Insolvenzen

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Die DyStar Textilfarben GmbH wird innerhalb von zwei Jahren rund 40 Prozent der 1.900 Arbeitsstellen in Deutschland abbauen. Betroffen sind die Standorte Frankfurt, Ludwigshafen und Leverkusen. Ein Großteil der insgesamt 750 Stellen wird nach Asien verlagert. Für die vom Personalabbau betroffenen Mitarbeiter werden Transfergesellschaften installiert. DyStar, ein ehemaliges Jointventure der Textilfarbensparten von Bayer, BASF und Hoechst, war im August 2004 an den amerikanischen Finanzinvestor Platinum Equity aus Los Angeles verkauft worden. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 3.900 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2003 erzielte es einen Umsatz von rund 791 Millionen Euro.

Insolvenzkanzlei wächst in Berlin

Die Aachener Insolvenzkanzlei Mönning & Georg hat im April zwei Anwälte in ihr Berliner Büro aufgenommen.Neuer Partner wurde Kurt Rebholz. Der Jurist war seit 2001 in eigener Kanzlei tätig und dort insbesondere auf die Durchsetzung insolvenzspezifischer Ansprüche und allgemeines Wirtschaftsrecht spezialisiert. Zuvor war er fünf Jahre bei der renommierten Berliner Insolvenzverwalterpraxis Feser & Spliedt angestellt.

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Wovon leben Anlegeranwälte? Von Anlegern, genauer: geprellten Anlegern, noch genauer: vielen geprellten Anlegern. Daher dürfte sich die Zunft seit ein paar Wochen wie im Paradies vorkommen. Schließlich sind im März innerhalb von zwei Wochen rund 60.000 neue potenzielle Kunden hinzugekommen. Am 14. des Monats meldete das Frankfurter Wertpapierhandelshaus

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Die öffentlich-rechtliche Landesbank Berlin (LBB) wird Anfang 2006 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Gleichzeitig soll sie mit der Aufgabe des Trägers der Berliner Sparkasse beliehen werden. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat der Berliner Senat Mitte März beschlossen.

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Die Kinowelt GmbH hat aus der Insolvenzmasse von KirchMedia sämtliche DVD-Rechte der Filmbibliothek sowie eine große Anzahl weiterer Filmrechte für Deutschland und Österreich bis einschließlich 2012 erworben. Das rund 5.500 Spielfilme und TV-Serien umfassende Paket beinhaltet unter anderem Klassiker wie "Sissi", "Der Name der Rose" und die "Feuerzangenbowle" aber auch aktuelle Titel wie den kürzlich mit vier Oscars prämierten Spielfilm "Millionen Dollar Baby". Berater Kinowelt

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Die Münchner GPC Biotech AG hat im März die wichtigsten Vermögenswerte der insolventen Axxima Pharmaceuticals AG erworben. Axxima, ein Münchner Unternehmen für Medikamententwicklung im Bereich Kinasen, hatte im Dezember 2004 Insolvenz angemeldet. Die Vermögenswerte wurden in eine neu gegründete Auffanggesellschaft übertragen. Einige Altinvestoren, unter der Führung von TVM Techno Venture Management, sowie neue Investoren statteten die Auffanggesellschaft mit zusätzlichen 8,7 Millionen Euro aus. GPC Biotech, die auf die Entwicklung neuartiger Krebsmedikamente spezialisiert ist, erwarb die Gesellschaft daraufhin in einer zahlungsneutralen Transaktion durch Ausgabe von rund 1,3 Millionen neuer Aktien für einen Gesamtwert von 13,7 Millionen Euro. Berater GPC Biotech

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Die Insolvenzen größerer Unternehmen, also insbesondere von Personen- und Kapitalgesellschaften, gingen im vergangenen Jahr um knapp sechs Prozent gegenüber 2003 zurück. 22.424 Verfahren dieses Segments zählte das Statistische Bundesamt für 2004, teilte die Behörde Anfang März mit.

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Die Tele München-Gruppe (TMG) wurde im Rahmen einer komplexen Refinanzierung der Cinemaxx AG neuer Hauptaktionär der finanziell angeschlagenen, börsennotierten Kinokette. Über die Concorde Beteiligungs GmbH hält TMG knapp unter 50 Prozent der Cinemaxx-Anteile. Die bereits Ende Oktober beschlossenen Kapitalmaßnahmen mit einem Volumen von 47 Millionen Euro wurden Mitte Januar trotz vier anhängiger Anfechtungsklagen ins Hamburger Handelsregister eingetragen. TMG hatte dazu von der Dresdner Bank ein Portfolio von Kredit- und Aval-Forderungen gegen Cinemaxx übernommen und nach einem Kapitalschnitt als Sachkapitalerhöhung in die Kinokette eingebracht. Cinemaxx ist durch diese Maßnahme und parallele Forderungsverzichte fast vollständig entschuldet. TMG-Chef Dr. Herbert Kloiber wurde im Zuge der Refinanzierung zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. (CT)

Ende der Clifford-Restrukturierungspraxis in New York

Die gesamte New Yorker Insolvenzrechtsabteilung von Clifford Chance hat die Kanzlei verlassen und schließt sich der US-Kanzlei Kaye Scholer an. Dies wurde Mitte Februar bekannt. Angeführt wird das Team von der örtlichen Leiterin der Praxisgruppe, Margot Schonholtz. Die 49-Jährige wird von den vier Partnern Mark Liscio, Jill Kurtzman, Madlyn Primoff und Scott Talmadge sowie 15 Associates begleitet. Laut Presseberichten gehörten Schonholtz und Liscio zu den umsatzstärksten Anwälten im New Yorker Clifford-Büro. Beide sollen so genannte Super-Pointer gewesen sein, also über der obersten Stufe der kanzleiweiten Lockstep-Vergütung gelegen haben.

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"Verwalter sind Individualisten", sagt Ulrich Brugger. Das ist sicherlich richtig. Und man wünscht sich, sie wären auch Strategen. Denn durch besonders geschickte strategische Schachzüge zeichnet sich die Zunft der Insolvenzverwalter bislang nicht gerade aus. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass die Hochzeiten von Verwalterkanzleien in den vergangenen Jahren immer mit Scheidungen endeten?

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Der Schweizer Eisenbahnwagon-Hersteller Stadler Rail AG hat den Produktionsstandort Weiden der PFA Partner für Fahrzeugausstattung übernommen. Die PFA befindet sich seit Anfang 2001 in der Insolvenz. Für Stadler ist dies nach der Übernahme des ehemaligen Adtranz Werkes in Berlin die zweite Investition in Deutschland. Die Stadler-Gruppe beschäftigt in Deutschland und der Schweiz über 1.100 Mitarbeiter, der Umsatz lag im vergangenen Geschäftsjahr bei rund 400 Millionen Schweizer Franken. Berater Stadler Rail