Kartellrecht

  Juve Plus Drogeriekartell

Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker ist vor dem Frankfurter Landgericht mit einer Schadensersatzklage über 212 Millionen Euro gescheitert. Verwalter Arndt Geiwitz von SGP Schneider Geiwitz & Partner hatte zahlreiche Hersteller wegen vermeintlicher Preisabsprachen verklagt. Nach JUVE-Informationen lief die Klage allerdings aus formalen Gründen in die Leere.

Neugründung

In Hamburg ist zum Juni erneut ein Spin-off an den Start gegangen. Diesmal ist es die Kartellrechtsboutique Oppolzer Seifert der ehemaligen Corinius-Anwälte Sebastian Oppolzer und Dr. Konstantin Seifert.

Herbert Smith

Der deutsche Managing-Partner von Herbert Smith Freehills wechselt zu Clifford Chance. Der Kartellrechtler Michael Dietrich hatte den Posten erst vor einem halben Jahr übernommen. Herbert Smith verliert mit dem Weggang zugleich ihren einzigen deutschen Kartellrechtspartner, die Praxis bei Clifford wächst auf drei Partner in Düsseldorf. Wann Dietrich genau geht und wer sein Nachfolger als Managing-Partner wird, steht noch nicht fest.

  Juve Plus Top-Kanzleien zum historischen BGH-Kartellurteil

Selten prangte auf einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) ein so gewaltiges Preisschild. Sind alle Kartellsünden von vor 2005 verjährt? Von der Antwort hängt ab, ob sich Ansprüche in Milliardenhöhe auf einen Schlag in Luft auflösen. Tun sie nicht, haben die Richter heute am Beispiel Zementkartell entschieden. Wie wirkt sich das aus auf künftige Verfahren und den Justizstandort? JUVE bat dazu Kartellrechtler und Prozessexperten um eine Einschätzung.

Bewegter Litigation-Markt

Der britische Prozessfinanzierer Vannin Capital hat zum Juni in Bonn sein erstes deutsches Büro eröffnet. Leiter ist Theo Paeffgen (50), bis vor einem Jahr Vorstandsmitglied des deutschen Finanzierers Foris, der ebenfalls in Bonn sitzt. Der Schritt der Engländer fügt sich in das große Bild einer Branche im Aufbruch: Internationale Litigation-Finanzierer wollen den bisher mickrigen deutschen Markt aufrollen. Auch Marktführer Burford steht in den Startlöchern.

Prozessfinanzierer Burford

Seit knapp zwei Jahren ist Craig Arnott Managing Director bei Burford Capital. Der 51-Jährige verantwortet bei dem weltgrößten Prozessfinanzierer das ­Geschäft in Europa, Australien und Teilen Asiens. JUVE sprach mit ihm über die Deutschlandpläne von Burford und die deutsche Skepsis gegenüber Prozessfinanzierung.

  Juve Plus Showdown in Karlsruhe

Grundsatzurteile des Bundesgerichtshofs zum Thema Kartellschadensersatz lassen sich an einer Hand abzählen. Groß war die Aufregung deshalb, als der Kartellsenat in dieser Woche zur Verjährung von Ansprüchen verhandelte: Im konkreten Fall geht es um Zement, aber in Wahrheit geht es auch um riesige Schadensersatzkomplexe wie Zucker, Schienen und Lkw. Milliarden stehen im Feuer. Nach zweieinhalb Stunden hitziger Verhandlung kündigten die Richter eine Entscheidung noch für denselben Tag an – aber dann haben sie es sich anders überlegt.

Kartellrecht

Die Münchner Kartellrechtsboutique Buntscheck bekommt zum April Verstärkung. Mit Dr. Andreas Boos (43) holt die Kanzlei schon zum zweiten Mal einen Kartellrechtler von Milbank Tweed Hadley & McCloy als Partner dazu. Boos war bei Milbank zuletzt Special Counsel, was in etwa dem Status eines Salary-Partners entspricht.

OLG-Präsidentin

Niemand steht so lange an der Spitze eines Oberlandesgerichts wie Anne-José Paulsen. Vor 16 Jahren wurde die heute 65-Jährige Präsidentin des OLG Düsseldorf – nun geht sie in den Ruhestand. JUVE sprach mit ihr über Karrieren und Reformen in der Justiz, die Vorteile der Schiedsgerichtsbarkeit und Hausaufgaben für junge Juristen.

Frankfurt

Ashurst baut ihre deutsche Kartellrechtspraxis mit einem Quereinsteiger von DLA Piper aus. Zum März wechselt Dr. Michael Holzhäuser (44), der bisher auch Leiter des Frankfurter DLA-Büros war. Er kommt als Partner und wird das Kartellrecht am Standort Frankfurt aufbauen. Bisher ist die Praxis nur in München vertreten.

Fünftes europäisches Büro

Die vor allem für Massenklagen bekannte US-Kanzlei Hausfeld eröffnet zum Februar ein Büro in Paris. Leiter wird Laurent Geelhand, der parallel weiter auch Chef des Brüsseler Büros ist. Der Schritt ist Teil einer auffälligen Expansion in Europa: Noch bis vor drei Jahren war Hausfeld, die auf Kartellschadensersatz spezialisiert ist, nur in London vertreten.