IPO

  Juve Plus Flug in neue Sphären

Fast sieht es so aus, als hätte Freshfields Bruckhaus Deringer derzeit ein Abonnement auf IPOs. Bei einer ganzen Reihe von Börsenstarts hat sich die Kanzlei in den vergangenen Monaten beweisen können. Erst vor kurzem betreute ein Frankfurter Team die Münchner Wacker Chemie beim bisher größten IPO dieses Jahres (JUVE 06/06). Wenig überraschend also, dass die Wahl der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin bei der Suche nach einer verlässlichen Pilotin für ihren medienwirksam angekündigten IPO auf Freshfields fiel. Beide verbindet zudem schon länger eine Mandatsbeziehung: Seit Jahren begleitet der Frankfurter Partner Dirk Schmalenbach die Luftlinie regelmäßig zu Flugzeugfinanzierungen. Doch die Mandatierung auf Emittentenseite war fast das Einzige, was an dieser Transaktion in gewohnten Bahnen ablief.

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Die Dresdner Factoring AG ist seit Ende April am geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Der Emissionspreis betrug 11,61 Euro. Das Emissionsvolumen belief sich somit 18,24 Millionen Euro. Das Angebot von insgesamt bis zu 1.586.053 Aktien umfasste ein öffentliches Angebot mit Börsenzulassung in Deutschland sowie eine Privatplatzierung in anderen europäischen Jurisdiktionen. Als Globaler Koordinator und Sole Bookrunner agierte die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG. Der überwiegende Teil der angebotenen Aktien stammte aus einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft. Rund 20 Prozent der angebotenen Aktien kamen aus dem Besitz der Altaktionäre Oklahoma Vermögensverwaltungs GmbH und Sparkassenbeteiligungsgesellschaft Sachsen-Anhalt und Hessen-Thüringen.

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Die Zumtobel AG ist im Mai an die Wiener Börse gegangen. Mit einem Emissionsvolumen von rund 525 Millionen Euro (exklusive einer Mehrzuteilungsoption mit einem Volumen von weiteren rund 79 Millionen Euro) war die Transaktion der größte jemals in Österreich durchgeführte Börsengang eines privaten Industrieunternehmens. Die Zumtobel Aktien wurden in Österreich öffentlich angeboten sowie weltweit bei institutionellen Anlegern platziert. Zusätzlich wurden die Aktien den Mitarbeitern der Zumtobel Gruppe in Deutschland, Frankreich, Schweden, der Schweiz und Großbritanien angeboten. Im Zuge des Börsengangs verkaufte der Private-Equity-Investor Kohlberg Kravis Roberts & Co. den größten Teil seines Anteils an Zumtobel. Die Gründerfamilie Zumtobel reduzierte ihren Anteil am Unternehmen ebenfalls, bleibt aber weiterhin der größte Einzelaktionär. Durch eine Kapitalerhöhung floss der Zumtobel Gruppe zusätzliches Kapital zu.

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Die Berliner Beteiligungsgesellschaft MBB Industries AG ist seit Anfang Mai im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die WestLB begleitete als Konsortialbank den Börsengang. Der Platzierungspreis betrug 9,90 Euro. Durch den Börsengang flossen dem 1995 gegründeten Unternehmen vor IPO-Kosten von 15,2 Millionen Euro zu. Nachdem Anfang Juni die WestLB ihre Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt hat, wurden insgesamt 1,84 Millionen Aktien angeboten.

  Juve Plus Börsengang abgewendet

Bertelsmann kauft für 4,5 Milliarden Euro die 25,1-prozentige Beteiligung des Brüsseler Finanzinvestors Groupe Bruxelles Lambert (GBL) zurück. Die Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (Familie Mohn und die Stiftung), der Vorstand des Unternehmens und GBL einigten sich nun nach monatelangem Tauziehen auf den Rückkauf, die Bertelsmann-Mehrheitseignerfamilie Mohn wendete damit die Möglichkeit eines von ihnen befürchteten Gang aufs Börsenparkett ab. Die Transaktion soll zum Juli vollzogen werden.

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Das Schweizer Software-Unternehmen Simulation and Forcecasting AG (SAF) ist im April an den Prime Standard der Frankfurter Börse gegangen. Das Emissionsvolumen des IPOs lag bei 48 Millionen Euro, dem Unternehmen selbst flossen davon rund 20,5 Millionen Euro zu.Die Finanzinvestoren Avida, Ventizz und Wellington gaben ihre Anteile ab, Konsortialführer war die BNP Paribas. SAF entwickelt Bestell- und Prognose-Software für Handel und Industrie. (René Bender)

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Die Bavaria Industriekapital AG hat als erstes Unternehmen in diesem Jahr den IPO im Entry Standard der Deutschen Börse vollzogen. Das Emissionsvolumen betrug rund 15 Millionen Euro. Bavaria Industriekapital erwirbt europaweit Beteiligungen an Unternehmen aus der industriellen Fertigung oder dem Dienstleistungsbereich mit einem Mindestumsatz von 20 Millionen Euro. Das Unternehmensportfolio besteht aus zehn Gesellschaften, die Gruppe beschäftigt rund 1.400 Mitarbeiter. Den Entry Standard gibt es seit Oktober 2005. Der Teilbereich des Freiverkehrs ist von den Transparenzanforderungen und Anlegerschutzbestimmungen des Geregelten Marktes ausgenommen und soll kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zum Kapitalmarkt erleichtern. Derzeit sind 26 Unternehmen in dem Segment gelistet.

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Der Fonds-Initiator Finanzhaus Rothmann AG, ein Tochterunternehmen der börsennotierten Albis Leasing AG, ist an den Geregelten Markt der Frankfurter Börse gegangen. Konsortialbank war die VEM Aktienbank AG. Rothmann erlöste durch den Börsengang 17 Millionen Euro, von denen der Großteil in das Unternehmen und den Ausbau des operativen Geschäfts fließt. Das Finanzhaus gibt Fonds vor allem im Bereich Leasing, aber auch in den Sparten Logistikimmobilien und Lebensversicherungen heraus und erzielte 2004 einen Umsatz von 35 Millionen Euro.

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Die Berliner Jerini AG ist im November an die Börse gegangen. Das Emissionsvolumen des Biopharmaunternehmens belief sich bei vollständiger Ausübung der Mehrzuteilungsoption auf 57 Millionen Euro. Insgesamt wurden 15,5 Millionen junge Aktien sowie weitere 0,6 Millionen Aktien aus der Mehrzuteilungsoption ausgegeben. Rund 35 Prozent befinden sich in Streubesitz. Als Konsortialführer begleiteten die Credit Suisse First Boston und die Deutsche Bank AG den Börsengang. Verschiedene Venture-Capital-Investoren hatten Jerini in den vergangenen Jahren über drei Finanzierungsrunden zur Börsenreife geführt, darunter die schwedische HealthCap als zweitgrößter Anteilseigner sowie 3i, TVM Life Science Venture, PolyTechnos, Sanders Morris Harris, NGN und BIT. Berater Jerini

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Kurz nach ihrer Notierungsaufnahme im Freiverkehr der Frankfurter Börse hat die Centrosolar AG Anfang Oktober durch eine Kapitalerhöhung 66 Prozent der Anteile der Solarstocc AG übernommen. Solarstocc erhielt dadurch zehn Millionen Euro für das weitere Wachstum. Das Management der Solarstocc hält die restlichen Anteile, die zum späteren Zeitpunkt in Centrosolar Aktien umgetauscht werden. Damit wird Centrosolar alleiniger Gesellschafter des Solaranlagenherstellers, der im Geschäftsjahr 2004 mit 40 Beschäftigten einen Umsatz in Höhe von 15 Millionen Euro erwirtschaftete. Der vorangegangene Börsengang von Centrosolar wurde von der Commerzbank begleitet.

  Juve Plus Nächster IPO

Die Lloyd Fonds AG ist seit dem vergangenen Freitag an der Börse notiert. Das Hamburger Emissionshaus wurde in den Amtlichen Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen. Platziert wurden inklusive Mehrzuteilungen über 6,37 Millionen Aktien, der Emissionserlös belief sich auf rund 102 Millionen Euro.