Markt und Management

Zum Jahresbeginn ist Michel Petite (60), langjähriger Generaldirektor des Juristischen Dienstes der Europäischen Kommission, als of Counsel in das Pariser Büro von Clifford Chance gewechselt.Der offensichtliche Schwerpunkt Petites wird in der Beratung von Unternehmen in allen Fragen des EU-Gemeinschaftsrechts liegen. "In den letzten Jahren hat die Zahl der internationalen Mandanten zugenommen, die eine umfassende Beratung zum Rechtssystem der EU suchen", sagte David Childs, Global Managing Partner von Clifford. "Michel Petites Erfahrung wird bei der Beratung dieser Mandanten von unschätzbarem Wert sein." Auch die deutschen Praxisgruppen rechnen damit, von Petites Erfahrung etwa in den Bereichen Kartell-, Wirtschafts-, Bank- und Steuerrecht zu profitieren.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Sibeth

Zum Jahresbeginn hat Sibeth ihr Management neu strukturiert. Anstelle des Partners Thomas Richter (45) nimmt nun ein dreiköpfiger Management-Ausschuss die Geschäftsführung der Kanzlei wahr.Dem Gremium gehören die beiden Münchner Partner Dr. Michael Grünwald (39) und Dr. Maximilian Gutsche (39) sowie Dr. Andreas Kloyer (44) aus dem Frankfurter Büro an. Das Trio teilt sich die Aufgaben: Grünwald ist für die Finanzen zuständig, Gutsche kümmert sich um das Personalmanagement und Kloyer verantwortet Recruitment und Öffentlichkeitsarbeit. Der bisherige Managing-Partner Richter hat wieder die Leitung der Praxisgruppe Real Estate übernommen, die bis dahin Grünwald innehatte.

DLA wächst in Corporate

DLA Piper verstärkt ihre Frankfurter Corporate-Praxis: Dr. Christoph Papenheim kommt im Büro am Main Mitte Januar als Equity-Partner dazu. Der 40-jährige M&A-Anwalt war vorher neun Jahre lang bei White & Case tätig, zuletzt ebenfalls in der Position eines Equity-Partners. Mit Papenheim wechselt auch der Associate Sven Friedrich (31) zu DLA. Mit den Zugängen setzte die Kanzlei direkt zu Jahresbeginn einen Teil der für 2008 anvisierten Ziele um: Das Management der Sozietät hatte zuletzt weiteres Wachstum in Frankfurt und die Aufnahme zusätzlicher Partner vor allem in den Praxisgruppen Corporate sowie Bank-und Finanzrecht angestrebt. Bislang standen in der stark international ausgerichteten DLA-Transaktionspraxis die Standorte in Köln und Hamburg stärker im Vordergrund.

Wachstum in Fernost

Luther hat ihre Fernost-Präsenz in Singapur und China durch die Aufnahme mehrerer Quereinsteiger von Thümmel Schütze & Partner sowie Rödl & Partner weiter verstärkt.Als Equity-Partner wechselte Dr. René-Alexander Hirth in Stuttgart zum Jahreswechsel von Thümmel Schütze zu Luther . Der 44-jährige war zuletzt vom Neckar aus für Thümmel ebenfalls als Partner stark im Südostasiengeschäft aktiv. Von 1994 bis 1999 hatte er für die Kanzlei in Singapur deren dortiges Büro geleitet.

Ausbau des Russland-Teams

CMS Hasche Sigle hat sich zum Jahresbeginn mit dem neuen Partner Dr. Thomas Heidemann verstärkt. Der 43-Jährige kam von Beiten Burkhardt und soll bei CMS an der Schnittstelle zwischen russischen und deutschen Standorten operieren. Er wird sowohl in Düsseldorf wie auch in Moskau tätig sein.

Erster Arbeitsrechts-Partner für KPMG

Die KMPG Rechtsanwaltsgesellschaft hat zum Jahresbeginn Dr. Stefan Middendorf (37) als Leiter für die Arbeitsrechtspraxis hinzugewonnen. Middendorf war zuvor Counsel bei Clifford Chance in Düsseldorf. Mich hat vor allem die Möglichkeit gereizt, den Aufbau der Praxisgruppe Arbeitsrecht aktiv mitzugestalten. Wichtig ist mir dabei das Fullservice-Verständnis, für das KPMG stehen will", sagte Middendorf.

Nur noch in Berlin und Hamburg

Sasse & Partner hat ihr Münchner Büro geschlossen: Zum Jahreswechsel trennte sich die Sozietät von dem Standort, an dem sie 1991 - damals noch als Sasse & Wilde - gestartet war. Erst Anfang 2007 hatte sich die Medienkanzlei aus Köln zurückgezogen, ihrem zweiten traditionellen Standort. Mit noch sieben Anwälten ist Sasse damit künftig nur noch in Berlin und Hamburg tätig."Mit der Schließung des Münchner Büros beenden wir konsequent unseren Umstrukturierungsprozess", sagte Dr. Hans-Martin Gutsch, Partner im Hamburger Büro.

OLG Düsseldorf

Der 2. Zivilsenat am Oberlandesgericht Düsseldorf hat einen neuen Vorsitzenden Richter: Dr. Thomas Kühnen (48) trat zum Januar die Nachfolge von Gisbert Steinacker an.Steinacker leitete den für Patentverletzungsverfahren zuständigen 2. Senat über viele Jahre und trat zum Jahresende in den Ruhestand. Mit Kühnen folgt ihm ein in Patentsachen erfahrener Richter nach. Kühnen stand zuletzt der Zivilkammer 4b vor, die gemeinsam mit der Parallelkammer 4a für Patentsachen am Düsseldorfer Landgericht zuständig ist.

Spektakulärer Weggang

Der renommierte Insolvenzverwalter Dr. Klaus Pannen (55) hat White & Case zum Jahreswechsel mit drei weiteren Anwälten verlassen und seine eigene Sozietät gegründet, die zunächst an drei Standorten tätig ist.Zum Startteam von Dr. Pannen Rechtsanwälte gehören neben dem Namensgeber die bisherige Frankfurter White & Case-Equity-Partnerin Claudia Jansen, der Münchner Local Partner Dr. Martin Heidrich sowie die Hamburger Associate Dr. Susanne Riedemann. "Ich freue mich darüber, in dieser neuen Einheit zusammen mit meinen Kollegen eine optimale Insolvenzverwaltung betreiben zu können“, sagte Pannen.

Föderale Organisationsstrukturen

Die deutschen Standorte von White & Case waren traditionell nicht für zentralistisches Management bekannt, so etwa als die Kanzlei noch Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm hieß. Den umständlichen Namen konnte man sogar als sprachliches Abbild einer Politik der autonomen Standorte verstehen: Treibende Kraft der Sozietät waren dominante Partner in den einzelnen Büros. Auch nach der Fusion mit White & Case 2000 genossen die Anwälte deutlich mehr Bewegungsfreiheit als in anderen internationalen Kanzleien.

„Herzlich Willkommen!“ sagt Eurojuris zu seinem jüngsten Mitglied, dem Landesverband Polen. Rund 250 Gäste feierten Anfang November auf der Generalversammlung des internationalen Rechtsanwaltsverbandes in Budapest die Geburtsstunde von Eurojuris Polska. Und das Anwaltsnetzwerk hat in diesem Jahr noch mehr Gründe zum feiern: Eurojuris France, die Keimzelle des Netzwerks, begeht in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Und auch der Präsident der deutschen Abteilung, Gerhard Frank (Busekist Winter & Partner), dürfte sich über eine besondere Anerkennung freuen: Der Landesverband erhielt in Budapest die Eurojuris-Auszeichnung in der Kategorie „Best Media&PR 2007“. PR-Arbeit der anderen Art betreibt das Child Rights Information Network, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Informationen über Kinderrechte zu sammeln.