Insolvenzen

Textilbranche

Die Textilhandelskette AWG Allgemeine Warenvertriebs-GmbH hat beim Amtsgericht Esslingen die Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens beantragt. Das schwäbische Unternehmen mit 2.900 Mitarbeitern will sich mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung sanieren. Martin Mucha von Grub Brugger ist als Generalbevollmächtigter in die Geschäftsführung eingestiegen, vorläufiger Sachwalter ist Dr. Holger Leichtle von Schultze & Braun.

Gerry-Weber-Insolvenz

Die Muttergesellschaft des Modekonzerns Gerry Weber ist insolvent. Für die Gerry Weber International, in der rund 580 Mitarbeiter tätig sind, agiert jetzt Branchenexperte Dr. Christian Gerloff von Gerloff Liebler als Generalbevollmächtigter. Das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, angesiedelt beim Amtsgericht Bielefeld, begleitet Stefan Meyer von Pluta als vorläufiger Sachwalter.

  Juve Plus Londoner Manöver

Die arabische Airline Etihad hat sich der zivilen Luftfahrt verschrieben. In Richtung des einstigen Verbündeten Air Berlin hat sie nun aber das abgefeuert, was Juristen als umgekehrten Torpedo bezeichnen: Etihad versucht, ein bereits laufendes Schadensersatzverfahren von Berlin nach London zu ziehen. Im Dezember 2018 hatte der Air-Berlin-Insolvenzverwalter Etihad auf zwei Milliarden Euro Schadensersatz verklagt. Vor allem mit Blick auf den Brexit steuert der Fall auf rechtliches Neuland zu.

  Juve Plus Abgewiesen

Die Millionenpleite der P+S-Werften in Stralsund und Wolgast beschäftigt weiterhin die Gerichte. Für die ehemalige Sanierungsgutachterin KPMG gab es heute allerdings erst mal Entwarnung: In einem Prozess vor dem Landgericht Hamburg konnten die ehemaligen Berater Millionenforderungen gegen sich abschmettern. Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann fordert in einem noch anhängigen Verfahren aber weiterhin Schadensersatz von KPMG.

München

BBL Bernsau Brockdorff & Partner hat sich zum Januar mit Birgit Kurz verstärkt. Die 46-jährige Restrukturierungsexpertin wechselt nach 18 Jahren von Siemens an den Münchner Standort der Kanzlei. Sie kommt als angestellte Anwältin.

Insolvenz

Das Amtsgericht Münster hat Stephan Michels aus der gleichnamigen Kanzlei zum Sachwalter des angeschlagenen Schuhhändlers Schuhpark Fascies bestimmt. Zur juristischen Unterstützung kamen Dr. Georg Bernsau und Andreas Pantlen von BBL Bernsau Brockdorff hinzu. Das Unternehmen aus Warendorf beschäftigt derzeit mehr als 900 Angestellte.

Insolvenz

Die Unternehmensgruppe 'Unser Heimatbäcker' hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Amtsgericht Neubrandenburg hat dem Konzernantrag zugestimmt. Das Unternehmen aus Pasewalk in Vorpommern betreibt unter der Marke 'Lila Bäcker' mit mehr als 400 Filialen die fünftgrößte Filialbäckerei in Deutschland und beschäftigt rund 2.700 Mitarbeiter.

  Juve Plus Aus der Insolvenz

Der insolvente schwäbische VW-Zulieferer SAM geht an den chinesischen Konzern Fuyao. Das Unternehmen aus dem Landkreis Göppingen wird mit allen Arbeitsplätzen erhalten bleiben, teilte Insolvenzverwalter Holger Leichtle am Montag mit. Einen Großteil des Umsatzes macht das Unternehmen mit Volkswagen, aber auch Mercedes-Benz, General Motors und Volvo gehören zu seinen Kunden. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht noch aus.

  Juve Plus Steiermark

Der steirische Garnhersteller Borckenstein hat beim Landgericht Graz Insolvenz angemeldet. Zum Masseverwalter wurde Dr. Alexander Isola von Graf & Pitkowitz bestellt. Stellvertreter ist Stefan Weileder. Das Unternehmen ist mit rund 13 Millionen Euro überschuldet. Betroffen sind laut Gläubigerschutzverband KSV 124 Dienstnehmer und rund 190 Gläubiger.

Schwere Last

Die Schwergutreederei Hansa Heavy Lift in Hamburg hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht bestellte Dr. Christoph Morgen von Brinkmann & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Wegen der grenzüberschreitenden Aktivitäten des Unternehmens ist der Fall ausdrücklich als Hauptinsolvenzverfahren nach der Europäischen Insolvenzverordnung (EuInsVO) deklariert worden.

  Juve Plus Insolvenzstreit bei SKW Stahl

Dieser Streit könnte beim Bundesverfassungsgericht landen: Die Übernahme der börsennotierten SKW Stahl-Metallurgie durch den Private-Equity-Investor Speyside im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens brachte die verbliebenen Aktionäre auf die Barrikaden und hält nun seit Monaten schon die Gerichte in München auf Trab. Trotz einer Niederlage sehen die Altaktionäre rund um den ehemaligen Aufsichtsrat Dr. Olaf Marx und die Beteiligungsgesellschaft MCGM ihre Rechtsmittel noch nicht erschöpft und wenden sich nun parallel nach Karlsruhe.