Verfahren

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Das Oberverwaltungsgericht Hamburg hat den vorläufigen Baustopp zur zusätzlichen Verlängerung der Rollbahn des Hamburger Airbus-Werkes bestätigt. Der Baustopp war zuvor im Juni durch das Hamburger Verwaltungsgericht verhängt worden. Die jetzige Entscheidung fiel zugunsten von 10 Grundeigentümern und Pächtern, die bei einem Ausbau der Start- und Landebahn enteignet würden.

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Der Spiegel-Verlag darf den ehemaligen griechischen Verteidigungsminister und amtierenden Minister für Entwicklung, Apostolus Tsochatzopoulos, nicht weiter der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit dem Kauf von Leo 2-Panzern verdächtigen. Dies hat die Pressekammer des Landgerichts Hamburg am 3. September verkündet, nachdem der Minister bereits Anfang 2004 Unterlassungsklage gegen den ,Spiegel' eingereicht hatte. Das Nachrichtenmagazin hatte Anfang Februar berichtet, es bestehe der Verdacht, dass Krauss Maffei Wegmann (KMW) 2002 Schmiergelder in mehrstelliger Millionenhöhe gezahlt habe, und zwar im Rahmen des 1,7-Milliarden-Euro-Erwerbs von Leo 2-Panzern durch die griechische Regierung. In diesem Zusammenhang hatte der Spiegel die Frage aufgeworfen, ob sich KMW der Hilfe von Tsochatzopoulos bedienen wollte. Vertreter Apostolus Tsochatzopoulos

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Diesen Monat richten wir das Augenmerk der Insolvenznachrichten unter anderem auf das Fuhrgewerbe. Natürlich ist es purer Zufall, wenn zeitgleich zwei regional bedeutsame Betriebe in die Klemme geraten. Andererseits zeigt es einmal mehr, wo die Arbeitsplätze in Deutschland derzeit wirklich in Gefahr geraten und wegfallen: Nämlich vor allem im personalintensiveren, klassischen Mittelstand und nicht in den Hightech- und Biotechnologiebetrieben. Letztere sind sicherlich attraktiver und bieten Raum für Spekulationen - wie etwa der Beitrag des ,Spiegel' vom 9. August zeigt, der sich mit den "dubiosen Umständen" der Ubernahme des insolventen bayrischen Unternehmens Munich Biotech (Verwalter: Dr. Joseph Füchsl) befasst. Hier sind laut dem Nachrichtenmagazin "60 hoch qualifizierte Arbeitnehmer" betroffen. Die Probleme für Taxi- und Busfahrer, eine neue Arbeit zu finden, sind allerdings bestimmt nicht kleiner als für Biochemiker.++++ So sind immerhin insgesamt 400 Arbeitsplätze durch die Schwierigkeiten der beiden Taxiunternehmen Top 40 Handels GmbH und Elan Handels GmbH gefährdet. Die Betriebe mit 106 Fahrzeugen im Raum München existieren bereits seit den 1970er Jahren und mussten bei Amtsgericht in der bayrischen Landeshauptstadt Anfang August Insolvenzantrag stellen. Dem vorausgegangen waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, die zu erheblichen Steuernachforderungen führten, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Bruno Kübler mit. Der bundesweit tätige Seniorpartner der Sozetät Kübler indes ist in München nicht von akuter Arbeitslosigkeit bedroht. Nachdem er erst seit 2003 regelmäßig an der Isar bestellt wird, ist er in der kurzen Zeit (auch hier) zu einem der meist beschäftigten Verwalter geworden. Lässt man allein die Zahlen sprechen, ist Kübler mit zehn eröffneten Verfahren bis Ende Juli direkt auf dem Rang hinter drei Insolvenzverwaltern zu finden, die es bis zu dem Zeitpunkt je auf ein Verfahren mehr brachten. ++++

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Dreieinhalb Jahre Rechtsstreit, die sich gelohnt haben: Ende Juli fand ein Musterprozess gegen die Vorstände der insolvent gewordenen Softwarefirma Infomatec sein erfolgreiches Ende: Erstmalig bestätigte der BGH in seinem Urteil vom 19. Juli, dass Aktionären Schadensersatzansprüche gegen Vorstände zustehen, wenn sie Aktien aufgrund vorsätzlich falscher Ad-hoc-Meldungen erworben haben. Zwar wurden zwei der drei Klagen, über die der BGH in der Sache zu entscheiden hatte, wegen einerseits fehlendem Kausalitätsnachweis und andererseits nicht geklärter Kausalitätsfrage ab- bzw. zurückgewiesen. Aus der dritten Klage ging jedoch ein Sieger hervor: Anleger Franz Planeck vertreten durch die Kanzlei Rotter Rechtsanwälte. Planeck hatte die Rechte an seinen Schwager abgetreten, um selbst vor Gericht als Zeuge aussagen zu können. Diesem bescheinigten die obersten Richter einen Anspruch auf Schadensersatz: Laut Urteil sind die beiden Infomatec-Vorstände, Alexander Häfele und Gerhard Harlos zur Zahlung von Schadensersatz wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung gemäß Paragraf 826 BGB verpflichtet, da sie durch die Veröffentlichung wissentlich falscher Ad-hoc-Mitteilungen den Aktionär zum Erwerb von Aktien verleitet haben.

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Die israelische Green Power Technologies (GPT) hat vor dem Münchner Landgericht Klage gegen Infineon erhoben. Der Vorwurf lautet Verletzung von Vertraulichkeitsvereinbarungen.

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Das OLG Frankfurt am Main hat am Dienstag die Berufung einer Anlegerin wegen Prospekthaftungsansprüchen gegen EM.TV, deren frühere Vorstandsmitglieder

  Juve Plus Buchpreisbindung

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat in einem gleichzeitig verhandelten Verfahren die Rabattprogramme der Online-Buchhändler Amazon und buch.de teilweise gestoppt. Geklagt hatte der Preisbindungstreuhänder Rechtsanwalt Dr. Christian Russ der im Auftrag von rund 1.300 Verlagen überwacht, ob die Preisvorschriften eingehalten werden.

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Der Flughafen Düsseldorf hat sich in einem Rechtsstreit um 66 Millionen Euro gegen die ARGE airport 2000 durchgesetzt. Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage der ARGE ohne Beweisaufnahme abgewiesen. Die ARGE, bestehend aus Bilfinger Berger und Hochtief, hatte den Bauauftrag zum Wiederaufbau des durch den Brand 1996 zerstörten Terminals. Aufgrund unrichtiger Informationen durch den Flughafen zum Planungsstand glaubte sie einen Mehrkostenanspruch zu haben. Doch das Gericht sah nicht ausreichend dargelegt, dass selbst wenn eine derartige unrichtige Information vorgelegen hätte, diese überhaupt Einfluss auf die Kalkulation genommen hat. Die ARGE, so die Beklagtenanwälte, verzichtete auf Berufung. Vertreter Flughafen

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Baubetriebe aus dem EU-Ausland sind zur Teilnahme an dem Urlaubskassenverfahren verpflichtet, wenn sie Arbeitnehmer auf Baustellen in Deutschland entsenden. Dieses Urteil erstritt die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft gegen das portugiesische Bauunternehmen Engil Sociedade de Construcao Civil vor dem BAG Ende Juli. Nach dem tarifvertraglichen Verfahren muss der Baubetrieb Beiträge leisten, mit denen ein Urlaubsentgeltanspruch für den Bauarbeitnehmer finanziert wird. Die Anwendung dieses Verfahrens auch auf Unternehmen aus dem EU-Ausland soll Lohn- und Sozialkostendumping verhindern. Vertretung Urlaubs- und Lohnausgleichskasse

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Die Airdata AG erhält die Wireless Local Loop-Frequenz (WLL) des insolventen WLL-Betreibers Callino. Darüber einigten sich nach mehrjährigem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Köln Airdate und die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP). Callino waren Ende 2000 die für zahlreiche deutsche Regionen ausgeschriebenen WLL-Frequenzen zugesprochen worden. Nach der Insolvenz hatte daraufhin die RegTP den Widerruf der Frequenzen gegenüber Callino angestrebt. Vertreter Airdata

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Die Abfindung und Ausgleichszahlung an die ehemaligen Minderheitsaktionäre der O&K Orenstein & Koppel ist rechtmäßig. Das hat das Kammergericht Berlin in einem Spruchstellenverfahren entschieden und so die Entscheidung des Landgerichts Berlin bestätigt. Der Antrag der Minderheitsaktionäre, die Beträge zu erhöhen, wurde damit abgewiesen. O&K war bis Januar 2003 börsennotierte Aktiengesellschaft und gehört inzwischen zum CNH-Konzern. Ein zweites Spruchstellenverfahren zum Squeeze-Out bei O&K beim Landgericht Berlin ist noch nicht abgeschlossen. Vertreter Minderheitsaktionäre