Cum-Ex

Finanzminister Scholz

Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz plädiert dafür, Freshfields Bruckhaus Deringer keine Mandate mehr zu erteilen. Dies hat er in einer Fragestunde im Deutschen Bundestag deutlich gemacht, die sich unter anderem um den Cum-Ex-Skandal drehte.

  Juve Plus Cum-Ex

Das Schweizer Bundesgericht hat die Bank J. Safra Sarasin zu Schadensersatz für Cum-Ex-Falschberatung verurteilt. Sarasin muss der Vermögensverwaltungsfirma von Clemens Tönnies knapp 900.000 Euro zuzüglich Zinsen zahlen. Tönnies' Kapitalgesellschaft hatte rund eine Million Euro in den Luxemburger Cum-Ex-Fonds Sheridan eingezahlt, nur ein Bruchteil floss zurück.

Cum-Ex

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat in Sachen Cum-Ex Anklage gegen einen weiteren ehemaligen Freshfields-Partner erhoben. Sie wirft dem Steuerrechtler Beihilfe zur schweren Steuerhinterziehung vor. Dabei geht es um die Maple-Bank, die federführend von Ex-Steuerpartner Dr. Ulf Johannemann beraten wurde. Die Anklage soll zu der bereits bestehenden Maple-Bank-Anklage hinzugefügt werden. Zuerst hat das Handelsblatt über die neue Anklage berichtet.

Freshfields und Cum-Ex

Der Fall Cum-Ex ist für Freshfields Bruckhaus Deringer nicht nur eine finanzielle Belastung. Vor allem leidet das, worauf ihr Erfolg zu einem nicht geringen Teil beruht: ihre Reputation. Wie können Kanzleien mit früheren Beratungsfehlern so umgehen, dass der Image-Schaden möglichst begrenzt wird? Darüber sprach JUVE mit Martin Wohlrabe, Inhaber der auf Rechtskommunikation spezialisierten Agentur Consilium.

Wegen Cum-Ex

Freshfields Bruckhaus Deringer hat für ihre deutsche Praxis ein Ethikkomitee eingerichtet. Als Vorsitzenden für das Gremium gewann die Kanzlei den früheren Richter am Bundesverfassungsgericht Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio. Das Komitee hat die Aufgabe, zusammen mit dem Management darüber zu wachen, dass ethische Grundsätze und Verhaltensregeln in der Beratungspraxis eingehalten werden.

  Juve Plus Cum-Ex-Urteil

Die als Cum-Ex-Deals bekannte Mehrfacherstattung von Steuern ist nach Ansicht des Landgerichts Bonn als Straftat zu werten. Das hat das Bonner Landgericht am Mittwochabend im bundesweit ersten Strafprozess um die umstrittenen Geschäfte entschieden und die Angeklagten zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Vorwurf der Strafvereitelung

Die Staatsanwaltschaft Köln wirft Clifford Chance vor, im vergangenen November Cum-Ex-Ermittlungen bei der Mandantin ABN Amro gestört zu haben. Das berichteten das ,Handelsblatt' und die ,Süddeutsche Zeitung' (SZ) in der vergangenen Woche. Die Kanzlei tritt den Vorwürfen nun entschieden entgegen.

Cum-Ex-Razzia bei ABN Amro

Die Staatsanwaltschaft Köln hat am Donnerstag nicht nur die Bank ABN Amro in Frankfurt durchsucht, sondern auch das Frankfurter Büro von Clifford Chance. Hintergrund sind Ermittlungen der Behörde im Zusammenhang mit Cum-Ex-Deals. Clifford ist bekannt als Beraterin von Banken bei der Aufarbeitung von Cum-Ex-Verfehlungen, darunter auch ABN Amro. Nach JUVE-Informationen ging es bei der Razzia aber nicht um Ermittlungen gegen die Kanzlei.

„Kein Ruhmesblatt“

Nachdem Freshfields monatelang jede Verantwortung zur Cum-Ex-Beratung von sich gewiesen hat, gab es nun ein erstes zaghaftes Signal einer Selbstkritik. Managing-Partner Dr. Stephan Eilers sprach mit der Wochenzeitung ,Die Zeit‘. Das ist einerseits ein Signal an die Vorstände in Unternehmen, aber auch eines, das nach innen strahlt, an die Anwälte und Mitarbeiter. Ein Kommentar von Antje Neumann.

Cum-Ex

In der Cum-Ex-Affäre gehen die Anwälte der beiden Hauptgesellschafter der Privatbank Warburg, Max Warburg und Christian Olearius, in die Offensive. Otmar Kury und Dr. Klaus Landry von GvW Graf von Westphalen veröffentlichten einen Tagebucheintrag zu einem Treffen von Olearius mit dem damaligen Bürgermeister Olaf Scholz.

Cum-Ex-Aufarbeitung

Die Deutsche Bank will die Bearbeitung und Koordination aller Cum-Ex-Sachverhalte künftig in einer Hand bündeln. Nach JUVE-Informationen hat das Finanzinstitut für das Prestigemandat mindestens fünf Anwaltskanzleien eingeladen und sich am Ende für die Frankfurter Boutique Clouth entschieden. Das Nachsehen hatten deutsche und internationale Großkanzleien.