Kanzleiumsätze

PwC-Jahreszahlen

Die deutsche Landesgesellschaft von PricewaterhouseCoopers hat im Geschäftsjahr 2015/16 ihre Gesamtleistung, die mehr oder weniger dem Umsatz entspricht, um knapp 16 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro gesteigert. Das gab das Big-Four-Unternehmen gestern bekannt. Mit einem niedrigen zweistelligen Wachstum weist die Rechtsberatung nach der Sparte Unternehmensberatung die zweithöchste Steigerungsrate auf.

Umsatz

Sehr unterschiedlich haben sich die Umsätze der multidisziplinären Kanzleien entwickelt, die diese im vergangenen Jahr mit Rechtsberatungsleistungen erwirtschaftet haben. Während die Anwaltsbereiche der großen vier Wirtschaftsberater in den letzten 10 Jahren Wachstumsraten zwischen 15 und 25 Prozent vermeldeten, lag die Umsatzsteigerung 2015 im Mittel nur noch bei rund 10 Prozent. Und erstmals gab es auch Verlierer unter den als Big Four bekannten PricewaterhouseCoopers Legal, KPMG Law, EY Law und Deloitte Legal.

Deloitte-Umsatzzahlen

Die deutsche Landesgesellschaft des Big-Four-Prüfungsunternehmens Deloitte hat gestern seine Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Danach stieg der Umsatz der gesamten Gruppe um 22 Prozent auf 963 Millionen Euro. Noch besser entwickelte sich die Rechtssparte, die nach JUVE-Recherchen sogar um 33 Prozent zulegte.

Umsatzentwicklung

Obwohl grenzüberschreitende Kanzleien, hinter denen ein starkes Mutterhaus in Großbritannien oder den USA steht, unter den JUVE 100 in der Minderzahl sind, stehen sie doch für zusammengerechnet rund 45 Prozent des Gesamtumsatzes dieser Gruppe. Dementsprechend liegen sie in Sachen Produktivität klar vorn: Im Schnitt setzt eine UK-Kanzlei in Deutschland 523.000 Euro pro Berufsträger um, bei US-Kanzleien beträgt der Wert 712.000 Euro.

Interview

Fast niemand glaubt mehr, dass die Verhandlungen für das Transatlantische Handels- und Investitionsschutzabkommen (TTIP) in diesem Jahr abgeschlossen werden. Vor allem in Deutschland und Frankreich geben längst Skeptiker den Ton an. Mit Gleiss Lutz-Partner Dr. Stephan Wilske sprach JUVE darüber, welche Rolle das umstrittene Thema Investitionsschutz bei den Verhandlungen spielt.

London

Im Londoner Markt steht eine Großfusion bevor. Nach Angaben des Branchenmagazins 'The Lawyer' stimmen die Partner der CMS Mitgliedskanzlei Cameron McKenna, sowie von Nabarro und Olswang über eine vollständige Fusion ab. Daraus entstünde eine Kanzlei mit fast 400 Partnern sowie mehr als einer Milliarde Euro Umsatz.

Umsatz

Die deutschen Großkanzleien haben mit ihrem Umsatz im Rennen um die Milliarden eine führende Rolle. Sie stellen die Hälfte der zehn umsatzstärksten Kanzleien hierzulande. Auch für die mittelgroßen deutschen Einheiten war es ein gutes Jahr: Deren durchschnittlicher Umsatz pro Berufsträger stieg erstmals über 400.000 Euro. Das ergaben aktuelle Recherchen der JUVE-Redaktion zu den Bilanzen des Geschäftsjahres 2015/16.

Bilanz 2015/16

Die 100 umsatzstärksten Kanzleien in Deutschland haben mehr umgesetzt als je zuvor, beschäftigten so viele Anwälte wie nie und arbeiteten gleichzeitig auch produktiver denn je. Dies ergeben Recherchen der JUVE Redaktion zur Bilanz der wichtigsten wirtschaftsberatenden Sozietäten im Geschäftsjahr 2015/16. Gewinner sind vor allem Finanz-/M&A-Kanzleien sowie Mittelstandskanzleien und Branchenspezialisten.

Noch ein Abgang bei Allen & Overy

Der führende Allen & Overy-Private-Equity-Partner Dr. Michael Bernhardt (43) wechselt zur US-Kanzlei Milbank Tweed Hadley & McCloy. Keine 14 Tage, nachdem der Wechsel von zwei weiteren Partnern bekannt wurde, ist sein Weggang ein erneuter herber Rückschlag für Allen & Overy. Bernhardt gilt als einer der umsatzstärksten M&A-Anwälte der Magic-Circle-Kanzlei in Deutschland.

Clifford Chance

Noch keine Trendwende in Sicht: Auch für das Jahr 2015 muss Clifford Chance einen Umsatzrückgang verkraften. Die Kanzlei erwirtschaftete 178,4 Millionen Euro Umsatz und damit 9,6 Millionen Euro weniger als im Vorjahr oder anders ausgedrückt ein Minus von 5,1 Prozent. Damit ist Clifford erneut das Schlusslicht unter den Magic-Circle-Kanzleien. Sowohl Linklaters als auch Allen & Overy und Freshfields Bruckhaus Deringer schlossen das Geschäftsjahr 2015 jeweils mit einem Umsatzplus ab.