Insolvenzen

Düsseldorf

Die Düsseldorfer Kanzlei Peters holt zwei Partner von Mütze Korsch. Seit November sind der Restrukturierungsexperte Burkhard Niesert (56) und der Gesellschaftsrechtler Ralph Geiger (42) Teil des dann 14-köpfigen Teams. Geiger war bereits bis 2015 bei Peters, hatte sich aber damals mit einem größeren Team Mütze Korsch angeschlossen. Beide kommen als Partner zu Peters.

Energie-Insolvenz

Dr. Philipp Hackländer von White & Case verwaltet den Stromanbieter Clean Energy Sourcing (CLENS), der mit insgesamt fünf Gesellschaften am Amtsgericht Leipzig einen Insolvenzantrag gestellt hatte. CLENS beliefert Industrie- und Gewerbekunden mit Strom aus erneuerbaren Energien.

Hamburg

Als fünfter Partner verstärkt seit November Franck Hilge-Slevogt (43) das Team der Hamburger Kanzlei Hilbrandt Rückert Ebbinghaus. Hilge-Slevogt, der zuvor selbstständig war, übernimmt die Dezernate Bank- und Kapitalmarktrecht sowie Gesellschaftsrecht. Sein eigentlicher Schwerpunkt ist allerdings die Beratung zu Sanierung und Insolvenz.

Köln

Nachdem im September vor allem der Abgang des Kübler-Gesellschafters Dr. Franz-Ludwig Danko zu Römermann für Aufsehen gesorgt hatte, steht nun die neue Adresse zweier Insolvenzverwalter aus der Kübler-Präsenz in Nordrhein-Westfalen fest. Rainer Frölich (46) und Christoph Nüsser (48) wechseln als Partner zum Insolvenzverwalterzweig von AHW in Köln. Außerdem wurde bekannt, dass Christiane Huismans (50) das Berliner Kübler-Büro verlassen hat und nun als Salary-Partnerin für DWF tätig ist.

Großinsolvenz

Der niederösterreichische Elektrohändler Haas ist insolvent, betroffen sind rund 160 Gläubiger und 154 Mitarbeiter. Laut Masseverwalter Dr. Matthias Schmidt soll der Betrieb weitergeführt werden. Ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung wurde am Landesgericht Korneuburg eröffnet.

Windkraft-Krisen

Zwei sehr unterschiedlich gelagerte Fälle aus dem Bereich der Windenergie beschäftigen aktuell die Insolvenz-Experten. In Berlin wurde Jesko Stark von GT Restructuring zum vorläufigen Verwalter der ST3 Holding bestellt. In Nordenham bestellte das Insolvenzgericht Christopher Seagon von Wellensiek zum Insolvenzverwalter der Carbon Rotec. Das Unternehmen produziert mit rund 460 Mitarbeitern Rotorblätter für Windkraftanlagen.

Energiewirtschaft

Mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung will der Personaldienstleister EVB Billing & Services seine Ertrags- und Liquiditätslage nachhaltig verbessern. Der Kölner Partner Thomas Ellrich von Voigt Salus berät dabei die Geschäftsführung. Zum Sachwalter bestellte das Wuppertaler Amtsgericht Dr. Jens Schmidt von der Kanzlei Runkel Schneider Weber.

Insolventer Bodenspezialist

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren befindet sich der Bodenbelagshersteller DLW in der Insolvenz. Diesmal soll ein Verfahren in Eigenverwaltung eine außergerichtlich bereits begonnene Sanierung zum Abschluss bringen. Die Geschäftsführung bleibt im Amt, sie wurde bereits im März mit einem Sanierungsexperten von außerhalb verstärkt: Hans-Norbert Topp, der unter anderem bereits für die krisenerprobte Werkstattkette ATU tätig war, ist als Interimsmanager für die Sanierungsstrategie verantwortlich.

Trigema-Streit

Buchalik Brömmekamp wehrt sich gegen ungewöhnlich scharfe Kritik aus der Insolvenzszene. Öffentlich hatte das Forum 270, ein neu gegründeter Zusammenschluss von Restrukturierungsanwälten, Insolvenzverwaltern und Sanierungsberatern, ein Schreiben der Kanzlei als nachteilig für den Insolvenzstandort Deutschland gebrandmarkt. Dieses war im Juli auch an den Textilunternehmer Wolfgang Grupp (‚Trigema‘) gegangen, der den Brief weitergab und öffentlich kritisierte.

Wiedersehen in Frankfurt

KWM Europe treibt den Wiederaufbau ihres Frankfurter Büros massiv voran. Die Kanzlei, die nach der Insolvenz der Vorgängereinheit im März als Teil des globalen Netzwerks von King & Wood Mallesons gegründet wurde, holt zum November das Team der Mainzer Transaktionsboutique Roos dazu. Mit dem Namenspartner Dr. Michael Roos (52) gewinnen die Frankfurter einen alten Bekannten für sich. Dazu kommen vier weitere Anwälte.

Großes Tennis

Das im Juni in London begonnene Insolvenzverfahren von Boris Becker, Deutschlands größtem Tennishelden, entfaltet auch hierzulande seine Wirkung. Noch ist das Vereinigte Königreich in der EU, noch gilt also die Europäische Insolvenzverordnung grenzüberschreitend für deutsch-britische Fälle. Das Amtsgericht Heidelberg - zuständig für die Stadt Leimen, in der Boris Beckers Elternhaus steht - veröffentlichte am 6. Oktober den Beschluss des High Court und bestätigt so die Wirksamkeit.