Insolvenzen

Hamburg

TPW Law, der Rechtsberatungsarm der Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft TPW, hat zum Juli die Insolvenzverwalterin Stephanie Pidun (46) als Partnerin dazu geholt. Pidun kam aus dem Hamburger Büro von SKW Schwarz, das zudem zwei weitere Partnerabgänge zu verzeichnen hat.

Frankfurt

Göhmann hat ihr Frankfurter Büro zum Juli mit Dr. Michael Ott (42) ausgebaut. Der Wettbewerbsrechtler stieg als Partner ein. Er kommt von der Insolvenzrechtskanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm, für die er zuletzt als Salary-Partner tätig war.

EnBW verliert

Mit großer Mehrheit haben sich die Gläubiger der insolventen Windkraft-Firma Prokon für die Umwandlung in eine Genossenschaft ausgesprochen. Der Energiekonzern EnBW, der ein Kaufgebot von 550 Millionen Euro vorgelegt hatte, geht damit leer aus. Wenn keine Einsprüche bestehen, wird das Prokon-Insolvenzverfahren in den kommenden Wochen aufgehoben.

Jetzt kommen die Wirtschaftsprüfer

Der deutsche Insolvenzverwalter-Markt steht vor einem grundlegenden Wandel. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO integriert zum Juli vollständig die Insolvenzkanzlei dnp Depping aus Essen. Die neue Einheit unter dem Namen BDO Restructuring mit dem bundesweit bekannten Verwalter und CRO Bernd Depping (53) hat ihren Hauptsitz in Düsseldorf.

  Juve Plus Insolvenz

Die chinesische Huahai-Gruppe übernimmt den insolventen Maschinenbauer OHE Mining Technology aus Hattingen. OHE hatte im Juni 2014 Insolvenz angemeldet, nachdem die Aufträge von osteuropäischen Kunden speziell in der Ukraine und in Russland ausgeblieben waren. Das Unternehmen ist auf Maschinen und Technologie für den Bergbau spezialisiert.

Erneut insolvent

Nach dem zweiten Insolvenzantrag innerhalb von 18 Monaten kümmert sich nun Horst Piepenburg von Piepenburg Gerling als regulärer Insolvenzverwalter um die Rettung der Einzelhandelskette Strauss Innovation. Piepenburg ist einer der profiliertesten deutschen Verwalter, der zuletzt etwa als Sachwalter von Großunternehmen wie IVG Immobilien oder Hansa-Gruppe tätig war.

  Juve Plus Bene

Die Sanierung des seit über zwei Jahren in der Krise steckenden Büromöbelherstellers Bene AG steht kurz vor dem Abschluss. Die Mehrheit der Hauptversammlung hat am vergangenen Montag dem Restrukturierungskonzept der Gesellschaft zugestimmt. Danach wird ein gemeinsames Vehikel der Investoren Erhard Grossnigg und Martin Bartenstein künftig das Sagen bei dem börsenotierten niederösterreichischen Unternehmen haben.

Insolvenzverwalter

Insolvenzverwalter Martin Schmidt (40) wechselt von Schultze & Braun zu AndresSchneider. Die Insolvenzkanzlei mit Hauptsitz in Düsseldorf erweitert mit dem Neuzugang ihr regionales Profil um Ostwestfalen und das südliche Niedersachsen sowie ihren Partnerkreis von sechs auf sieben Partner.

  Juve Plus Beraterhonorare

Hengeler Mueller muss 4,5 Millionen Euro an Henning Schorisch, Insolvenzverwalter des Solarzellenherstellers Q-Cells, zurückzahlen. Dies hat das Landgericht Frankfurt (LG) in der vergangenen Woche entschieden. Die Kanzlei hat Berufung eingelegt.

  Juve Plus Kettcar-Hersteller

Der Freizeitgeräte-Hersteller Kettler aus dem sauerländischen Ense hat beim Amtsgericht Arnsberg eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Dem Management wird der vom Gericht bestellte Sachwalter Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger von White & Case an die Seite gestellt. Dieser Schritt, heißt es bei Kettler, sei zur Rettung der Firma notwendig, um „unabgestimmte Übernahme durch einen Finanzinvestor zu vermeiden und das Unternehmen neu auszurichten".

Konzentrationsprozess

In der Verwaltung von Unternehmensinsolvenzen hat sich in den vergangenen zehn Jahren ein unaufhaltsamer Konzentrationsprozess entwickelt. Die zehn Verwalterkanzleien, die jeweils die meisten Insolvenzverfahren pro Jahr übertragen bekamen, konnten ihren Marktanteil bis 2014 auf 20,7 Prozent ausbauen. Im Jahr 2005 lag dieser Top-Ten-Anteil noch deutlich niedriger bei 14,3 Prozent.