Insolvenzen

Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei Anchor erhöht die Anzahl ihrer Büros in Nordrhein-Westfalen. Die auf Restrukturierungsberatung und Insolvenzverwaltung spezialisierte Kanzlei hat zum April eine neue Niederlassung in Duisburg eröffnet. Es ist der dritte Standort von Anchor im Westen.

Esprit-Insolvenz

Der Modekonzern Esprit hat für mehrere deutsche Gesellschaften ein sogenanntes Schutzschirmverfahren beantragt, um sich vor Forderungen der Gläubiger zu schützen und die Liquiditätsprobleme in den Griff zu bekommen, teilte das Unternehmen mit. Dabei hat ein vom Amtsgericht Düsseldorf bestellter Sachwalter die Aufsicht, während die bisherige Unternehmensführung weiterhin die operative Kontrolle behält. Im Rahmen des Verfahrens sollen Verbindlichkeiten und Mietverträge „neu strukturiert“ werden.

Insolvenz

Das Klinikum Peine hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Damit setzt es eine Reihe großer Krankenhauspleiten aus dem Vorjahr fort. Das Klinikum beschäftigt aktuell rund 750 Mitarbeiter und erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro.

Corona-Folgen

Die angeschlagene Restaurantkette Maredo hat in Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt. Auslöser seien die massiven Auswirkungen der Corona-Krise gewesen, teilte das Unternehmen mit. Diese hätten zu einem gravierenden Umsatzeinbruch und dann zur Schließung aller Restaurants geführt, gleichzeitig müssten Mieten und Gehälter weiterbezahlt werden.

Unfall mit Folgen

Die steirische Rohrleitungsbaufirma Dirninger hat beim Landesgericht Leoben ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Die Passiva belaufen sich auf rund 19 Millionen Euro. Betroffen sind 83 Beschäftigte und rund 190 Gläubiger. Es handelt sich um ein Hauptverfahren im Sinne der Europäischen Insolvenzverordnung.

Autodienstleister

Mehrere Gesellschaften der Münchner Arwe-Gruppe haben Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Zudem hat das Amtsgericht Augsburg über die Arwe Mobility Holding ein vorläufiges Regelverfahren eingeleitet. Viele andere Unternehmen der Gruppe mit europaweit über 4.000 Mitarbeitern sind nicht betroffen. Die Corona-Krise erschwert nach Angaben der Beteiligten bisher kaum die Zusammenarbeit mit dem Gericht, an anderen Stellen gibt es jedoch Probleme.

Prävention war gestern

Der Corona-Virus stellt den Fahrplan für Änderungen am deutschen Insolvenzrecht auf den Kopf. Die drastischen Auswirkungen auf die Wirtschaft haben das Justizministerium veranlasst, eine Krisenanpassung vorzunehmen, die nicht zu dem in Arbeit befindlichen Reformpaket inklusive präventiver Restrukturierung gehört. Vielen in der Sanierungsszene gehen die angekündigten Schritte nicht weit genug.

Fertiggerichte

Der Tiefkühlkosthersteller Geti Wilba aus Bremervörde hat Insolvenz angemeldet. Dr. Christoph Morgen von Brinkmann & Partner wurde vom Amtsgericht Stade als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Die Suche nach Investoren hat begonnen.

  Juve Plus Ex-Meinl Bank in Konkurs

Ohne Banklizenz kein Geschäft – da kommt die Pleite der Anglo Austrian AAB Bank wenig überraschend. Am Montag stellte die ehemalige Meinl Bank einen Insolvenzantrag beim Handelsgericht Wien. Sie ist mit mindestens 97 Millionen Euro überschuldet.

Eigenverwaltung

Pluradent, der größte deutsche Dentalhändler in Familienbesitz, hat Ende Februar Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Rund 800 Mitarbeiter sind betroffen. Neben dem Verfahren in Offenbach wurde für die GLS Logistik, eine der Tochtergesellschaften, ein weiteres Verfahren am Amtsgericht Kassel eingeleitet.