Cum-Ex

Razzia wegen Cum-Ex

Die Commerzbank wird in diesen Tagen massiv von früheren Aktiengeschäften eingeholt: Steuerfahnder und Staatsanwälte haben exklusiven JUVE-Informationen zufolge am Dienstag die Zentrale der Commerzbank sowie drei Privatwohnungen in Frankfurt und Hanau durchsucht. Der Vorwurf: Schwere Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit Cum-Ex-Aktientransaktionen in den Jahren 2006 bis 2010 mit einem Investitionsvolumen von mehreren Milliarden Euro. Der dadurch mutmaßlich entstandene Steuerschaden soll sich auf rund 40 Millionen Euro belaufen.

Cum-Ex-Durchsuchung

Nach und nach sickern mehr Details zur Durchsuchung der Frankfurter Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer in der vergangenen Woche durch: Die Sozietät holte sich zur Verteidigung ihrer Interessen während des Zugriffs Dr. Stefan Kirsch, Partner der Spezialkanzlei HammPartner an die Seite. Freshfields-Steuerchef Dr. Ulf Johannemann, gegen den die Strafverfolger wegen etwaiger Beihilfe zur Steuerhinterziehung ermitteln, mandatierte den bundesweit bekannten Strafverteidiger Prof. Dr. Werner Leitner.

Cum-Ex

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat Kanzleiräume von Freshfields Bruckhaus Deringer in Frankfurt durchsucht. Das hat die Kanzlei JUVE gegenüber bestätigt. Zuerst hatte die Süddeutsche Zeitung darüber berichtet. Wie jetzt bekannt wurde, hat die Razzia bereits in der vergangenen Woche stattgefunden. Dem Bericht zufolge geht es um ein Gutachten von Freshfields zu Cum-Ex-Geschäften.

  Juve Plus Cum-Ex

Der erste Strafprozess rund um frühere Cum-Ex-Aktientransaktionen rückt näher. Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt hat laut Medienberichten Anklage gegen mehrere Beschuldigte erhoben, darunter den Steueranwalt Dr. Hanno Berger und mehrere Bankmanager. Der Vorwurf lautet auf Steuerhinterziehung in besonders schwerem Fall. Zuerst hatte darüber die ‚Süddeutsche Zeitung’ berichtet. Die Staatsanwaltschaft wollte den Bericht auf JUVE- Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

Cum-Ex

Allen & Overy und der Frankfurter Finanz- und Prozessexperte Kai Schaffelhuber (47) gehen getrennte Wege. Der Partner schied in der vergangenen Woche plötzlich aus der britischen Sozietät aus, für die er seit 2010 tätig war. Er werde eine Aufgabe in der Finanzindustrie übernehmen, die ihm mehr Spielraum erlaube und in deren Zentrum vor allem Rechtsstreite um Finanzrisiken stünden, so Schaffelhuber in einer Mail an Geschäftspartner und Mandanten.

  Juve Plus Millionenschwerer Schadensersatz

Drogerieunternehmer Erwin Müller soll 45 Millionen Euro Schadensersatz von der Schweizer Privatbank Sarasin bekommen. Das hat heute das Ulmer Landgericht entschieden. Es ging darum, ob die Bank den Ulmer Unternehmer bei sogenannten Cum-Ex-Deals falsch beraten hatte.

  Juve Plus Cum-Ex-Ermittlungen

Mehrere Insider aus der Cum-Ex-Szene liefern derzeit verschiedenen deutschen Staatsanwaltschaften wichtige Erkenntnisse über Ablauf und Struktur von Cum-Ex-Aktientransaktionen. Dies wurde in der vergangenen Woche publik. Nach JUVE-Informationen ist dafür auch eine geänderte Verteidigungsstrategie eines Beraters verantwortlich, der nun auf die erfahrenen Strafverteidiger Prof. Dr. Alfred Dierlamm aus Wiesbaden und Prof. Dr. Tido Park aus Dortmund vertraut.

  Juve Plus Kein Cum-Ex-Grundsatzverfahren

Die Commerzbank akzeptiert ein Urteil des Hessischen Finanzgerichts aus dem März, das der Bank die Erstattung von 75 Millionen Euro Ertragssteuern aus Cum-Ex-Deals verweigerte. Durch den Verzicht auf eine Revision beim Bundesfinanzhof (BFH) steht eine höchstrichterliche Klärung weiter aus. Viele Marktteilnehmer hatten darauf gehofft, dass der BFH in diesem Fall einmal klärt, wie die umstrittenen und 2012 per Gesetz gestopptem Geschäfte rechtlich grundsätzlich zu bewerten sind.

  Juve Plus Gute Karten

Am 22. Mai will das Landgericht Ulm über die 45 Millionen Euro schwere Schadenersatzklage des Drogerieunternehmers Erwin Müller gegen die Schweizer Bank J. Safra Sarasin entscheiden, von der er sich bei einer Investition in sogenannte Cum-Ex-Geschäfte falsch beraten fühlt. Dies gab die Vorsitzende Richterin Julia Böllert gestern zum Prozessauftakt bekannt.

  Juve Plus Prozessauftakt

Heute beginnt vor dem Landgericht Ulm einer der in der Finanzbranche spektakulärsten Zivilprozesse des Jahres: Der jahrelange erbitterte Schlagabtausch um sogenannte Cum-Ex-Deals zwischen dem Drogerieunternehmer Erwin Müller und der Schweizer Privatbank Sarasin erreicht damit einen neuen Höhepunkt.

  Juve Plus Cum-Ex

Es ist der bisher wohl weitreichendste Richterspruch zu Cum-Ex-Deals: Das Hessische Finanzgericht hat eine Klage der Commerzbank abgewiesen, die auf Erstattung von Kapitalertragsteuern aus Cum-Ex-Geschäften abzielte. Die nun vorliegende Urteilsbegründung zeigt: Der 4. Senat entzieht den bis 2012 vollzogenen Deals in nahezu jeder Hinsicht den Boden. Ausdrücklich geht es auch um die Rolle inländischer depotführender Banken. In konkreten Fall: die Deutsche Bank.