US-Justiz

Interview

Internationale Kanzleien sind im Visier von US-Präsident Donald Trump. JUVE spricht mit Prof. Thomas Pfeiffer über die Folgen des Entzugs von Sicherheitsfreigaben für Paul Weiss, Perkins Coie sowie Covington & Burling. An der Spitze der Deutsch-Amerikanischen Juristen-Vereinigung (DAJV) setzt sich der Heidelberger Jura-Professor für das transatlantische Verständnis ein.

Berufsverbände reagieren

DAV und BRAK sind zwei von insgesamt 18 Unterzeichnern eines gemeinsamen Statements internationaler Anwaltsverbände. Sie verurteilen das Vorgehen der US-Regierung gegen die internationale Justiz und die US-Anwaltschaft.

Vorwurf Diversity-Förderung

Spätestens seit dem Dekret gegen die Kanzlei Paul Weiss am Freitag zeichnete es sich ab: Es geht der US-Regierung nicht darum, einzelne Kanzleien zu attackieren – es geht ums Ganze. Nun nimmt sie sich 20 Kanzleien wegen ihrer Diversity-Programme vor, darunter Freshfields, A&O Shearman, Latham & Watkins und Hogan Lovells.

Angriffe auf US-Rechtsstaat

Der Druck auf Richter und Anwälte in den USA steigt. Und die großen Law Firms? Ihnen ist das Fressen (noch) näher als die Moral. Das ist ökonomisch nachvollziehbar – aber eines Berufsstands unwürdig, der gern seine Unabhängigkeit und seine Privilegien vor sich herträgt.

US-Justiz

Die Spannungen zwischen US-Konservativen und den rechtsstaatlichen Institutionen werden größer. Republikanische Abgeordnete haben inzwischen drei Amtsenthebungsverfahren gegen Richter initiiert. Zugleich tobt ein Krieg der Worte auf Social Media und US-Marshals warnen Bundesrichter vor einer ungewöhnlich kritischen Bedrohungslage. Der Supreme Court zeigte sich davon gestern unbeeindruckt.