Insolvenzen

  Juve Plus Insolvenz

Die niederösterreichische Autozubehörkette Forstinger ist insolvent. Das Landesgericht St. Pölten hat Ende Januar ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet. Betroffen sind 364 Gläubiger und voraussichtlich 120 Mitarbeiter. Zum Masseverwalter wurde Volker Leitner von GPLS bestellt.

  Juve Plus Premiere

Der thailändische Investor PCS Machine Group investiert erstmals in Deutschland und kauft drei der insolventen deutschen Küpper-Werke sowie das Küpper-Werk in Ungarn. Küpper hatte im Mai 2017 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für ihre vier deutschen Standorte eingeleitet. Die Arbeitsplätze der rund 600 Mitarbeiter an den verkauften Standorten sollen erhalten bleiben. Seit 2014 gehörte Küpper zum indischen Amtek-Konzern.

  Juve Plus Arcandor-Pleite

Hätte Sanierungsgutachterin KPMG auf die drohende Insolvenz der Karstadt-Mutter Arcandor hinweisen müssen? Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch ist überzeugt davon. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt aber scheiterte er weitgehend mit dem Versuch, die ehemaligen Berater in Haftung zu nehmen. Doch auch ohne Schadensersatz-Verpflichtungen ist der Fall ärgerlich für KPMG: Das Beratungshaus muss mehr als die Hälfte des Millionen-Beratungshonorars zurückzahlen.

  Juve Plus Verkauf aus Insolvenz

Kaum einer hat Niki Lauda wirklich ernst genommen, diesen Ex-Rennfahrer, der im Chaos der Insolvenz die von ihm einst gegründete Airline Niki mehrfach zurückkaufen wollte. Der Verkauf an den britischen Luftfahrtkonzern IAG schien bereits in trockenen Tüchern, doch Lauda hat sich nach einem beispiellosen Manöver wieder die Pole Position erkämpft: Die Insolvenzverwalter Dr. Ulla Reisch und Prof. Dr. Lucas Flöther haben überraschend mitgeteilt, dass er den Zuschlag erhält. Der in Deutschland abgeschlossene IAG-Deal ist damit hinfällig. Die Ereignisse hatten sich zuletzt überschlagen.

Top-Ten-Insolvenzen 2017

Die Insolvenzen in Österreich erreichten im vergangenen Jahr den tiefsten Stand seit 20 Jahren. Die Statistik des Gläubigerverbands KSV1870 weist einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen um nur 2,8 Prozent gegenüber 2016, die Passiva brachen allerdings um satte 35 Prozent ein. Dementsprechend kleinteilig war das Geschäft der Verwalter.

  Juve Plus Chaos bei Niki-Insolvenz

Das österreichische Landesgericht Korneuburg hat ein Konkursverfahren über die Fluggesellschaft Niki eröffnet. Überraschend handelt es sich dabei jedoch nicht um ein sogenanntes Sekundärverfahren, sondern um ein weiteres Hauptverfahren. Nach der europäischen Insolvenzverordnung dürfte es das aber gar nicht geben. In Österreich wurde die bekannte Wiener Insolvenzrechtlerin Ulla Reisch von Urbanek Lind Schmied Reisch zur Insolvenzverwalterin bestellt. Sie ist damit gleichgestellt mit dem deutschen Niki-Insolvenzverwalter Prof. Dr. Lucas Flöther – auch das ist eigentlich nicht erlaubt.

Insolvenzverwalter

Auch im neuen Jahr gehen die Veränderungen auf dem deutschen Insolvenzverwaltermarkt munter weiter. So haben mehrere bekannte Verwalter die Kanzlei Henningsmeier zum Jahreswechsel verlassen und die Kanzlei BRRS gegründet: Joachim Büttner, Ulrich Rosenkranz, Jutta Rüdlin und Dr. Stephan Schlegel sind nunmehr unter eigener Adresse tätig.

  Juve Plus Niki österreichischer als gedacht

Das Insolvenzverfahren um die österreichische Fluggesellschaft Niki schlägt weitere Kapriolen. Wie das Landgericht Berlin nun entschied, muss das Konkursverfahren von Österreich aus geführt werden und nicht wie bisher vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg. Gegen das deutsche Insolvenzverfahren war das Fluggastrechte-Portal Fairplane vorgegangen. Nun muss der Bundesgerichtshof klären, wie 'österreichisch' Niki eigentlich ist.

  Juve Plus Neue Turbulenzen

Kurz vor Jahreswechsel verkündete der Insolvenzverwalter von Air Berlin und Niki, Prof. Dr. Lucas Flöther, den Notverkauf der österreichischen Airline an den britischen Luftfahrtkonzern IAG. Doch es gibt schon wieder Streit, denn das auf Fluggastrechte spezialisierte Portal Fairplane hat Beschwerde gegen die Zuständigkeit des Amtsgerichts Charlottenburg für das Niki-Insolvenzverfahren eingereicht – und gleichzeitig einen Konkursantrag gegen Niki in Österreich gestellt. Nun muss die übergeordnete Instanz in Berlin über die Beschwerde entscheiden.