Insolvenzen

  Juve Plus Air Berlin

Im Insolvenzverfahren um Air Berlin hat sich die Situation nach den zahlreichen Krankmeldungen von Piloten weiter zugespitzt. Zwar haben sich im Laufe des Vormittags etliche Crews wieder zur Arbeit zurück gemeldet, dem Unternehmen sei aber ein Schaden von rund fünf Millionen Euro durch Flugausfälle entstanden, hieß es. Gestern morgen hatten sich rund 200 Piloten krank gemeldet, insgesamt mussten 130 Flüge ausfallen. Gleichzeitig brachte sich die Betreibergesellschaft des Flughafens Schwerin als weitere Bieterin für Air Berlin ins Gespräch.

  Juve Plus Insolvenzen

Das Traditions-Modehaus SinnLeffers kann weitermachen: Ein Konsortium, das sich aus Vermietern, Management und Investoren zusammensetzt, wird die insolvente Kette weiterbetreiben. Die Gläubigerversammlung hat die ungewöhnliche Sanierungslösung gebilligt, ebenso das Amtsgericht Hagen. Bundesweit sind damit die Arbeitsplätze von gut 1.300 Mitarbeitern gesichert. Bei Alno und anderen Insolvenz-Fällen gibt es noch mehr zu tun.

  Juve Plus Wieder auf Kurs

Ein Konsortium um die Bremer Reederei Zeaborn, an dem auch der Hamburger Reeder Bertram Rickmers beteiligt ist, hat den Reedereibetrieb der insolventen Rickmers-Gruppe übernommen. Die Transaktion umfasst das Schiffsmanagement-Geschäft mit den Hauptstandorten in Hamburg, Singapur und Zypern. Das Konsortium will zudem die restlichen Rickmers-Geschäftseinheiten im Wege eines Insolvenzplans übernehmen.

Insolvenzmarkt

Die traditionsreiche Insolvenzverwalterkanzlei Kübler ist auf Schrumpfkurs. Sie schließt ihre Büros in Frankfurt und Hamburg. Nach JUVE-Informationen reduziert sie zudem ihr Team im Verwaltungsbereich in Köln deutlich. Bisheriger Hauptprofiteur der Umbrüche ist die norddeutsche Sozietät Römermann. Diese ist seit Jahren auch im Verwaltungssegment tätig, zählte bislang aber nicht zu den bundesweit bestimmenden Insolvenzkanzleien.

Insolvenzrecht

Dentons hat ihr Frankfurter Büro mit einem weiteren Partner ausgebaut: Von hww Hermann Wienberg Wilhelm kam Anfang September der Sanierungsexperte Daniel Fritz. Der 44-Jährige verstärkt das Restrukturierungsteam um den deutschen Managing-Partner Andreas Ziegenhagen.

  Juve Plus Air Berlin-Insolvenz

Der Air Berlin-Kredit verstößt nicht gegen europäisches Recht. Das hat die EU-Kommission am Montag mitgeteilt und damit die 150-Millionen-Euro-Finanzspritze genehmigt. Allerdings darf das Geld nur in einzelnen Tranchen fließen. Außerdem müsse der Bund sicherstellen, dass der Kredit komplett zurückgezahlt werde. Damit dürfte der Antrag der Konkurrentin Germania auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung gegen den Kredit hinfällig sein.

Trennung in Frankfurt

In Frankfurt verlässt mit Thomas Rittmeister ein wichtiger Insolvenzverwalter die renommierte Insolvenz-Großkanzlei Kübler. Während Rittmeister für die Hamburger Verwalterboutique Reimer ein Büro in Frankfurt eröffnet, mehren sich die Anzeichen, dass es auch an anderen Kübler-Standorten zu einschneidenden Veränderungen kommen wird.

Großwäscherei Wozabal

Das oberösterreichische Miettextilien-Unternehmen Wozabal hat Insolvenz angemeldet, betroffen sind knapp 800 Mitarbeiter. Nachdem ein außergerichtlicher Rettungsversuch im Streit gescheitert war, haben die Landgerichte Linz und Wels über sechs Teilgesellschaften Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eingeleitet.

  Juve Plus Versicherer in Bewegung

Der Umbau in der Versicherungsbranche geht unvermindert weiter: Bei R+V steht eine der größten Konzernrestrukturierungen der Unternehmensgeschichte in den Startlöchern.

  Juve Plus Neue Halberg-Guss

Der Automobilzulieferer Halberg-Guss hat den Besitzer gewechselt: Die niederländische HTP-Gruppe, die das Unternehmen 2011 mit rund 2.000 Mitarbeitern aus der Insolvenz übernahm, hat es an die Süddeutsche Beteiligungsgesellschaft weiterverkauft. Diese zahlte für das Unternehmen, das etwa 480 Millionen Umsatz macht, nur rund 13,9 Millionen Euro.