Insolvenzen

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Ottmar Hermann, Frankfurter Namenspartner der Kanzlei Hermann, Bähr, Michl, Lenhard, Fiedler muss auch mal kleinere Brötchen backen.Der Insolvenzverwalter des Bauriesen Philipp Holzmann ist Mitte September zum vorläufigen Verwalter der Frankfurter Baufirma Schmidt-Diehler mit nur 83 Mitarbeitern bestellt worden. Grund der Liquiditätsprobleme scheint ein Streit mit dem Immobilieninvestor Ardi Godmann zu sein: Dieser wirft Schmidt-Diehler unsauberes Geschäftsgebahren bzw. mangelhafte und unpünktliche Arbeit an verschiedenen Baustellen vor. Godmann hat daher Rechnungen in einer Gesamthöhe von knapp einer Million Euro nicht beglichen, berichtet die "Frankfurter Rundschau". (Jörn Poppelbaum)

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Eins der größten Speditionsunternehmen Thüringens hat Insolvenz angemeldet.Die mehr als 125 Jahre alte Leypold-Gruppe aus Suhl, die in der DDR-Zeit als Verkehrskombinat geführt wurde, zählt mehr als 200 Mitarbeiter. Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen sieht sich durch die Pleite in ihrer schlechten Einschätzung der Lage des gesamten Verkehrsgewerbes der Region bestätigt. Zu den Ursachen der Insolvenz war aber vom vorläufigen Verwalter, dem Erfurter Anwalt Marco Comes (Wutzke & Förster), laut Zeitungsberichten nichts zu erfahren.

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Ein Ende der Leckereien der Confiserie Most droht. Das Pralinengeschäft mit bundesweit 70 Filialen und 350 Mitarbeitern musste Mitte September Insolvenz anmelden. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Hannoveraner Anwalt Helge Wachsmuth bestellt. Aus der Kanzlei hieß es, man wolle das Unternehmen erhalten und sanieren, einige Filial-Standorte gälten als „bombig“. (Jörn Poppelbaum)

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In Ingolstadt musste die Großdruckerei Courier Druckhaus GmbH den Gang zum Insolvenzrichter antreten.Die Tochter der Donaukurier-Verlagsgesellschaft, in der die örtliche Tageszeitung Donaukurier erscheint, beschäftigt 329 Arbeitnehmer. Erst im April nahm die vollstufig arbeitende Druckerei eine neue Rollenoffsetmaschine für 7,7 Millionen Euro in Betrieb, insgesamt 15 Millionen Euro wurden seit 1999 insgesamt in Drucktechnik investiert.

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Bei der westfälischen Firma Sichelschmidt ist seit Ende September Dr. Winfried Andres (Dr. W. Andres und J. Schneider) aus Düsseldorf als vorläufiger Verwalter tätig. Der Volmarsteiner Betrieb mit 255 Arbeitnehmern ist Weltmarktführer bei explosionsgeschützten Gabelstaplern. (Jörn Poppelbaum)

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Mit den Ufa-Kinos ist der drittgrößte Kinobetreiber Deutschlands in ernste finanzielle Schwierigkeiten geraten. Bereits 1999 wurde für die Ufa-Theater GmbH & Co KG ein umfangreiches Sanierungsprogramm verabschiedet und die Zahl der Häuser von 99 auf 38 reduziert. Doch der aktuelle finanzielle Engpass ist durch die schwachen Besucherzahlen der letzten Monate entstanden. Bekannt ist, dass Ufa seit längerem vor allem unter den Belastungen aus teuren Mietverträgen gelitten hatte.

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Bei dem Produzenten und Vermarkter der Comicfilme und Bücher von „Werner“, der Kieler Achterbahn AG und weiteren Tochterfirmen, sind nach dem Insolvenzantrag derzeit 80 Arbeitsplätze gefährdet. Insbesondere das Geschäft mit Harry-Potter-Fanartikeln erwies sich als Flopp und konnte durch „Werner“ nicht ausgeglichen werden. Das Unternehmen ist jedoch zuversichtlich, die Geschäftstätigkeit aus dem Insolvenzverfahren heraus fortzuführen. Zum vorläufigen Verwalter wurde der Kieler Anwalt Dr. Carsten Krage (Cornelius + Krage) bestellt. (Jörn Poppelbaum)

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Ein durch die Insolvenz von Babcock Borsig in Gefahr geratener Kohlekraftwerksbau in der Türkei kann fortgeführt werden.Berater Mitsubishi-Konsortium: White & Case, Feddersen (Düsseldorf): Claus Wecker (Projektfinanzierung), Dr. Biner Bähr (Insolvenzrecht). Associates: Dr. Kim Lars Mehrbrey (Gesellschaftsrecht), Dr. Ilmo Pathe (Gesellschaftsrecht), Jörg Degenhardt (Projektfinanzierung)

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White & Case, Feddersen hat die Banca di Roma bei ihrer Restrukturierung beraten.Berater Banca di Roma: White & Case, Feddersen (Frankfurt): Isabell-Marie Engel, Dr. Philipp von Dürckheim sowie WCF-Anwälte aus 13 verschiedenen Ländern

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Wilmer, Cutler & Pickering – Quack hat die Lichtwer Pharma AG mit Sitz in Berlin bei der erfolgreichen Sanierung arbeits- und gesellschaftsrechtlich begleitet.Berater Lichtwer Pharma AG: Wilmer, Cutler & Pickering – Quack (Berlin): Stefan Fischer (Counsel, Kollektiv- und Individualarbeitsrecht), Dr. Christian Crones (Senior Associate, Unternehmensverkauf)

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Von einer Verschnaufpause für die deutsche Wirtschaft kann keine Rede sein. Zwar ist in den letzten zwei Monaten kein weiterer Großkonzern mehr in die Pleite geschlittert, doch auch ein Ende der Konkurswelle ist nicht abzusehen – allein: Der Fokus ändert sich. Während bei Babcock Borsig das Insolvenzverfahren in vollem Gange ist, blicken wir in diesem Heft vermehrt auf eine größere Anzahl normaler Firmenpleiten.