Insolvenzen

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Die dbi I Allianz Dresdner Global hat ein Gruppen-Contractual Trust Arrangement (CTA) aufgelegt. Ein solches Gruppen-CTA dient einer Vielzahl von Unternehmen, die ihre Wertguthaben aus Arbeitszeitkonten nicht selbst verwalten wollen, überbetrieblich zur Insolvenzsicherung und bilanziellen Auslagerung der Wertguthaben. Hintergrund: Externe Bilanzleser beurteilen den bilanziellen Ausweis von Pensionsverpflichtungen in der internationalen Handelsbilanz zunehmend kritisch. Berater dbi

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Die Volkswagen AG muss 915.000 Euro an den Insolvenzverwalter der Gesellschaft für Fahrzeugtechnik mbH (GfF) zahlen. Der Autokonzern hatte die GfF bei der Vergabe von Aufträgen für Dauertests von Fahrzeugen nicht berücksichtigt und verstieß damit gegen das kartellrechtliche Diskriminierungsverbot. Dies entschied das Landgericht Hannover Ende September. Die GfF hatte für den Autohersteller seit 1996 die so genannten Kundenbeurteilungsfahrten durchgeführt und erhielt ab 2001 keine Aufträge mehr. Daraufhin musste die GfF 2002 Insolvenz anmelden, denn die Dauertests waren ihr wesentliches Geschäftsfeld. Aufgrund eines mit VW bestehenden Rahmenvertrages war es dem Unternehmen zudem untersagt, für andere Automobilhersteller tätig zu werden. Für die zwischen Kfz-Herstellern und ihren Zulieferern sowie Dienstleistern üblichen Rahmenverträge besitzt das Urteil eine grundsätzliche Bedeutung. VW hat Berufung eingelegt. Vertreter Insolvenzverwalter der GfF

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Es war ein Mandat, das die Community bewegte. Monatelang blickten Finanzanwälte und Insolvenzexperten nach Mainz, Frankfurt und London. Was haben diese Städte gemeinsam? Alle hatten jeweils ein Gericht, das sich mit der Finanzierungsstruktur des Mainzer Kabelnetzbetreibers Primacom AG beschäftigte - und das exakt zum selben Zeitpunkt.

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Der Car Audio-Spezialist Maxxsonics USA Inc. aus Chicago hat den Geschäftsbetrieb der insolventen MB Quart GmbH erworben. MB Quart, über die im Dezember 2004 das Insolvenzverfahren eröffnet worden war, ist ein Hersteller von mobilen und Heimaudio-Geräten mit Sitz in Obrigheim. Die knapp 100 Arbeitsplätze sollen wie es heißt, erhalten bleiben. Maxxsonics-Produkte werden weltweit unter den Marken "autotek", "Hifonics" und "Crunch" vertrieben. Vertreter Maxxonics

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Die deutsch-amerikanische Investorengruppe HSW GmbH hat die Mehrheit an der Filmgesellschaft Senator Entertainment AG erworben. Die Käufergruppe unter Federführung des Kölner Medienanwalts Helge Sasse und des amerikanischen Filmproduzenten Marco Weber übernahm 50,1 Prozent der Anteile von der Deutschen Bank und einer Finanzinvestorengruppe. Damit halten die bisherigen Mehrheitseigner künftig nur noch rund 30 Prozent an der Filmgesellschaft. Die Erwerber kündigten zudem die Abgabe eines freiwilligen, öffentlichen Kaufangebotes gegenüber den Aktionären der Senator Entertainment AG an. Das börsennotierte Unternehmen hatte mit Filmen wie "Das Wunder von Bern" und "Good Bye Lenin" große Erfolge gefeiert, im letzten Jahr aber Insolvenz anmelden müssen. Die Deutsche Bank hatte darauf eine Kreditforderung in Höhe von 168 Millionen Euro übernommen. Berater HSW

Die angesehene Insolvenz-Verwaltungspraxis von White & Case hat im Oktober den Zuschlag für zwei größere Aufträge erhalten. Auch Staab & Kollegen und Schultze & Braun bekamen regional bedeutsame Verfahren.Vom Amtsgericht Pinneberg ist der Seniorpartner der Insolvenz-Praxisgruppe von White & Case, Dr. Klaus Pannen, zum vorläufigen Verwalter der Nier GmbH bestellt worden. Der Automobilzulieferer mit Standorten in Hohenlockstedt, Lübeck und Remscheid ist auf die Blechverarbeitung spezialisiert und beschäftigt rund 530 Mitarbeiter. Pannen führt den Betrieb derzeit fort.

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Das ehemalige Management der pgam AG hat im September den insolventen Hersteller leicht gepanzerter militärischer und ziviler Fahrzeuge erworben. Auch die Anteile an den Tochtergesellschaften Indikar Individual Karosseriebau GmbH und pgam advanced technologies Ltd. Großbritannien wurden für insgesamt rund neun Millionen Euro übertragen. In Deutschland hat pgam Gesellschaften an den Standorten Georgsmarienhütte, Sindelfingen und Wolfsburg. 244 Arbeitnehmer sollen von den Ex-Managern, die als Farmingtons firmieren, übernommen werden. pgam hatte im April 2005 Insolvenz angemeldet. Berater Management pgam/Farmingtons

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Die indische Tata AutoComp Systems Ltd. hat über ihre deutsche Tochtergesellschaft Taco Kunststofftechnik GmbH das Vermögen der insolventen Wündsch-Weidinger Kunststofftechnik und Formenbau GmbH erworben. Der Automobilzulieferer mit 350 Mitarbeitern, der im Bereich Kunststofftechnik und Spritzguß tätig ist, hatte im März Insolvenz angemeldet. Der Asset Deal ist die erste Akquisition der Automobilzuliefersparte der Tata-Gruppe in Deutschland. Berater Tata AutoComp

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Die 1999 in Kraft getretene Insolvenzordnung (InsO) ist ein großer Erfolg. Darin sind sich alle Praktiker einig. Nur das Bundesjustizministerium schert aus. Ministerin Brigitte Zypries (SPD) hielt bis zuletzt an dem Plan fest, die InsO an - aus Sicht von Verwaltern und Wissenschaftlern - entscheidenden Stellen zu ändern. Zypries hatte im August einen länger erwarteten Regierungsentwurf vorgelegt, in dem sich "unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt haben", sagt Dr. Siegfried Beck (Dr. Beck & Partner), Nürnberger Anwalt und Vorsitzender des Verbands der Insolvenzverwalter Deutschlands.

Haarmann Hemmelrath verabschiedet sich fast vollständig vom Geschäftsfeld der Insolvenzverwaltung: Spätestens zum Jahresende wird die Kanzlei ihre Praxis in München einstellen. Die beiden Insolvenzverwalter Nikolaus Gaede (39) und Daniel Bauch (38) machen unabhängig von Haarmann weiter.Gaede hat die Kanzlei bereits Mitte September verlassen. Zusammen mit zwei nicht von Haarmann stammenden Berufsträgern machte er sich in München selbstständig.

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Die Dresdner Bank darf einen Kredit, mit dem Anleger eine stille Beteiligung an einem inzwischen insolventen Unternehmen finanziert haben, nicht zurückfordern. Dies hat das Berliner Kammergericht Ende August entschieden. Im vorliegenden Fall hatte ein Ehepaar aus Berlin bei dem Geldinstitut einen Kredit aufgenommen, um eine atypische stille Beteiligung an der W. Langenbahn KG zu erwerben. Das Unternehmen, das Bauprojekte durchführte, ging allerdings im Jahr 2000 in die Insolvenz. Wie sich herausstellte, hatte das Unternehmen die Investoren mit falschen Angaben über die Vermögenslage im Emissionsprospekt getäuscht. Die Dresdner Bank forderte dennoch ihren Kredit zurück und verklagte das Ehepaar. Nachdem das Landgericht Berlin die Klage abgewiesen hatte, ging die Bank in Berufung. Doch diese wies auch das Kammergericht überwiegend zurück. Begründung: Da das Ehepaar wegen der falschen Angaben beim Beteiligungskauf Schadensersatz verlagen kann, müsste es wirtschaftlich so gestellt werden, als hätte es die Investition nie getätigt. So müsse es auch das Darlehen nicht zurückzahlen, denn die Bank habe bei Vergabe des Kredits mit dem Vermittler der Beteiligung zusammen gearbeitet und ihm unter anderem Formulare zur Verfügung gestellt. Erst im Juni hatte allerdings das Oberlandesgericht Schleswig in einem ähnlichen Fall zugunsten der Bank entschieden. Vertreter Ehepaar