jahren. Schon länger sind die Büros von Großkanzleien in der Hauptstadt eher auf Schrumpfkurs, auch das von Freshfields Bruckhaus Deringer. Nun wächst es wieder dank Hub, Lab und der Praxis für Konfliktlösung. Die Kanzlei verpflanzte einen Teil ihrer Mannschaft nach Berlin und nutzt den Standort zum Recruiting.

Wachstumsschub

Schalast & Partner setzt ihren Wachstumskurs zum Jahreswechsel mit Nachdruck fort: Die Kanzlei mit Hauptsitz in Frankfurt eröffnet neue Büros in Stuttgart und Düsseldorf, insgesamt wächst die Kanzlei bundesweit um zwölf neue Partner.

azur Awards 2021

Die Finalisten für die azur Awards 2021 stehen fest. Die insgesamt 15 Nominierungen sind das Ergebnis intensiver Recherche unter den juristischen Arbeitgebern, wie immer auf der Basis der azur-Umfragen unter Associates und Bewerbern. Mit den Awards zeichnet die azur-Redaktion des JUVE Verlags in drei Kategorien Arbeitgeber für ihr besonderes Engagement bei der Förderung des juristischen Nachwuchses aus. Am 4. März 2021 werden die Sieger bekannt gegeben.