Inhouse

Deutsche Bahn

Gerüchte kursierten schon seit Wochen, nun ist es amtlich: Die langjährige Rechtsabteilungsleiterin der Deutschen Bahn Marianne Motherby wird das Unternehmen Ende Juni verlassen. Ihr Nachfolger wird Dr. Alexander Gommlich, ebenfalls schon seit Jahren bei der Bahn. Seit April hat die Abteilung zudem eine neue Struktur: Aus zuvor sieben Hauptabteilungen wurden vier.

M&A und Patente

Der Bremssystem-Hersteller Knorr-Bremse hat im Zuge der Neuordnung seiner Rechtsabteilung zwei Leitungsfunktionen neu besetzt. Christian Vornehm (44) steht ab Mai der sogenannten Service Line M&A/Antitrust vor. Bereits im März wurde Christian Hamann (36) zum neuen Chef des Patent- und Markenrechts ernannt.

Deutsche Bank-Querelen

Georg Thoma (71) tritt als Vorsitzender des Integritätsausschusses der Deutschen Bank zurück und verlässt auch den Aufsichtsrat. Darüber informierte der Gesellschaftsrechtler und of Counsel von Shearman & Sterling die Bank gestern. Thomas Entscheidung kommt nicht überraschend. Der bekannte Wirtschaftsanwalt war zuletzt aus dem Aufsichtsrat heraus als Leiter des Integritätsausschusses harsch kritisiert worden.

Ärger bei der Deutschen Bank

In der Deutschen Bank eskalieren im Aufsichtsrat Konflikte um die Aufarbeitung von Skandalen der Vergangenheit – vor allem der renommierte Wirtschaftsanwalt Georg Thoma wird heftig attackiert. Für Ärger sorgen auch externe Mandatierungen.

ZF Friedrichshafen

Nach der milliardenschweren Übernahme des Automobilzulieferers TRW vor einem Jahr ist der deutsche Technologiekonzern ZF Friedrichshafen im Integrationsmodus. Im JUVE-Interview erläutert Werner Stuffer, der im vergangenen Sommer als neuer Steuerabteilungsleiter kam, die strikte Zentralisierungs- und Outsourcingstrategie seiner Abteilung.

Umsätze 2015

Den mittelständischen Wirtschaftskanzleien in Deutschland geht es gut – zumindest, wenn man ihre Zuwachsraten beim Umsatz betrachtet. Im Schnitt legten sie 2015 um 4,2 Prozent zu. Gemeinsam erwirtschafteten die größten von ihnen rund 950 Millionen Euro. Diese exklusive JUVE-Analyse berücksichtigt aber nur jene 34 Sozietäten, die ihr Geschäftsjahr zum 31.12. abgeschlossen und über 10 Millionen Euro verdient haben. Noch bemerkenswerter: Auch den Umsatz pro Berufsträger (UBT) konnten viele Kanzleien steigern. Die Folge ist ein neuer Rekord beim UBT-Durchschnittswert. Illustrieren lässt sich dies am besten am Beispiel von zwei größeren Einheiten.

ADAC-Grabenkämpfe

Beim ADAC spitzen sich kurz vor der Hauptversammlung Anfang Mai interne Auseinandersetzungen zu: Zwei JUVE vorliegende Hinweise an die Compliance-Abteilung bringen den ADAC-Präsidenten Dr. August Markl und den langjährigen Generalsyndikus Werner Kaessmann in Erklärungsnot. Der Dortmunder Anwalt Kaessmann hatte kürzlich angekündigt, Ende Mai sein Amt aufzugeben.

Compliance

Die Deutsche Bank hat die weltweiten Führungsposten ihrer Compliance- und Anti-Geldwäscheabteilungen neu besetzt: Die Amerikanerin Pamela Root kommt im Juni als weltweite Compliance-Beauftragte, der Brite Peter Hazlewood einen Monat später als weltweite Spitze für Anti-Financial Crime (AFC). Beide berichten an Sylvie Matherat, die seit Januar im Vorstand die Compliance-Themen verantwortet.

Panama Papers

Nach den Enthüllungen der sogenannten Panama Papers vor wenigen Tagen ist die Kanzlei Mossack Fonseca durch ihre Geschäfte mit Briefkastenfirmen weltweit in aller Munde – die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt unterdessen bereits seit einem Jahr gegen die Kanzleichefs Jürgen Mossack und Ramon Fonseca. Sie geht Hinweisen über einen Verdacht auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung nach. Mehrere Banken zahlten im Zusammenhang mit Panama-Geschäften schon 2015 millionenschwere Bußgelder.

Deutsche Bank

Das Personalkarussell in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank dreht sich weiter. Die 350 Juristen der Bank in Deutschland haben neben Matthias Otto nun einen weiteren Chef: Dr. Thorsten Seyfried ist neuer Co-General Counsel. Der Posten war vakant, nachdem Dr. Florian Drinhausen kurz vor Ostern zum Chief Governance Officer ernannt worden war und damit zum Nachfolger von Daniela Weber-Rey.

Industrie 4.0

Die unternehmensübergreifende Vernetzung der Wirtschaft bringt eine Fülle neuer Rechtsfragen mit sich. Die Industrie 4.0 beschäftigt Verbände, Politik und Rechtsabteilungen gleichermaßen. Zumindest Verbände und Rechtsabteilungen sind sich einig: Die Politik sollte sich mit übereilten Gesetzesinitiativen zurückhalten.