Wirecard

  Juve Plus Wirecard-Pleite

Der frühere Wirecard-CEO Dr. Markus Braun sieht sich einer weiteren juristischen Front gegenüber: Das Oberlandesgericht Innsbruck entschied, dass für die zivilrechtlichen Klagen gegen Braun auch österreichische Gerichte zuständig sind.

Finanzaufsicht

Die Finanzaufsicht Bafin sortiert ihr Direktorium neu. Der bisher für den Bereich Abwicklung zuständige Exekutivdirektor Thorsten Pötzsch übernimmt von nun an den Bereich Wertpapieraufsicht. Pötzsch folgt in dieser Funktion auf die ehemalige Bafin-Vizepräsidentin Elisabeth Roegele, die wie der damalige Bafin-Präsident Felix Hufeld ihren Posten im Zuge des Wirecard-Skandals räumen musste.

Erfolg für EY

Es läuft zur Zeit nicht sonderlich gut für die von der Wirecard-Pleite betroffenen Anleger. Die ersten Klagen, die man mangels Masse bei Wirecard gegen ihre Wirtschaftsprüferin Ernst & Young angestrengt hat, sind zumindest erstinstanzlich verloren gegangen. Und nun macht auch der Bundesgerichtshof den Klägern einen Strich durch die Rechnung: Der sogenannte Wambach-Bericht muss unter Verschluss bleiben.

  Juve Plus Wirecard-Skandal

In die strafrechtliche Aufarbeitung des Wirecard-Skandals kommt erneut Bewegung: Während der frühere CEO Markus Braun auch nach einem Jahr in Untersuchungshaft bleiben muss, kommt ein weiterer Wirecard-Manager, Stephan E., aus der Finanzabteilung des Konzerns auf freien Fuß, mit den üblichen Auflagen.

  Juve Plus Wirecard

Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun sitzt seit fast einem Jahr im Gefängnis und kämpft juristisch an vielen Fronten – auch zu der Frage, wer seine Anwaltsrechnungen zahlen muss. Darüber streitet sich Braun mit dem D&O-Versicherer Chubb. In erster Instanz setzte sich Braun vor dem Landgericht Frankfurt durch. Nun geht der Fall in die Berufung.

  Juve Plus Wirecard gegen Wirecard

Wirecard-Insolvenzverwalter Dr. Michael Jaffé will zwei Jahresabschlüsse für nichtig erklären lassen. Da er im Namen des Unternehmens handelt, aber nicht gleichzeitig dessen Organe vertreten kann, übernehmen vor dem Landgericht München Prozesspfleger die Vertretung von Vorstand und Aufsichtsrat. Für zwei Partner von Sernetz Schäfer und Ego Humrich Wyen dürfte dies eines der ungewöhnlichsten Mandate ihrer Karriere sein.

  Juve Plus Wirecard

Kleine Ursache, große Wirkung: Der Bundesgerichtshof hat den Wirecard-Untersuchungsausschuss genutzt, um Grundsätzliches zu entscheiden. In einem heute veröffentlichten Beschluss stellte der BGH klar, dass eine Schweigepflichtentbindung von Mandatsträgern durch den Insolvenzverwalter ausreicht. Alt-Vorstände haben in der Sache nicht mitzureden. Die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen für Wirtschaftsstrafverfahren und Zivilprozesse.

  Juve Plus Diesel, Cum-Ex, Wirecard

Für Prozesspraxen war 2020 mehr noch als für alle anderen ein Ausnahmejahr: Krisen bringen Konflikte – und damit Arbeit für Litigation-Anwälte. Allerdings dürften eher die langfristigen wirtschaftlichen Verwerfungen zu großen Verfahren führen, als akute, pandemiebezogene Streitigkeiten. Insgesamt dominierten im vergangenen Jahr Themen, die nichts mit Corona zu tun haben.

Jahresrückblick 2020

Krisen bestimmen die Liste der Österreich-Meldungen, die bei Nutzern von JUVE Online im Jahr 2020 auf das größte Interesse stießen. Doch es ging nicht nur um Covid-19. Die Unternehmensskandale bei der Commerzialbank Mattersburg und beim deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard schafften es ebenfalls unter die zehn meistgelesenen Meldungen.

  Juve Plus Recht oder Politik

Im Wirecard-Untersuchungsausschuss sollen am Donnerstag drei aktuelle und ein ehemaliger Wirtschaftsprüfer von EY sowie jeweils ein Wirtschaftsprüfer von Baker Tilly und KPMG zur Wirecard-Pleite befragt werden. Der KPMG-Mitarbeiter hat eine Aussage angekündigt, die EY-Prüfer sowie der Partner von Baker Tilly berufen sich auf ihre Schweigepflicht.

  Juve Plus Wirecard

Das Kerngeschäft des insolventen Zahlungsabwicklers Wirecard geht an die spanische Großbank Banco Santander. Die Spanier würden Technologie und Geschäftsbetrieb übernehmen, der Großteil der Mitarbeiter könne somit weiterbeschäftigt werden, teilte Insolvenzverwalter Michael Jaffé mit. Santander sprach von rund 500 Beschäftigten, die zu der Bank wechseln sollen.