Insolvenzen

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Der Heilbronner Automobilzulieferer Läpple hat eine umfangreiche Restrukturierung durchlaufen. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Geschäftsleitung, der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall über einen Stellenabbau und eine neue Struktur der Läpple AG geeinigt.Dazu wurden die einzelnen Geschäftsbereiche der operativen Einheit der Läpple-Gruppe, der August Läpple GmbH & Co. KG, auf neue Tochtergesellschaften aufgespalten. Rund 200 Arbeitsplätze wurden abgebaut, die Arbeitnehmer wechselten größtenteils in eine Transfergesellschaft.

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Die Augsburger Unternehmerfamilie Bischoff hat den schwäbischen Mittelständler Hans Haugg GmbH aus der Insolvenz gekauft. Das Unternehmen soll als Bischoff-Haugg Antriebstechnik fortgeführt werden. Haugg setzte zuletzt mit der Herstellung und dem Vertrieb von Antriebstechnik, Getrieben und Fluidkomponenten 20 Millionen Euro um, Kunden sind führende deutsche Maschinenbauunternehmen. Im Juni 2008 musste Haugg wegen hoher operativer Verluste Insolvenz anmelden.

  Juve Plus Woolworth-Insolvenz

Genau sechs Tage nach seiner Bestellung als Insolvenzverwalter für den Automobilzulieferer Karmann in Osnabrück ist Ottmar Hermann von Hermann Rechtsanwälte mit einem zweiten großen Insolvenzverfahren beauftragt worden.Das Amtsgericht Frankfurt/Main bestellte den 58-Jährigen am Dienstag zum vorläufigen Verwalter der deutschen Woolworth-Warenhäuser, die unter DWW Woolworth Deutschland firmieren. Anders als in Osnabrück ist Hermann in Frankfurt ein häufig bestellter Verwalter.

Karmann insolvent

Vorläufiger Insolvenzverwalter beim Automobilzulieferer Karmann ist Ottmar Hermann von Hermann Rechtsanwälte in Frankfurt. Das Unternehmen hatte wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Osnabrück gestellt.Das Unternehmen mit weltweit rund 8.000 Mitarbeitern ist auf die Eventualitäten eines Insolvenzverfahrens vermutlich gut vorbereitet: Vorsitzender des Aufsichtsrats ist seit mehreren Jahren Insolvenz-Altmeister Dr. Jobst Wellensiek aus Heidelberg.

  Juve Plus Insolvenz

Die Theis-Kaltwalzwerke in Hagen-Hohenlimburg sollen in Eigenverwaltung und mit Hilfe eines Insolvenzplans saniert werden. Dies kündigte der vorläufige Insolvenzverwalter Horst Piepenburg von Piepenburg - Gerling Rechtsanwälte an, der in der vergangenen Woche vom Amtsgericht Hagen bestellt worden war.Die Gesellschaft, die als Hauptunternehmen der Theis-Gruppe Bandstahl für die Autozulieferer-Industrie produziert, wird von Dr. Bruno Kübler, Seniorpartner der Insolvenzkanzlei Kübler, beraten. Er soll einen Insolvenplan erstellen, in dessen Rahmen die Gläubiger über die Sanierung des Unternehmens abstimmen. 550 Mitarbeiter sind von der Theis-Insolvenz betroffen.

  Juve Plus Teamwork für General Motors

Schade für Opel, dass Wahljahr ist. Während die Mitarbeiter des Automobilkonzerns um ihre Arbeitsplätze bangen, streiten sich die Politiker aller Parteien hierzulande und werfen sich ständig neue Vorschläge zur Rettung des Rüsselsheimer Unternehmens um die Ohren. Mal sind es 3.500 Arbeitsplätze, mal 7.600, die zur Disposition stehen. Mal soll Opel Insolvenz anmelden, dann wieder ein tragfähiges Konzept vorlegen. Alle reden – aber nur selten die, die wirklich wissen, wie der Stand der Dinge ist. Etwa die Anwälte. Doch sowohl Inhouse als auch bei den externen Beratern herrscht offiziell Funkstille. "Alle haben einen Maulkorb", sagt eine mit den Beteiligten vertraute Person. Die Opel-Krise sei einfach zu politisch. Dennoch sickerte durch, dass sich der Opel-Mutterkonzern General Motors für die weltweite Restrukturierung einer international aufgestellten Sozietät bedient: Weil Gotshal & Manges.

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Das Schweizer Technologieunternehmen Phoenix Mecano hat große Teile des Betriebs der Okin-Gruppe vom Insolvenzverwalter des Unternehmens übernommen. Okin mit Stammsitz in Gummersbach produziert weltweit mit rund 950 Mitarbeitern Antriebe für verstellbare Büro- und Komfortmöbel, Medizintechnik und die Industrie. Phoenix übernimmt die Standorte Gummersbach und Bünde bei Bielefeld, die schwedische und US-Vertriebsgesellschaft sowie der Produktionsgesellschaft in Ungarn, jedoch nicht den Bereich Medical. Die von Phoenix erworbenen Geschäftsbereiche erzielten 2008 einen konsolidierten Umsatz von 70 Millionen Euro. Die Mitarbeiter an den deutschen Standorten sollen laut Presseberichten zu 90 Prozent weiterbeschäftigt werden.

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Zeitgleich mit ihrem Insolvenzantrag hat die Damenmodekette Liberty im Januar einen Insolvenzplan zur Sanierung vorgelegt. In diesem Plan sind Maßnahmen zur leistungswirtschaftlichen Restrukturierung des Einzelhändlers vorgesehen, der rund 100 Filialen in Deutschland und Österreich betreibt und 550 Mitarbeiter beschäftigt.Liberty, das ursprünglich aus Herford in Ost-Westfalen stammt, gehört heute zu einer niederländischen Muttergesellschaft, die gleichzeitig Hauptlieferantin ist und das Sanierungsvorhaben ausdrücklich unterstützt.

Lehman-Insolvenz

Der Insolvenzverwalter der Frankfurter Lehman Brothers Bankhaus AG, Dr. Michael Frege von CMS Hasche Sigle, hat den Gläubigern eine Quote von mehr als zehn Prozent in Aussicht gestellt.Auf der gut besuchten Gläubigerversammlung am Dienstag im Frankfurter Saalbau Gallus wurde bekannt, dass die Gläubiger über 38 Milliarden Euro an Forderungen angemeldet haben.

Seitenwechsel

Michael Järkel, bislang General Counsel bei Arques Industries, hat sich zum März selbstständig gemacht. Der 42-Jährige leitete vier Jahre lang die sechsköpfige Rechtsabteilung des auf Restrukturierungsfälle spezialisierten Starnberger Finanzinvestors. Davor war er zehn Jahre als Anwalt tätig, zuletzt als Partner bei Heussen. "In den vier Jahren bei Arques habe ich rund 65 Transaktionen betreut. Ich sehe mich mit dieser Erfahrung gut gerüstet, Themen wie M&A und Distressed Business als selbstständiger Rechtsanwalt zu betreuen", sagte Järkel. "Ich freue mich sehr auf die neue Phase, die nun beginnt, und bin hoch motiviert."

Bremen

Das Bremer Büro von Schindhelm ist Anfang März geschlossen zu der Insolvenzkanzlei Schultze & Braun gewechselt.Zusammen mit dem Leiter des Schindhelm-Büros, Dr. Ludwig Weber (44), gehen Michael Rozijn (40) sowie Nils Andersson-Lindström, Thomas Dömmecke und Jens Hasse. Katja Borstel war bereits zum Februar von Schindhelm zu Schultze & Braun gewechselt. Mit dem Abschied der Anwälte gibt Schindhelm den Bremer Standort vollständig auf. Man habe sich in gegenseitigem Einvernehmen getrennt, ließ der Osnabrücker Schindhelm-Partner Prof. Heiko Hellwege erklären.