Pricing

  Juve Plus Market Intelligence Stundensätze

Im vergangenen Jahr sind die Stundensätze im Durchschnitt stabil geblieben − nachdem sie 2023 den größten Sprung seit 15 Jahren gemacht hatten. Besonders kostspielig ist die Beratung in Strafrecht und…

Pricing

Ob die Billable Hour tot, untot oder quicklebendig ist, spielt gar keine so große Rolle. Kanzleien und Rechtsabteilungen sind längst dabei, differenzierte Pricing-Modelle zu entwickeln. Und KI ist bereits im Alltag angekommen. Das zeigte überraschend deutlich die erste JUVE Pricing Legal Services Conference in Frankfurt.

KI als Kostenfaktor

‚Schneller, höher, weiter‘ − das Motto der ersten Olympischen Spiele passt auch zu den Erwartungen, die an den Einsatz von KI geknüpft sind. Ergänzen müsste man das Motto aber noch um ‚günstiger‘. Denn der Einsatz von KI verspricht viel. Vor allem Rechtsabteilungen hoffen darauf, dass sich ihre Kosten für externe Rechtsberatung dadurch deutlich reduzieren lassen. Aber ist KI wirklich die eierlegende Wollmilchsau, die alles günstiger machen wird? JUVE hat drei Pricing-Experten gefragt.

Gut gescoped ist halb gepriced

„KI spart kein Geld und wird das auch nie tun“, erklärte ein KI-Experte kürzlich in einem Workshop, zum großen Erstaunen der Zuhörer. Doch sie ist ein Mittel zur Produktivitätssteigerung, zum Beispiel, in dem man neue Beratungsfelder erschließt. Daran tüftelt gerade das Innovationsteam von Norton Rose Fulbright.

JUVE-Inhouse-Umfrage

Die meisten Mandanten in Deutschland sind mit ihren Beraterinnen und Beratern überaus zufrieden. Dennoch hat sich über die Hälfte der Unternehmen in den letzten zwei Jahren von Kanzleien getrennt. Das hat vor allem einen Grund.

Pricing-Modelle

Kühne KI-Visionen einerseits, Festhalten an eingeschliffenen Abläufen andererseits – bei der Mandatierung und Steuerung externer Rechtsberater klaffen Wunsch und Wirklichkeit in vielen Rechtsabteilungen noch weit auseinander. Doch allmählich kommt Bewegung in die Sache. JUVE hat sich zwei Praxisbeispiele angeschaut.

  Juve Plus Pricing-Konferenz

10 Millionen Euro externe Anwaltshonorare hat sie seit 2020 gespart, berichtet eine Legal-Operations-Verantwortliche eines Großkonzerns. Wie sie das geschafft hat, erläuterte sie auf der Buying Legal EMEA Conference in London.

Pricing-Experte

Der Einsatz von KI hat das Potenzial, das gesamte Wirtschaftsmodell ‚Anwaltskanzlei‘ auf den Kopf zu stellen – und damit auch die Abrechnung . Ob Kanzleien durch die Veränderungen aussterben wie die Dinosaurier oder sich neu erfinden, hängt von ihnen selbst ab, meint Pricing-Experte Richard Burcher. Für JUVE hat er drei Thesen zum Thema KI und Pricing aufgestellt.

Interview

Die Preise für die Arbeit von Kanzleien sind zu intransparent, findet eine Gruppe von Professoren, Inhouse- und Kanzleianwälten – und hat daher den Deutschen Vergütungsrat gegründet. Der will einen "Honorarkodex" erarbeiten und bald Berater zertifizieren. JUVE sprach über das Projekt mit Prof. Dr. Jens Prütting von der Bucerius Law School. Er ist der erste Senatspräsident des Gremiums.