Private Equity

  Juve Plus Zwei Längen vorn? - Staffellauf im Mandatsrennen / Konflikte machen’s möglich

Sie haben die Deals, nach denen sich alle Private Equity-Anwälte die Finger lecken. In der PE-Szene haben sie seit der - 31,4 Milliarden Dollar schweren – feindlichen Übernahme des amerikanischen Lebensmittelkonzerns RJR Nabisco 1989 einen nahezu mythischen Status erreicht. Überhaupt gelten sie im Vergleich zu anderen PE-Häusern und industriellen Investoren als regelrechtes Powerhouse: Kleine schlagkräftige Teams, die enorm professionell arbeiten und nicht zuletzt in dem Ruf stehen, sehr gut mit externen Beratern zusammenzuwirken. Sie haben sich bei ihrem Einstieg in den deutschen Markt zwar ein wenig mehr Zeit gelassen als andere, doch in letzter Zeit haben sie mit spektakulären Deals mit voller Wucht zugeschlagen. Die Rede ist von Kohlberg Kravis Robert & Co., kurz KKR.

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Das englische Private Equity Haus Permira hat nach langen exlusiven Verhandlungen die debitel AG vom Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom erworben. Der Verkaufspreis der 95 Prozent der debitel-Aktien beträgt 640 Millionen Euro, davon gewährt Swisscom dem Käufer ein Darlehen in Höhe von 210 Millionen Euro. Den übrigen Aktionären, die noch fünf Prozent der Anteile halten, unterbreitet Permira ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot. Die in Stuttgart ansässige debitel ist die größte netzunabhängige Telekommunikationsgesellschaft Europas mit über zehn Millionen Kunden. Swisscom hatte 1999 aus strategischen Gründen 74,2 Prozent an debitel erworben und den Anteil später erhöht.

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Der luxemburgische Fonds Asgard Real Estate Private Equity, eine Tochter der AXA Real Estate, hat in einem Jointventure mit einem Gesellschafter der BTV Development AG sämtliche Anteile einer Objektgesellschaft erworben. Die Objektgesellschaft wird ein Büro- und Geschäftshaus in der Berliner Tauentzienstraße entwickeln, Projektentwickler ist die BTV Developement. Der Bau, der mehr als 60 Millionen Euro kosten wird, soll Mitte 2006 fertiggestellt sein. Berater AXA Real Estate

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Der Aluminiumkonzern Alcoa Inc. hat seine Spezialchemie-Sparte an die Private Equity-Häuser Rhone Capital LLC und Ontario Teachers Pension Plan Board-Gruppe verkauft. Der Kaufpreis betrug 342 Millionen US-Dollar. Die Sparte wird unter dem Namen Almatis weitergeführt. Im Rahmen dieses Verkaufes wurden elf Produktionsstätten in sechs Ländern veräußert, darunter auch die Alcoa Chemie GmbH in Ludwigshafen. Deren gepachteten Industrieflächen wurden zur Hälfte an den Eigentümer, die Giulini GmbH, zurückübertragen.

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AXA Private Equity hat in einem Secondary Buy Out den Rollladen- und Rolltorsystemhersteller Alukon F. Grashei GmbH & Co. KG übernommen. Verkäufer waren ein von Granville Baird Capital Partners und ECM Equity Capital Management geführtes Konsortium sowie der Gründer Fritz Grashei. Finanziert wurde die Transaktion von einem Bankenkonsortium unter Führung der Bank of Scotland. Der Alukon-Geschäftsführer Volkmar Döring bleibt mit einer erhöhten Beteiligung an dem Investment beteiligt. Berater AXA Private Equity

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Der spanische Private Equity-Investor Nazca Capital übernimmt die deutsche Svenson Haarstudios GmbH. Svenson ist ein Unternehmen für Haarprodukte und -dienstleistungen mit bundesweit zwölf Niederlassungen. Nazca, eine Tochter der niederländisch-belgischen Bankengruppe Fortis, hatte vor zwei Jahren bereits die spanische Svenson-Gruppe übernommen.

  Juve Plus Zweiter Großdeal mit Clifford

Für 2,25 Milliarden Euro verkauft die Frankfurter mg technologies AG den größten Teil ihrer Chemietochtergesellschaft Dynamit Nobel AG an den amerikanischen Spezialchemiehersteller Rockwood Specialities Group Inc. Hinter Rockwood steht vor allem die US-Investmentgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts & Co. , daneben auch die Private Equity-Tochter von Credit Suisse First Boston (CSFB). Rockwood erwirbt Dynamit Nobel mit vier Gesellschaften in den Sparten Pigmentchemie, Spezialitätenchemie, Hochleistungskeramik und Kundensynthese. Im Kaufpreis enthalten sind Finanzschulden und Pensionsverpflichtungen.

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Das Private Equity-Haus Warburg Pincus hat die Mehrheitsanteile an der irischen Clondalkin Group erworben. Clondalkin ist spezialisiert auf die Veredelung und Verarbeitung von Verpackungen und Druckererzeugnissen. Im Rahmen eines Secondary-Buy-Out wurde das Unternehmen durch ein Konsortium von Private Equity-Gesellschaften unter der Führung von Candover Investments für 630 Millionen Euro veräußert. Finanziert wurde der Erwerb durch ein Bankenkonsortium bestehend aus der Deutschen Bank (London), AIB (Allied Irish Bank), Lehman Brothers und Barclays Capital.

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Electra Partners Europe hat zusammen mit Teilen des Managements durch einen Secondary Buy Out die Mehrheit an der Azelis S.A. übernommen. Unter der Führung von Permira veräußerten verschiedene italienische Private Equity-Investoren ihre Anteile an der Luxemburger Vertriebsgesellschaft für chemische Produkte. Azelis war 2001 durch den Zusammenschluss verschiedener Vertriebsgesellschaften für chemische Produkte entstanden, insbesondere für Arzneimittel, Life Sciences- und Elektronik- Produkte sowie Verbundwerkstoffe. Seither hat das Unternehmen insgesamt 14 Gesellschaften in ganz Europa erworben. Die Gruppe umfasst heute europaweit rund 500 Mitarbeiter und erzielte in 2003 einen Umsatz von etwa 460 Millionen Euro.

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Durch ein MBO hat die Barclays Private Equity GmbH die Mehrheit an der Fahrzeugelektrik Pirna GmbH von der Zarnack Beteiligungsgesellschaft mbH & Co KG erworben. Die Finanzierung übernahm die BW-Bank. Der Automobilzulieferer produziert in der Nähe von Dresden Öldruckschalter und Kunstoffverabeitungen. Das rund 200 Mitarbeiter große Unternehmen erzielte im letzten Jahr einen Umsatz von ca. 38 Millionen Euro.

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Die niederländische Beteiligungsgesellschaft AlpInvest Partners, ehemals NIB Capital Private Equity, hat sämtliche Anteile an der EMPE Holding GmbH für rund 200 Millionen Euro gekauft. Verkäufer der EMPE-Anteile sind verschiedene Private Equity-Fonds, die von CVC Capital Partners und Goldman Sachs verwaltet werden. Die EMPE Holding GmbH ist die Muttergesellschaft der deutschen Novem, die vor allem als Zulieferer von Kfz-Edelholzausstattungen bekannt ist.