Markt und Management

Indien

Linklaters hat ihre Ambitionen im indischen Wirtschaftsraum mit einer neuen Best-Friend-Beziehung im Kartellrecht unterstrichen. Die Sozietät schloss eine Vereinbarung mit dem in Neu-Delhi tätigen Berater Vinod Dhall. Dhall, der bis vor kurzem Vorsitzender der indischen Wettbewerbskommission (CCI) war, gilt als Antreiber der wieder auflebenden kartellrechtlichen Verordnung in Indien. Unter anderem gelang es der CCI unter seinem Vorsitz den Untersuchungszeitraum von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht deutlich zu senken. Auch führte die Kommission für diese Tätigkeit Standards ein, die sich an denen westlicher Industrienationen orientiert.

Personalien

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen
Frankfurt

Zum September ist Dr. Ralf Ek als neuer Partner in das Frankfurter Büro von Jones Day gewechselt. Der 41-jährige Aktien- und Konzernrechtler kam von Hölters & Elsing, wo er seit 2003 Equity-Partner war.Ek arbeitete seit 1997 zunächst im Berliner Hölters-Büro, bevor er im vergangenen Jahr zur Unterstützung der Frankfurter Corporate/M&A-Praxis an den Main wechselte. Begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn 1995 bei der Latham & Watkins-Vorgängerkanzlei Schön Nolte Finkelnburg & Clemm in Hamburg.

Stuttgart

Dr. Bernd Schieferdecker (39), zuletzt Counsel bei Gleiss Lutz, ist zum September als Partner zu der Stuttgarter Kanzlei Dolde & Partner gewechselt. Der Immobilienrechtler hatte seine berufliche Laufbahn 1999 im Stuttgarter Gleiss-Büro begonnen und wurde dort 2002 Assoziierter Partner. Schieferdecker war einer von sieben Counsel bei Gleiss Lutz, die ernannt wurden, nachdem die Sozietät diesen Status neben der Vollpartnerschaft in diesem Sommer eingeführt hatte. Seine Schwerpunkte liegen im Öffentlichen Wirtschafts- und im Immobilienrecht. Unter anderem gehörte er den Teams von Gleiss-Anwälten an, das Blackstone bei der Übernahme der Hilton-Hotelgruppe beriet und die Baumarkmarktkette Hornbach bei diversen Transaktionen begleitete. Zu seinen langjährigen Mandanten zählt auch der Zweckverband Flugfeld Sindelfingen-Böblingen, für den Schieferdecker im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung eines neuen Stadtviertels tätig ist.

Inhouse

Der Versicherungskonzern ACE European Group hat seinen Beraterpanel für Europa und die Golfregion neu geordnet. Zukünftig werden nur noch fünf Kanzleien in besonderen Rechtsbereichen für den Konzern tätig sein - ausgenommen sind Prozesse. Im Kreis der Ausgewählten finden sich die Kanzleien der CMS-Allianz, Mayer Brown, Norton Rose, Clyde and Co und Holman Fenwick.Der Konzern traf seine Auswahl im Rahmen eines Beauty Contests. CMS soll sich künftig allein um die Immobiliengeschäfte des Versicherungskonzerns kümmern und betreut zudem mit einer weiteren Panel-Kanzlei das Arbeitsrecht. Daneben ist Mayer Brown nach eigener Aussage umfassend für die Versicherungsgruppe tätig. Im Vorjahr hatte ein Team der Kanzlei ACE bei der Übernahme der Combined Insurance of America begleitet. Die Schwerpunkte der Mandatierung von Norton Rose liegen in den Bereichen Gesellschafts- und Aufsichtsrecht.

Lovells

Der Frankfurter Lovells-Partner Dr. Harald Seisler geht ins Rennen um den Posten des internationalen Managing Partners von Lovells. Die Position wird turnusgemäß neu besetzt, die Entscheidung fällt Mitte November beim Partnertreffen in Wien. Am vergangenen Wochenende lief die Frist für eine Vornominierung ab und derzeit gibt es neben Seisler nur einen weiteren Bewerber: den Amtsinhaber David Harris aus London. Allerdings läuft der formale Nominierungsprozess noch bis Ende September. Bis dahin könnten weitere Kandidaten benannt werden. Harris Amtszeit läuft Ende April nächsten Jahres aus.

Berlin

Dietmar Hartnick, bislang Partner im Berliner Büro von Heiermann Franke Knipp, wechselt Anfang Oktober vor Ort als Salary-Partner zu Pietschmann Rechtsanwälte. Der 39-jährige Bau- und Vergaberechtler verstärkt in der Bau- und Vergaberechtsboutique den Bereich für juristisches Projektmanagement. Im Rahmen der projektbegleitenden Beratung arbeitet die Sozietät eng mit der Ingenieurgesellschaft PBI Pietschmann zusammen.

Der im vergangenen Jahr in England und Wales beschlossene Legal Services Act zeigt weitere Auswirkungen. In Folge des Gesetzes hat die neu geschaffene Aufsichtsbehörde konkrete Umsetzungsregeln erlassen.Danach wird die Solicitors Regulation Authority (SRA) ab 2009 eine neue Gesellschaftsform für Kanzleien akzeptieren, die so genannte Legal Disciplinary Practice (LDP). In einer LDP ist es den beratenden Anwälten (Solicitors) erlaubt, eine Partnerschaft mit Prozessanwälten (Barristers) einzugehen. Bis jetzt waren die zwei Berufsgruppen in Kanzleien getrennt. Zudem ist nun sogar eine Partnerschaft mit bis zu einem Viertel Nicht-Juristen zulässig.

US-Partner William Voge (51) war bis Mai 2008 Leiter der weltweiten Finanzpraxis von Latham & Watkins und ist dieses Jahr wieder in das Executive Committe der Kanzlei gewählt worden. Im Juli zog er von New York nach London um.@JUVE: Herr Voge, bedeutet Ihr Wechsel nach London, dass sich Latham im Finanzrecht strategisch stärker nach Osten orientiert?

Bonjour Tristesse. Taylor Wessing ist nicht die erste internationale Kanzlei, die mit dem Standort Paris ihre Schwierigkeiten hat – und sie wird auch nicht die letzte sein. Es gibt nur wenige Sozietäten, deren französische Büros als kontinentaleuropäische Kronjuwelen gelten können – mit offensichtlichen Ausnahmen wie Cleary Gottlieb Steen & Hamilton. Die Nachricht, dass der Absprung eines Equity-Partners und fast der gesamten Non-Equity-Riege von Taylor Wessing zu einem amerikanischen Neueinsteiger bevorstehen könnte, ist damit keine Sensation.

Deutlicher Gewinnzuwachs bei Linklaters

Die britische Top-Sozietät Linklaters hat mit insgesamt gutem Ergebnis ihr Geschäftsjahr 2007/2008 abgeschlossen. Zum Stichtag 30. April erzielte die Kanzlei Einnahmen in Höhe von 1,293 Milliarden Pfund. Dies enstpricht einer Steigerung von 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.Allerdings weicht der Umsatz in Euro deutlich von dem in Pfund ab. Danach kommt Linklaters umgerechnet auf Einkünfte von 1,813 Milliarden Euro gegenüber 1,661 Milliarden Euro im Vorjahr - die Steigerung betrug also nur 9,1 Prozent. Dies zeige, so der deutsche Senior Partner Dr. Michael Lappe, "wie sich die Wechselkursschwankungen auswirken können."