Insolvenzen

Thüringen und Brandenburg

Für die DRK Krankenhausgesellschaft Thüringen-Brandenburg ist ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet worden. Das Amtsgericht Mühlhausen habe einem entsprechenden Antrag der Geschäftsführung am Mittwoch zugestimmt, teilten die Gesellschaft und das Thüringer Sozialministerium mit. Als Generalbevollmächtigte sind Stefan Ettelt von Kulitzscher & Ettelt sowie Dirk Schoene von Dentons aktiv, zum Sachwalter bestellte das Gericht Dr. Rainer Eckert aus der gleichnamigen Kanzlei.

Eigenverwaltung

Der Personaldienstleister Teilzeit Thiele hat Anfang Dezember die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Bielefeld ernannte Pluta-Partner Stefan Meyer zum vorläufigen Sachwalter. Der Geschäftsbetrieb wird mit Insolvenzgeld für die rund 1.500 Mitarbeiter vorläufig fortgeführt. In der Eigenverwaltung wird die Geschäftsführung von BRL Boege Rohde Luebbehuesen unterstützt.

Insolvenz

Der Autozulieferer Mitec Automotive geht in die Insolvenz. Ausschlaggebend für die Insolvenzanmeldung beim Amtsgericht Meiningen soll neben der aktuellen Marktlage ein Urteil des Landgerichts Meiningen gewesen sein. Während die Geschäftsleitung des Thüringer Herstellers von Getriebekomponenten sich von Schneider Geiwitz & Partner beraten lässt, wurde Axel Bierbach von der Münchner Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Regelsanierung

Der in finanzielle Schieflage geratene Online-Händler Lesara wechselt von der Eigenverwaltung zur Regelinsolvenz. Der bisherige vorläufige Sachwalter, Christian Graf Brockdorff von BBL Bernsau Brockdorff, wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Aktiengesellschaft bestellt. Mit Anwälten von Kübler und weiteren Beratern versucht das Berliner Unternehmen, die rund 350 Arbeitsplätze zu sichern.

Nach starkem Wachstum

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat ihr Management-Team von drei auf fünf Partner erweitert. Neu hinzu kamen der Stuttgarter Gesellschaftsrechtler Dr. Peter Ladwig (57) sowie der Standortleiter des Hamburger Büros und Insolvenzrechtler Dr. Johan Schneider (43).

Insolvenz

Die Seuffer-Gruppe aus Calw hat Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Auf diesem Weg soll eine wirtschaftliche Rettung des 600 Mitarbeiter starken Unternehmens gelingen, das an drei Standorten Elektronik für Baugruppen in Personen- und Nutzfahrzeugen herstellt.

Unimet

Mit Verwaltern aus zwei Kanzleien geht der Großhändler Unimet in ein Insolvenzverfahren. Dr. Hendrik Heerma von FRH Fink Rinckens Heerma und Dr. Malte Köster von Willmer Köster teilen sich als vorläufige Verwalter seit Anfang November die Gesellschaften der Unimet-Gruppe. Während Heerma die Holding unter seine Fittiche nimmt, wurde Köster vom Amtsgericht Verden für die vier operativen Gesellschaften bestellt.

Insolvenz

Eine Tochter des Stahlbauunternehmens Waagner-Biró ist insolvent. Nach ihrem Eigenantrag eröffnete das Handelsgericht Wien über die SBE Alpha das Konkursverfahren. Die Schieflage dieser Sparte bringt allerdings die ganze Gruppe in Gefahr inklusive der 1854 gegründeten Muttergesellschaft. Zum Masseverwalter bestellte das Gericht Dr. Stephan Riel.

  Juve Plus Waggonbauer Niesky

Der insolvente sächsische Waggonbauer Niesky (WBN) geht vollständig an den slowakischen Wettbewerber Tatravagónka. Dies bestätigte die zuständige Insolvenzverwalterkanzlei Wallner Weiß in Dresden. Damit der Kauf vollzogen werden könne, fehle es aber noch an der kartellrechtlichen Zustimmung. Sie wird in den kommenden Wochen erwartet.

  Juve Plus Bankensoftware gerettet

Das Softwarehaus Dion Global Solutions ist aus der Insolvenz an den Konkurrenten Valantic verkauft worden. Dion ist auf Banken-Software spezialisiert und beschäftigt rund 100 Mitarbeiter an Standorten in Frankfurt am Main, Madrid und Luxemburg. Der Umsatz lag in den vergangenen Jahren bei rund 10 Millionen Euro.

Insolvenzrecht

Die Bundesregierung hat einen Forschungsbericht über die Folgen der Insolvenzrechtsänderung des Jahres 2012 veröffentlicht. Das ,Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen‘ (ESUG) sollte die Insolvenzordnung (InsO) sanierungsfreundlicher machen. Der Bericht sieht aber Schwächen im ESUG, vor allem der sogenannte Schutzschirm kommt schlecht weg. Dies ist nach JUVE-Statistiken jedoch nicht unbedingt berechtigt.