Insolvenzen

  Juve Plus Umwandlung durch Insolvenzplan

Am Ende eines ungewöhnlichen Insolvenzplanverfahrens hat der Süßwarenproduzent Jahnke einen Käufer gefunden. Der Insolvenzplan machte den Einstieg des Bonbonproduzenten Ragolds als Mehrheitseigner möglich.

Insolvenzrecht

Die Insolvenzkanzlei Anchor eröffnet Anfang Februar ein Büro in Düsseldorf: Dafür gewann sie als Partner Lars Hinkel (41), der bislang für BBL Bernsau Brockdorff tätig ist. Bislang ist Anchor in Düsseldorf lediglich mit ihrem Managementberatungszweig aktiv.

Aus der Mode gekommen

Pleiten im Einzelhandel dominierten im abgelaufenen Jahr die Insolvenz-Landschaft. Besonders die Krise der Modebranche beschäftigte die renommierten Verwalter und Berater. Die Steilmann-Gruppe mit Verwalter Dr. Frank Kebekus von Kebekus et Zimmermann liegt an der Spitze, insgesamt zehn der 50 größten Insolvenzen betrafen die Modeproduktion oder den Handel mit Kleidung und Accessoires.

  Juve Plus S&K-Fonds

Für die geschädigten Anleger der S&K Real Estate Value könnte es bald noch dicker kommen: Nicht nur, dass sie durch die Pleite der Beteiligungsfonds ihr Geld verloren haben. Nun fordert der Insolvenzverwalter Achim Ahrendt von der Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm auch noch bereits ausgezahlte Ausschüttungen zurück. Ob er damit Erfolg hat, dürfte auch vom Ausgang des Strafprozesses gegen ehemalige S&K-Manager abhängen.

Sanders-Insolvenz

Der Bettwarenherstellers Gebr. Sanders ist insolvent, aber Geschäftsleitung und Anleihegläubiger sind uneins, was zu tun ist: Während das Unternehmen eine Insolvenz in Eigenverwaltung unter Aufsicht des Sachwalters Michael Mönig von Mönig und Partner anstrebt, fordert eine Gläubigergruppe um Robus den Verkauf. Eine endgültige Entscheidung wird wohl frühestens Ende Februar fallen.

Marktkonzentration

Die Anwälte der Berliner Insolvenzverwalterkanzlei LB Ludwig Linkert Binder Birkmann schließen sich mehrheitlich BBL Bernsau Brockdorff & Partner an. Nur Partner Stefan Ludwig (44) wechselt mit einem Associate zu Schultze & Braun. Dort übernimmt er zum Jahresbeginn die Standortleitung für den Insolvenzverwalterzweig.

  Juve Plus Mode

Die Modefirma Strenesse ist wieder verkauft: Nachdem ein Deal mit dem niederländischen Family Office Maeg im Herbst gescheitert war, verkaufte der Insolvenzverwalter Strenesse nun an eine Schweizer Treuhandgesellschaft. Die will den schwäbischen Modehersteller samt Mitarbeitern übernehmen. Das Bundeskartellamt muss der Transaktion noch zustimmen.

Haustiere in Not

Die Karlie Group, Produzent von Artikeln für Haustiere, hat beim Amtsgericht Paderborn ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung begonnen. Das Geschäft der operativen Tochter Karlie Flamingo bleibe davon unberührt, teilte das Unternehmen mit. Als Sanierungsberater sind Dr. Maximilian Pluta und Stefan Meyer von Pluta für Karlie tätig, Sachwalter wurde Dr. Jan Plathner von Brinkmann & Partner.

  Juve Plus Walter Bau

Der Walter Bau-Konzern aus Augsburg und das Königreich Thailand: Mehr als 20 Jahre stritten die ungleichen Parteien rund um den Globus über ein gescheitertes Autobahnprojekt. 2005 ging Walter Bau pleite, seitdem kämpft der Insolvenzverwalter Werner Schneider um Schadensersatz. Nun hat Schneider vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gewonnen. Doch das Thailand-Drama könnte in die Verlängerung gehen.

München

TRACC Legal erhält einen vierten Partner: Florian Schiermeyer (39) wechselt zum Dezember von hww Hermann Wienberg Wilhelm in München. Er passt mit seiner Erfahrung aus vielen insolvenznahen Deals gut in die kleine Transaktionskanzlei, die sich unter anderem auf Distressed M&A spezialisiert hat.

Deutsche Bank

Die Rechtsabteilung der Deutschen Bank in Deutschland ist aktuell nicht Ziel von Restrukturierungsmaßnahmen. Das erfuhr JUVE aus Unternehmenskreisen. Das englische Branchenmagazin 'The Lawyer' hatte berichtet, auch die Rechtsabteilung des Bankhauses sei vom Stellenabbau betroffen.