Inhouse

Überraschender Wechsel

Michael Hengesbach ist nicht mehr Director Human Resources bei Tuifly. Der 42-Jährige hat das Unternehmen Ende Januar mit bislang unbekanntem Ziel verlassen. Seine Nachfolge trat zum Februar Heike Heimann (47) an. Die Juristin war erst im Herbst vergangenen Jahres zum Tui-Konzern gestoßen.

Autobranche

Ende Februar wird der Direktor für Recht und Personal, Thomas Preil (58), Renault Deutschland verlassen. Er geht nach Angaben des Unternehmens auf eigenen Wunsch, um sich neuen Projekten zu widmen. Über sein Ziel ist nichts bekannt. Preils Aufgaben übernimmt zunächst Uwe Hochgeschurtz (53), der seit Juni 2016 Vorstandsvorsitzender des Importeurs ist.

Aufbau

Der Aufbau der Rechts- und Compliancefunktion beim Logistiker Postcon geht weiter: Anfang Februar übernahm Dr. Holger Schier die Position des Leiters Compliance & Datenschutz. Der 40-Jährige kommt von Metro.

Danone

Dr. Bernd Hartlage ist seit Februar General Counsel für die Region DACH bei Danone. Bisher war der 53-Jährige Legal Director bei der Danone GmbH in Haar bei München. In der neu geschaffenen Position verantwortet er alle vier Geschäftsfelder von Danone in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Pharma

Zum April übernimmt Michael Groh die Rechtsleitung beim Pharmaunternehmen Hexal. Der 42-Jährige kommt von GlaxoSmithKline, wo er seit dem vergangenen Jahr für die Rechtsgeschäfte von GSK Consumer Healthcare in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich war. Seine Vorgängerin bei Hexal, Nicole Meissner, konzentriert sich künftig auf ihre Kanzleitätigkeit.

VW-Abgasaffäre

Bosch steht in Sachen Abgasaffäre kurz vor der Einigung mit amerikanischen Klägern. Der schwäbische Autozulieferer teilte mit, er wolle den Sammelklägern knapp 330 Millionen Dollar zahlen, also rund 300 Millionen Euro. Ein Schuldeingeständis sei damit aber nicht verbunden. Für Bosch begleiten unter der Federführung von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton die Kanzleien Sidley Austin und Hengeler Mueller die Vergleichsverhandlungen.

Interview zu Legal Tech

Was kann Legal Tech? Zwischen der Weltherrschaft der Roboter und „Alles bleibt, wie es ist“ scheint alles möglich. Natürlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Etwas genauer weiß es Dirk Hartung: Er ist Legal-Tech-Leiter an der Bucerius Law School in Hamburg und Mitgründer der European Legal Tech Association. Im JUVE-Interview erklärt er, warum Rechtsabteilungen am meisten zu gewinnen haben – und warum sich Kanzleien beim Thema Legal Tech so schwer tun.

Gehälter

Die Gehälter für Chefjuristen in Deutschland legen erneut zu. Im Median lag das Grundgehalt 2016 bei 144.000 Euro, flankiert von geldwerten Zusatzleistungen im Wert von 40.000 Euro. Insgesamt zeichnet sich ab, dass Inhouse-Positionen mit Führungsverantwortung von Jahr zu Jahr besser dotiert werden, während die Zahlungen auf Mitarbeiterebene eher stagnieren.

Kommentar

Nach nur einem Jahr als Chefaufklärerin verlässt Dr. Christine Hohmann-Dennhardt den VW-Konzern wieder. Diese Personalie lässt alle als Verlierer dastehen: Hohmann-Dennhardt, denn sie ist an den Wolfsburger Verhältnissen gescheitert. Vor allem aber VW selbst, denn der Konzern bestätigt wieder einmal alle, die ohnehin nicht glauben, dass es ihm ernst ist mit der Aufklärung des Dieselskandals.

JUVE-Umfrage

14 Prozent der bereits zugelassenen Syndikusrechtsanwälte werden ständig oder häufig von ihren operativen Kollegen unter Druck gesetzt. Sie sollen ihre rechtliche Bewertung an die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens anpassen. Das ergibt die aktuelle JUVE-Inhouse-Umfrage. Dieses Ergebnis ist bedenklich. Denn Unabhängigkeit und Weisungsfreiheit sind zwingende Voraussetzungen für die Zulassung zum neuen Berufsstand des Syndikusrechtsanwalts.