Kanzleiumsätze

Erfolgshonorare

Die bekannte Anlegerkanzlei Tilp Rechtsanwälte will verstärkt bei Sammelklagen in den USA und auf europäischer Ebene tätig werden. Zu diesem Zweck hat sie eine Rechtsanwalts-AG nach dem Recht des Schweizer Kantons Obwalden gegründet. Dort ist es ihr erlaubt, Erfolgshonorare zu vereinbaren und Prozesse zu finanzieren.Zu den Aktionären der Gesellschaft Tilp International AG gehört neben Andreas Tilp auch Stephan Holzinger. Der ehemalige Pressesprecher von BMW ist seit 2005 für Tilp tätig. Die neue Kanzlei wird sich schwerpunktmäßig dem verstärkten kontinentaleuropäischen Interesse an Sammelklagen in den USA widmen, aber auch bei ähnlich gelagerten Prozessen in Europa auftreten.

Umsatzzahlen

Beflügelt vom Geschäftszuwachs und der Stärke des Euros steigerte die deutsche Praxis von Lovells ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 17,8 Prozent. Damit liegt sie über dem Gesamtwachstum der Kanzlei von 13 Prozent. Diesen beiden Angaben beruhen allerdings auf der Rechnungsgrundlage von Britischen Pfund. In Euro betrug die Steigerung soweit bekannt 12 Prozent. Damit erzielten die deutschen Lovells-Büros zwischen April 2007 und 2008 einen Umsatz von gut 163 Millionen Euro.

Carsten Koch von Leonhardt Westhelle & Partner ist vorläufiger Insolvenzverwalter der Erich Rohde KG im nordhessischen Schwalmstadt. Der bekannte Schuhhersteller hatte Mitte März Insolvenz beim Amtsgericht Marburg angemeldet, die Richter betrauten mit Koch einen gebürtigen Schwalmstädter mit der Verwaltung. Über 500 der 2.000 Rohde-Angestellten arbeiten in Deutschland, der Vorjahresumsatz lag bei 130 Millionen Euro. +++Während BenQ Mobile in Deutschland das letzte Handy produziert hat und Pluta-Verwalter Dr. Martin Prager (JUVE 11/06) mit der Verwertung der Vermögensgegenstände beginnt, hat ein juristisches Tauziehen um die Insolvenz der BenQ Mobile Holding mit Sitz in den Niederlanden begonnen. Das Amtsgericht München eröffnete ein Sekundärinsolvenzverfahren und bestellte Axel Bierbach von Müller-Heydenreich Beutler & Kollegen als vorläufigen Insolvenzverwalter für die Holding-Gesellschaft - als Nachfolger für Prager, der wegen möglicher Interessenkonflikte nach kurzer Zeit abwinken musste.

Seit mehr als zwei Jahrzenten dominiert Skadden Arps Slate Meagher & Flom die US-Umsatzrankings. Zwar musste sie dieses Jahr den Titel als beliebtester Berater der umsatzstärksten US-Unternehmen (Fortune 500) an Davis Polk & Wardwell knapp abtreten, doch bleibt Skadden in den USA die Kanzlei, über deren Konstanz und Erfolg sich alle anderen den Kopf zerbrechen. Genauso fest sitzt Kirkland & Ellis als Litigation-Kanzlei bei den Fortune 500 im Sattel.

Umsätze

Die internationalen Kanzleien Clifford Chance und Allen & Overy verzeichnen in Deutschland beide Umsatzsteigerungen, die über denen der Gesamtsozietät liegen. Die deutsche Praxis von Clifford Chance hat ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14 Prozent auf rund 174 Millionen Euro gesteigert. Der Zuwachs liegt damit leicht über dem weltweiten Plus von 13 Prozent. Die Kanzlei erzielte insgesamt einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro.

Umsatzzahlen

Clifford Chance hat im Geschäftsjahr 2005/2006 ihren Gesamtumsatz um rund 13 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro (1,03 Milliarden Pfund) gesteigert. Der Gewinn pro Partner stieg um satte 24 Prozent auf 1,18 Millionen Euro (810.000 Pfund).Noch im Vorjahr waren die Umsätze der Gesamtsozietät auf 1,33 Milliarden Euro gesunken, obwohl der Gewinn pro Partner um 15 Prozent auf 936.500 Euro gestiegen war. Zu Buche schlugen hier allerdings deutlich größere Umwälzungen in der Kanzlei, so etwa die Schließung mehrerer Standorte.

Umsatzsprung

Beiten Burkhardt hat im Geschäftsjahr 2005 ihren Gesamtumsatz auf 83,2 Millionen Euro gesteigert. Das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr (69,2 Millionen Euro). Den Löwenanteil steuerten mit rund 84 Prozent (70,1 Millionen Euro) die sieben deutschen Büros bei. Bereits 2004 hatte Beiten ein Umsatzplus von 10 Prozent verzeichnet.

War Ihnen eigentlich klar, wie viele junge Anwälte heutzutage unglücklich sind? Immerhin knapp die Hälfte von 600 befragten Jungjuristen gab in einer Umfrage des Soldan Instituts an, ihr Beruf sei nur zweite Wahl für sie - viel lieber wären sie Richter geworden (11 Prozent), Verwaltungsjurist (8 Prozent) oder Syndikus (15 Prozent). Etlichen Berufsgenossen scheint dabei die zunehmende Marktsättigung zu schaffen zu machen, zumal im vergangenen Jahr die Zahl der Anwälte erneut um 5.562 gestiegen ist. Immerhin erlaubt der Gesetzgeber inzwischen eine Möglichkeit mehr, um sich von der Masse abzusetzen: Seit März dürfen Rechtsanwälte auf ihre Spezialisierung hinweisen, und nicht mehr nur auf die für den Laien eher undurchsichtige Unterscheidung in Interessen- und Tätigkeitsschwerpunkte. Einen Hinweis auf sein Spezialgebiet hat Prof. Dr. Ludger-Anselm Versteyl wohl nicht mehr nötig, zählt er doch zu den namhaftesten Anwälten im Abfallrecht in Deutschland. Dies schlägt sich nun auch in einer neuen Aufgabe nieder: Der Gründungs- und Namenspartner der Kanzlei Versteyl Rechtsanwälte ist Anfang des Jahres in den Verwaltungsrat der Europäischen Umweltagentur (EUA) berufen worden. Er gehört zu den zwei vom Europäischen Parlament benannten wissenschaftlichen Persönlichkeiten, die dem Rat angehören und wird, so die offizielle Pressemitteilung "in Zukunft dazu beitragen, die umweltpolitischen Probleme auf globaler Ebene zu lösen."

Satte Halbjahreszahlen

Die Mehrheit der englischen Top-Kanzleien haben zur Hälfte ihres Geschäftsjahres (Mai-April) zweistellige Umsatzzuwächse verzeichnet. Die höchste Steigerung innerhalb der Magic-Circle-Kanzleien erreichte Linklaters mit 16 Prozent. Allen & Overy schloss weltweit mit einem Plus von 12,5 Prozent, in Deutschland steigerte die Kanzlei ihren Halbjahresumsatz sogar um 35 Prozent auf fast 30 Millionen Euro.

Die neue Offenheit

Als erste der absoluten Top-Kanzleien in Deutschland hat Clifford Chance vor zwei Tagen offiziell Geschäftszahlen bekannt gegeben. Danach sank der Umsatz hierzulande zwar im vergangenen Geschäftsjahr, die deutschen Partner verdienten als Teil der weltweiten Lockstep-Vergütung jedoch mehr.Clifford hatte vor zwei Wochen dazu bereits eine Erklärung abgegeben, wonach der Gewinn pro Equity-Partner weltweit um 15 Prozent gewachsen sei, nämlich von durchschnittlich 843.000 auf 966.000 Euro.

Gewinn rauf, Umsatz runter

Clifford Chance hat den Gewinn pro Partner im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 15 Prozent verbessert. Ein Partner verdiente damit durchschnittlich mehr als 936.500 Euro, im Vorjahr dagegen 817.000 Euro. Die absolute Höhe für den einzelnen Partner sei aber vom Senioritätsgrad und der Region abhängig.Dies teilte die Kanzlei vor zwei Tagen mit.