Insolvenzen

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An der Kirch-Front weigert sich die PayTV-Tochter Premiere beharrlich, es ihrer Mutter gleich zu tun. Nachdem bereits Anfang Mai die Kirch-Sparte Kirch PayTV GmbH & Co. KG Insolvenz beantragt hat und das Münchner Verwalter-Urgestein Dr. Joseph Füchsl (Füchsl & Kollegen) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt wurde, wehrt sich Premiere-Geschäftsführer Georg Kofler dagegen, ebenfalls den Antrag zu stellen. Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung hatten sich Kirch-Geschäftsführer Wolfgang van Betteray (Metzeler van Betteray Buchalik) und sein Berater Dr. Klaus Hubert Görg (Görg Rechtsanwälte) dies schon im April überlegt, Kofler seinerseits jedoch stets dagegen gestellt. Kofler stand bei seiner Argumentation der Dresdner White & Case Feddersen-Anwalt Dr. Axel Bauer zur Seite.

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Für besonderes Aufsehen sorgte im Mai eine Bankenpleite.An den Kragen ging es dem Frankfurter Institut Gontard & Metallbank, bei dem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BAFin) Insolvenz beantragt hat. Das Haus, das vor allem Börsengänge von Neue Markt-Unternehmen finanzierte, wird nun von Dr. Klaus Pannen verwaltet. Pannen aus dem Hamburger Büro von White & Case, Feddersen gilt als Bankfachmann. Bereits 1995 verwaltete er das Hamburger Bankhaus Fischer & Co., zudem promovierte er über “Krise und Insolvenz bei Kreditinstituten”. Die praktische und wissenschaftliche Erfahrung des Norddeutschen Verwalters mag zu seiner ersten Bestellung beim Frankfurter Amtsgericht geführt haben.

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Der Lausitzer Luftschiffbauer CargoLifter AG, als Hoffnungswert der Region im Mai 2000 an die Börse gegangen, ist zahlungsunfähig. Als erstes reichte daher die für die Entwicklung der Super-Zeppeline zuständige Tochterfirma CargoLifter Development GmbH beim Amtsgericht Cottbus Insolvenzantrag ein. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Aachener Rechtsanwalt Prof. Dr. Rolf-Dieter Mönning bestellt. Die Kanzlei Mönning & Georg verfügt bereits seit 1993 über ein Büro in Cottbus.

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Dr. Jobst Wellensiek (Wellensiek Grub & Partner) ist vom Amtsgericht Freiburg als vorläufiger Verwalter des Autozulieferers Peguform eingesetzt worden. Das Unternehmen, das in Deutschland 5500 Mitarbeiter beschäftigt, fertigt unter anderem die Heckklappe der Mercedes A-Klasse, Türverkleidungen für Porsche und Stoßfänger für Opel. Wellensiek ist daher optimistisch, dass Peguform weitermachen wird, "sonst stehen bei denen die Bänder still", wie er gegenüber der FAZ sagte. Grund für die Schwierigkeiten bei dem Bötzinger Kfz-Betrieb, bei dem weltweit 12000 Menschen arbeiten, soll eine massive Kapitalentnahme durch den amerikanischen Mutterkonzern Venture Holdings Trust sein.

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Die Sachsenring Automobiltechnik AG hat Insolvenz angemeldet.Der Zwickauer Vorzeigebetrieb, durch die Produktion der DDR-Karosse Trabant unvergessen, war im Vorfeld der Insolvenz vom Leiter der Sachsenring-Rechtsabteilung Hendrik Kamps und den Leipziger Haarmann Hemmelrath-Insolvenzrechtlern Michael Thierhoff und Axel Roth beraten worden.

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Nörr-Partner berät bei MassekreditDr. Thomas Hoffmann hat die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG bei der Gewährung des Massekredits an die Herlitz AG beraten. Der Berliner Partner von Nörr Stiefenhofer Lutz wurde dabei unterstützt von Dr. Wilhelm Bellut und Christian Kirchner. Die Bank ist Konsortialführerin der insgesamt elf beteiligten Kreditinstitute, die dem seit Anfang April insolventen Schreibwarenhersteller 35 Millionen Euro gewährten.

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Rund 1000 Beschäftigte betroffenDer Paderborner Möbelproduzent Welle Möbel GmbH hat Anfang Mai Insolvenz anmelden müssen. Vom Konkurs des Herstellers von Büro-, Baby- und Jugendmöbeln sind rund 1000 Beschäftigte in vier Werken betroffen. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus (Kebekus & Zimmermann Rechtsanwälte) bestellt.

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Die Tochter des Musical-Anbieters Stella AG, die Broadway Managment GmbH (BMM), hat Anfang Mai Insolvenzantrag gestellt.Die bereits 1999 in Konkurs gegangene Stella AG wurde vor zwei Jahren nur durch den Verkauf an die Deutsche Entertainment AG vor dem endgültigen Aus bewahrt.

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Angelika Amend bestellt

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++++ Die erste Folgeinsolvenz der Pleite der Philipp Holzmann AG ist Anfang April eingetreten. Es hat die Imbau Industrielles Bauen GmbH mit rund 1800 Mitarbeitern getroffen. Als vorläufige Insolvenzverwalterin der zahlungsunfähig gewordenen Tochter des Baukonzerns wurde die Kronberger Rechtsanwältin Angelika Amend (Amend & Collegen) eingesetzt. Zeitungsberichten zufolge lehnte der Holzmann-Verwalter Ottmar Hermann (Hermann, Bähr, Michl, Lenhard, Fiedler) das Amt zuvor wegen möglicher Interessenkonflikte ab. ++++ ++++ Angelika Amend (Amend & Collegen) ist daneben zur vorläufigen Verwalterin des Bad Nauheimer IT-Dienstleisters Heyde AG bestellt worden. In dem Unternehmen, das insgesamt 1000 Arbeitnehmer beschäftigt, wurde noch Wochen vor der Insolvenz an einer Restrukturierung gefeilt. Jedoch stellten die Banken während der laufenden Gespräche die Zahlungen ein. Trotzdem hoffe man auf den Einstieg strategischer Investoren, hieß es. ++++ ++++ Die Tochter des Musical-Anbieters Stella AG, die Broadway Managment GmbH (BMM), hat Anfang Mai Insolvenzantrag gestellt. Die bereits 1999 in Konkurs gegangene Stella AG wurde vor zwei Jahren nur durch den Verkauf an die Deutsche Entertainment AG vor dem endgültigen Aus bewahrt (Artikel in diesem Heft). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter der BMM wurde nun Hinnerk-Joachim Müller ernannt, die Tochtergesellschaften der BMM werden vorläufig von Reinhard Titz verwaltet. Beide Rechtsanwälte stammen aus der Hamburger Kanzlei Schwermer Müller Titz Tötter Breutigam Herdt Krause. In der BMM sind die einzelnen Stella-Musicals zusammengefasst. Nur einen Tag vor der Antragsstellung wurde das Engagement “Oh! What a Night” im Hamburger Operettenhaus an den niederländischen Theaterbetreiber Stage Holding International verkauft. Beobachter werten dies als ungewöhnlich und problematisch. Zudem verwundere es, dass zwar die Tochtergesellschaft mit dem Kern des Musical-Betriebs pleite sei, die Mutter Stella aber gesund sein solle. ++++ ++++ Der Paderborner Möbelproduzent Welle Möbel GmbH hat ebenfalls Anfang Mai Insolvenz anmelden müssen. Vom Konkurs des Herstellers von Büro-, Baby- und Jugendmöbeln sind rund 1000 Beschäftigte in vier Werken betroffen. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Frank Kebekus (Kebekus & Zimmermann Rechtsanwälte) bestellt. ++++ ++++ Dr. Thomas Hoffmann hat die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG bei der Gewährung des Massekredits an die Herlitz AG beraten. Der Berliner Partner von Nörr Stiefenhofer Lutz wurde dabei unterstützt von Dr. Wilhelm Bellut und Christian Kirchner. Die Bank ist Konsortialführerin der insgesamt elf beteiligten Kreditinstitute, die dem seit Anfang April insolventen Schreibwarenhersteller 35 Millionen Euro gewährten. ++++