Insolvenzen

  Juve Plus Insolvenz

Beim Schreibwarenhersteller Herlitz AG ist Peter Leonhardt (Leonhardt & Partner) zum vorläufigen Verwalter bestellt worden. Der Berliner Anwalt sitzt Presseberichten zu Folge damit in einem Unternehmen, das – von Missmanagment geprägt – seit Jahren stets knapp an der Pleite vorbei geschlittert sei.

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Zudem ist die Fiege Bau und die Fiege Transport- und Baustoffhandel GmbH ins Straucheln geraten. Die ebenfalls aus Thüringen stammenden Baufirmen mit mehrerern hundert Angestellten werden vom Erfurter Anwalt Marco Comes (Wutzke & Förster) vorläufig verwaltet.

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Die neben Holzmann zweite große Pleite im Bausektor hat den Thüringer Baudienstleister Mühl Product & Service AG getroffen. Nach wochenlangem Hin und Her um das mit 250 Millionen Euro in der Kreide stehende Unternehmen, war die Insolvenz nicht mehr abzuwenden. Vorläufiger Verwalter des größten Baubetriebes Ostdeutschlands, das 3800 Mitarbeiter zählt, ist der Erfurter Anwalt Rolf Rombach (Lieser Rombach & Kollegen). Er will Mühl mit einem Insolvenzplan retten.

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Zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten hat die Hamburger Wünsche AG einen Insolvenzantrag gestellt. Das Modeunternehmen war bereits im Dezember 2001 zum Konkursrichter gegangen, zog den Antrag jedoch kurze Zeit später wieder zurück. Ein vom Hamburger Freshfields Bruckhaus Deringer-Büro ausgearbeitetes Sanierungskonzept überzeugte damals die Gläubiger. Die Vereinbarung ist nach Auskunft von Freshfields-Anwalt Dr. Lars Westphal nun aber geplatzt, weil bei der Wünsche-Tochter Joop! GmbH unvorhergesehene Steuernachforderungen eingingen. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Dr. Hans-Ulrich Hildebrandt (Johlke, Niethammer & Partner) benannt. Tage später wurde zudem bekannt, dass auch eine weitere Wünsche-Tochter, die Mönchengladbacher Cinque-Modevertriebsgesellschaft mbh den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt hat.

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Die Ludwigshafener Karl Steiger GmbH hat Insolvenz anmelden müssen. Nach Auslaufen des Vertrags mit der Shell AG vor zwei Jahren büßte das Unternehmen, das Service- und Wartungsarbeiten an Tankstellen durchführt, mehr als die Hälfte ihres Umsatzes ein. Thomas Fetsch aus dem Mannheimer Büro des vorläufigen Insolvenzverwalters Peter Depré (Depré & Coll.) teilte mit, dass allen 17 verbliebenen Mitarbeitern gekündigt worden sei und es “ein bisschen nach Zerschlagung” aussehe.

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In die Krise geraten ist die Gelsenkirchener Drogeriekette Spinnrad GmbH. Als vorläufiger Verwalter fungiert seit Anfang März Rolf Otto Neukirchen von der Essener Anwaltskanzlei Dr. Schulz und Sozien. Die Geschäftsführung der Gesellschaft mit bundesweit 216 Filialen und knapp 1600 Beschäftigten, nannte als einen Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten unter anderem, dass das angestammte Publikum dem Drogeristen die Kooperation mit der Reality-Show “Big Brother” übelgenommen habe.

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Der Luxuswagenhändler Helmut Becker ist ins Straucheln geraten und hat die Führung seiner Gesellschaften Auto Becker GmbH & Co. KG und Auto Becker Verwaltungs GmbH an den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Frank Kebekus (Kebekus & Zimmermann Rechtsanwälte) abgeben müssen. Der Düsseldorfer Anwalt teilte mit, dass er den Geschäftbetrieb des Autohauses, in dem rund 100 Arbeitnehmer beschäftigt sind, bis auf weiteres fortführen werde. Eingebrochen war vor allem das Massengeschäft der Marken Nissan und Opel, während der Verkauf von Ferrari, Maserati, Bentley und Rolls-Royce nach wie vor zufriedenstellend laufe.

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Dr. Wolfgang Bilgery aus dem Stuttgrater Büro von Wellensiek Grub & Partner hat einen potenziellen Käufer für den zahlungsunfähig gewordenen Hänssler-Verlag gefunden. Ob alle 120 Mitarbeiter des christlichen Druckhauses weiter beschäftigt werden, könne er jedoch noch nicht zusagen.

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Das Insolvenzgericht Marburg hat sich bei der Pleite der Frick Teppichboden Supermärkte GmbH ebenfalls für die Heidelberger Großkanzlei Wellensiek Grub & Partner entschieden. Der vorläufige Verwalter Christopher Seagon stellte den 1350 Beschäftigten in 200 Filialen die Sanierung durch einen Insolvenzplan in Aussicht.

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Dr. Jobst Wellensiek (Wellensiek Grub & Partner) ist Anfang März zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Hockenheimer Süba Bau AG bestellt worden. An den einzelnen Geschäftsbereichen des Wohnungsbauträgerunternehmens mit 450 Mitarbeitern seien viele potente Investoren interessiert, teilte Wellensiek nach einem Gespräch mit 40 beteiligten Banken mit.

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Bei der Fairchild Dornier GmbH, dem Oberpfaffenhofener Luftfahrtunternehmen, gilt als Grund der Zahlungsunfähigkeit vor allem die Marktunsicherheit nach den Anschlägen des 11. September. Der Betrieb, in dem 3600 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird nun vom vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Eberhard Braun (Schultze & Braun GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geführt.