Insolvenzen

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Die Mehrheit der Anteilseigner der Caatoosee AG hat sich durch Vergleich mit zwölf Aktionären geeinigt, die gegen eine geplante Restrukturierung vor dem Landgericht Stuttgart geklagt hatten. Von der Hauptversammlung war zunächst ein Kapitalschnitt von 4:1 beschlossen worden. Anschließend wurde das Grundkapital durch Einbringung der Teraport (zur M+W Zander-Gruppe gehörend) und der Outerbounds Technologies sowie durch eine Barkapitalerhöhung von fünf Millionen Euro, gezeichnet durch den Absolute Return Europe Fund, um mehr als 19 Millionen Euro auf gut 24 Millionen Euro erhöht. Inhalt des in wenigen Wochen abgeschlossenen Vergleichs ist der Ausgleich des Kapitalschnitts durch ein Aktienangebot an die Kläger. Abgewickelt wurde dieser Vergleich binnen eines Monats über ein Treuhandverhältnis. Vertreter Caatoosee

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Reinhard Mühl ist jetzt ein Insolvenzverwalter ohne Verwaltungen, dafür aber selber insolvent. Das ist der vorläufige Zwischenstand einer Geschichte, die die Szene seit einigen Wochen bewegt.

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Die Geschwister Hillebrand GmbH aus Bergheim bei Köln hat die sächsische Dresdner Porzellan-Manufaktur übernommen. Das vor 133 Jahren gegründete Unternehmen hatte im Sommer 2002 Insolvenz angemeldet. Nach erfolgreicher Sanierung übernimmt der Investor alle 19 Beschäftigten des Porzellanherstellers. Geschwister Hillebrand ist eine Bau- und Investment-Gruppe, die in dem Erwerb Synergieeffekte insbesondere im Absatzbereich mit anderen zu ihrer Gruppe gehörenden keramischen Unternehmen sieht. Berater Geschwister Hillebrand

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Die Intershop Communications AG hat Anfang Juli eine zuvor ins Handelsregister eingetragene Kapitalherabsetzung auf rund 8,5 Millionen Euro Grundkapital auch an der Börse umgesetzt. Dazu wurden die Aktien im Verhältnis 3:1 zusammengelegt. Auf Bankenseite wurde die Transaktion von der VEM Aktienbank begleitet. Damit hat das E-Commerce-Unternehmen aus Jena ihre der Sanierung dienende Kapitalrestrukturierung weitgehend abgeschlossen. Berater Intershop

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Der schwedische Private-Equity-Investor Industri Kapital hat aus der Insolvenz der Walter Bau die Dywidag Systems International erworben. Dywidag Systems, die mit mehr als 1.000 Mitarbeitern Spann- und Ankertechnik produziert, wurde für 168 Millionen Euro veräußert. Finanziert wurde die Transaktion durch die WestLB mit einem Paket von Senior- und Mezzanine-Fazilitäten. Die WestLB agierte als Arrangeur, Agent und Sicherheitenverwalter. Industri Kapital ist in Deutschland bereits bei Gardena, Poggenpohl und Pfaff eingestiegen. Berater Industri Kapital

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Einen Vorwurf wollen wir uns nicht gefallen lassen: Dass an dieser Stelle immer nur Platz für Großinsolvenzen oder esoterische Verfahren sei. Denn, so werden viele von Ihnen denken, die deutsche Insolvenz-Realität ist vielschichtiger. Stimmt - und deswegen lesen Sie im Folgenden diesmal einen Querschnitt durch die bunte Welt der Firmenpleiten. Alles ist dabei: Vom Flughafen bis zum Geflügelhändler, vom Kunststoffproduzenten bis zum Buchverlag. Beginnen wollen wir aber mit der Bekleidungswirtschaft, die in den vergangenen Wochen arg gebeutelt war.

Die Düsseldorfer Insolvenzverwalterkanzlei Andres & Schneider hat im Juli ein Büro in Köln eröffnet. Dazu geht sie eine feste Kooperation mit der angesehenen Kanzlei Schlütter Debatin & Bornheim ein.Andres & Schneider vergrößert damit ihre geografische Reichweite für Insolvenzverwaltungen über das Ruhrgebiet hinaus, wo sie eines der dichtesten Büronetze von Insolvenzkanzleien hat. Das Ziel sind nun Verwalterbestellungen auch in Köln, Bonn, Aachen und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Insolvenzexpansion in Nürnberg

Die Insolvenzrechtskanzlei Schultze & Braun hat zum Juli für ihr Nürnberger Büro den Insolvenzverwalter Volker Böhm (38) aus der bisherigen Kanzlei Dr. Pöhlmann & Kollegen gewonnen. Mit Böhm, der bei Pöhlmann Partner war und bei Schultze & Braun zunächst als Associate einsteigt, kam Insolvenzrechts-Associate Dr. Elske Fehl (32). Zeitgleich mit den Abgängen vollzog Pöhlmann eine Dreifachfusion mit der der Nürnberger Insolvenzboutique Dr. Oppermann & Partner und der Münchner Kanzlei Buchholtz & Kollegen.

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Über kaum eine Vorschrift der neuen Insolvenzordnung haben Praktiker so unterschiedliche Ansichten wie über die Eigenverwaltung: Für die Einen ist sie ein teurer und unpraktikabler Schnickschnack, für die Anderen ein Weg, Unternehmen auch in der Insolvenz effektiv zu steuern. Und die Befürworter der Eigenverwaltung vor Jahren Oberwasser als sie bei den Großpleiten von KirchMedia und Babcock Borsig angeordnet worden war. Später wurde es jedoch ruhiger, viele geplante selbst verwaltete Verfahren scheiterten an persönlichen Animositäten der Beteiligten oder an den Gerichten (wie bei Grundig, Bouvier-Gonski oder der SDI-Unternehmensgruppe), zuletzt redete kaum noch jemand bei größeren Fällen von dem Instrument. Bis jetzt.

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Das VarTec Telecom Europe Ltd. schließt ihr Call-Center in Freiburg und stellt alle dort angesiedelten Geschäftstätigkeiten zum 30. Juni ein. Die über 120 Arbeitnehmer werden mit Ausnahme von zwei Beschäftigten in eine Transfergesellschaft überführt. Der Betriebsrat hatte bereits in der Vergangenheit erheblichen Einschnitten zum Erhalt der Arbeitsplätze zugestimmt.

Im Juni ist die Corporate-Anwältin Laura O´Neill (41) von Clifford Chance in das Londoner Büro von SJ Berwin gewechselt. Zudem verständigte sich SJ Berwin mit Michael Woollard, Insolvenzrechtsspezialist bei Hammonds, auf eine Zusammenarbeit. Der genaue Zeitpunkt des Wechsels steht jedoch noch nicht fest.O'Neill war seit 1996 bei Clifford und seit 2002 Partnerin. Die Corporate-Spezialistin war zuletzt als eine der federführenden Anwälte beim Erwerb von Abbey National durch Banco Santander tätig. Zu ihren Madanten gehören zudem unter anderem Volvo und Accenture. "Ihr Zugang ist Teil unserer fortgeführten Expansionsstrategie im Bereich M&A und Buy-outs quer durch Europa", sagte Jonathan Blake, Head der Corporate-Praxisgruppe bei SJ Berwin.