Kanzleiumsätze

SJ Berwin

SJ Berwin hat in ihrem Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland einen Umsatz von 34,6 Millionen Euro erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit schnitt SJ Berwin hierzulande allerdings etwas besser ab als die Gesamtkanzlei, die weltweit einen Umsatzrückgang von 14 Prozent verzeichnete. Auch der Rückgang beim Gewinn pro Equity-Partner, der kanzleiweit um fast 50 Prozent schrumpfte, fiel dem Vernehmen nach in Deutschland erheblich geringer aus.

Bird & Bird

Bird & Bird hat in Deutschland in ihrem Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 45,4 Millionen Euro erzielt. Ihr Vorjahresergebnis (38,9 Millionen Euro) übertraf die Sozietät damit um 17 Prozent. Weltweit erwirtschaftete die britische Kanzlei eine Steigerung um gut zehn Prozent. Der Umsatz lag nach 203 Millionen Euro in 2008 jetzt bei 225 Millionen Euro. In Pfund gerechnet steigerte die Kanzlei den Umsatz weltweit sogar um 29,7 Prozent und kommt auf ein Ergebnis von 186,3 Millionen Pfund (2008: 143,7 Millionen). Grund für die erhebliche Differenz in den Berechnungen ist die Stärke des Euros im Vergleich zum Pfund im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Allen & Overy

Die deutschen Büros von Allen & Overy haben in ihrem Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 102 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einer Steigerung von 17,5 Prozent. Gründe dafür sind unter anderem die Büroeröffnung in München und die damit verbundene höhere Zahl an Berufsträgern sowie die Eurostärke. Jedoch verzeichnete die deutsche Allen & Overy-Praxis auch einen Anstieg des Umsatzes pro Berufsträger. Damit liegt der deutsche Anteil erstmals bei rund zehn Prozent am weltweiten Umsatz, der rund 1,09 Milliarden Pfund beträgt. Kanzleiweit steigerte Allen & Overy ihren Umsatz um sieben Prozent. Zu dem positiven Ergebnis habe auch die Schwäche des britischen Pfunds beigetragen, so die Kanzlei in einer Pressekonferenz. Der Gewinn vor Steuern hingegen fiel um vier Prozent auf 431 Millionen Pfund. Die Kosten der personellen Restrukturierung, die alle im abgeschlossenen Geschäftsjahr aufgefangen wurden, beliefen sich auf 46 Millionen Pfund.

Linklaters

Linklaters hat in ihrem Ende April abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 weltweit einen Umsatz von knapp 1,3 Milliarden britischen Pfund erzielt. Damit bildet die Kanzlei zusammen mit Freshfields Bruckhaus Deringer und Clifford Chance weiterhin die Spitzengruppe der großen britischen Kanzleien mit einem weltweiten Umsatz von über einer Milliarde Pfund. Auf den Gewinn drückte aber das im Zuge der Wirtschaftskrise eingeleitete Reorganisations-Programm "New World", das die Kanzlei mehrstellige Millionen-Beträge an Abfindungen kostete.

Clifford

Die deutschen Büros von Clifford Chance haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 rund 196 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 13 Prozent weniger als im Vorjahr, in dem der Umsatz bei gut 225 Millionen Euro lag. Weltweit gingen die Erlöse nur um fünf Prozent zurück, diese Zahlen hatte Clifford bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht. Der Eindruck, die deutschen Büros stünden im internen Vergleich besonders schlecht da, täuscht jedoch. Auf Basis von Berechnungen in britischen Pfund liegt die deutsche Praxis sogar leicht im Plus und ist nach London die zweitstärkste Praxis. Erstmals ist der Umsatzanteil der Region Kontinentaleuropa, die auch Osteuropa einschließt, sogar mit 41 Prozent etwas höher als der des Londoner Büros, zu dem rechnerisch auch die Standorte Dubai und Abu Dhabi zählen. Der Umsatzanteil der Büros in den USA sank von 13 auf 11 Prozent.

Freshfields

Die nun veröffentlichten Ergebniszahlen von Freshfields Bruckhaus Deringer können sich sehen lassen: Die in britischen Pfund bilanzierende Kanzlei vermeldete für das Ende April 2009 abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,29 Milliarden Pfund.

Umsatzzahlen

Rödl & Partner hat ihren weltweiten Umsatz im Geschäftsjahr 2008 in der Rechts- und Steuerberatung um 7,88 Prozent auf 108,5 Millionen Euro gesteigert. Das gab die MDP-Kanzlei mit Stammsitz in Nürnberg jüngst auf ihrer Jahrespressekonferenz bekannt. In Deutschland stieg der Umsatz in der Rechts- und Steuerberatung allerdings nur um 3,68 Prozent auf rund 63 Millionen Euro, wovon die Rechtsberatung mit rund 42 Millionen Euro den größten Teil ausmachte.

Rückschlag für Beiten

Der anerkannte Immobilienrechtler Hans Thomas Kessler wechselt als Partner mit einem größeren Team zu SJ Berwin. Für Beiten Burkhardt hatte der 42-jährige Praxisgruppenleiter in den vergangenen Jahren ein erfolgreiches Immobilienteam aufgebaut und zählte zuletzt zu den umsatzstärksten Partnern der Kanzlei. Der genaue Zeitpunkt seines Wechsels steht noch nicht fest.Gleichzeitig mit der Entscheidung Kesslers wurde bekannt, dass der SJ-Berwin-Immobilienpartner Dr. Sebastian Gronstedt (51) die Kanzlei verlassen und sich zum Oktober Haarmann anschließen wird. Ein Zusammenhang mit dem Zugang von Kessler soll jedoch nicht bestehen. Gronstedt war seit Frühjahr 2001 bei SJ Berwin.

Weltweiter Umsatz

Baker & McKenzie hat im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, weltweit rund 2,19 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Dies entspricht umgerechnet etwa 1,39 Milliarden Euro. Mit der Steigerung um gut 20 Prozent legte die Kanzlei damit im dritten Jahr in Folge weltweit ein zweistelliges Umsatzwachstum vor.

Luther

Luther hat im vergangenen Geschäftsjahr 12,6 Prozent mehr Umsatz als noch im Vorjahr erwirtschaftet. Damit kann die Kanzlei auf einen erfolgreichen Start in die Unabhängigkeit von Ernst & Young verweisen.Im ersten vollen Geschäftsjahr nach der Trennung von der Big-Four-Gesellschaft (2006) erwirtschaftete Luther 76,2 Millionen Euro. Das Geschäftsjahr lief Ende Juni ab.

Ergebnisse

Es waren nicht die großen Umsatzsprünge von 15, 40 und 20 Prozent aus den Jahren zuvor, aber mit immerhin gut 7 Prozent steigerte die deutsche Praxis von Mayer Brown auch im vierten Jahr in Folge ihren Umsatz. Der Gewinn der drei deutschen Büros in Frankfurt, Köln und Berlin schrumpfte 2007 dagegen investitionsbedingt von 17,8 auf 15,2 Millionen Euro.Die Kanzlei zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Umsatz von 48,3 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2007, das bei Mayer Brown dem Kalenderjahr entspricht. Das Ergebnis von 2007 ist vor allem vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise zu bewerten, denn auch im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Bereiche Corporate und Finance den Löwenanteil des deutschen Umsatzes (54,3 Prozent). Kaum verschoben haben sich die Kräfteverhältnisse innerhalb der deutschen Praxisgruppen. Den größten Anteil am Gesamtumsatz erwirtschaftet unverändert die Corporate-Abteilung mit 38 Prozent (39,2 Prozent im Vorjahr), gefolgt von Finance mit 16,3 (16,7), IP mit 15,4 (15,8) und Immobilienrecht mit 13,2 (11).