Kartellrecht

Berlin

Erneut betritt eine US-Klägerkanzlei den deutschen Markt: Nach London im Jahr 2015 und Amsterdam 2019 hat Scott + Scott zum November in Berlin ihr drittes europäisches Büro eröffnet. Zum Startteam gehören Markus Hutschneider, der aus der Prozessabteilung der Deutschen Bahn kommt, und Dr. Michael Melber, derzeit noch Litigation-Partner bei K&L Gates. Die Kanzlei will sich in Deutschland vor allem auf Streitigkeiten um Kartellschadensersatz konzentrieren.

Frankfurt

Latham & Watkins verliert erneut einen renommierten Partner: Der Kartellrechtler Dr. Georg Weidenbach wechselt zu Gibson Dunn & Crutcher. Weidenbachs Schritt wird nur eine Woche nach dem Weggang des prominenten vierköpfigen Corporate-Teams um Managing-Partner Dr. Harald Selzner zu Noerr bekannt. Latham hat unterdessen ein neues deutsches Führungsteam ernannt.

  Juve Plus Erstes BGH-Urteil im Lkw-Kartell

Die Prozesslawine um das Lkw-Kartell hat den Bundesgerichtshof erreicht. Seit gestern gibt es ein erstes Urteil: Formal hat Daimler gewonnen, allerdings ließ der Verlauf der Verhandlung darauf schließen, dass die Lkw-Konzerne wohl manche bittere Pille schlucken müssen – und am Ende doch noch die Klägerin, eine Baufirma aus Verden, triumphieren könnte.

Kartellrecht

Die Kartellrechtspraxis von Orrick Herrington & Sutcliffe hat zum August Verstärkung bekommen: Als neuer Local Partner kam Dr. Lars Mesenbrink, zuletzt Senior Associate bei Hengeler Mueller.

Düsseldorf

Eine solche Neugründung durch erfahrene Unternehmensanwälte gibt es selten: Die Gründungspartner der Düsseldorfer Kanzlei Marck haben zuletzt mehrere Jahre in Führungspositionen bei Metro und Ceconomy gearbeitet. Nun wagen Dr. Georg Schmittmann und Dr. Reto Batzel den Schritt in die Selbstständigkeit und gründen eine Boutique für Kartellrecht, Compliance und Investigation.

Freshfields

Auf 453,5 Millionen Euro steigerten die deutschen Standorte von Freshfields Bruckhaus Deringer im vergangenen Geschäftsjahr ihren Umsatz. Nach kräftigen Zuwächsen in den beiden Vorjahren konnte die Kanzlei ihr Ergebnis zwischen Mai 2019 und April 2020 noch einmal um 2,6 Prozent steigern. Wegen aufwändiger Compliance-Mandate ist die Kanzlei dabei auch personell gewachsen und zählt hierzulande weit über 500 Anwälte. Dies geht allerdings zulasten des UBT. In Österreich erwirtschaftete die Kanzlei ein Umsatzplus von 4,1 Prozent.

Kartellrecht

Die Neu-Ulmer Rechtsanwaltsgesellschaft SGP verstärkt sich zum Juli mit Dr. Volker Soyez von Haver & Mailänder. Soyez steigt bei SGP als Equity-Partner ein und soll den Brüsseler Standort aufbauen. Der Kartellrechtler war zuvor über zehn Jahre für Haver & Mailänder tätig.

Frankfurt

Konfliktlösung ist international ein wichtiges Standbein von Willkie Farr & Gallagher, eine deutsche Praxis gab es aber bisher nicht. Das ändert sich nun. Zu Mitte April wechselten zwei Prozesspezialisten von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton ins Frankfurter Willkie-Büro: Matthias Schrader kommt als Counsel, Dr. Johannes Schmidt als Senior Associate.

  Juve Plus Springer-Kartellklage gegen Google

Springer gegen Google, Vorwurf Marktmachtmissbrauch, Streitwert mindestens 500 Millionen Euro: In dieser aufsehenerregenden Schadensersatzklage gibt es einen Vertreterwechsel auf Klägerseite. Freshfields Bruckhaus Deringer, die gemeinsam mit Hausfeld die Springer-Tochter Idealo als Klägerin vertrat, musste das Mandat niederlegen. Hintergrund ist ein Konflikt.

Frankfurt

Der Schweizer Prozessfinanzierer Nivalion baut seine Präsenz im deutschen Markt aus. Zum April eröffnet das Unternehmen ein Büro in Frankfurt. Standortleiter wird Jakob Hübert, der von Jones Day kommt, wo er als European Counsel auf Schiedsverfahren spezialisiert war.

  Juve Plus Endlich besiegelt

Der Handelskonzern Metro hat nach langem Tauziehen den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette Real unter Dach und Fach gebracht. Gewinner des Pokers ist der Finanzinvestor SCP, der sich mit der Metro AG auf eine 100-prozentige Übernahme von Real einigen konnte.