Kanzleiumsätze

Umsatz 2019

White & Case erreichte 2019 in Deutschland mehrere wirtschaftliche Bestmarken: Die Wachstumsrate beim Umsatz übertrifft deutlich das Niveau der Gesamtkanzlei und hebt den Erlös auf 163 Millionen Euro. Dadurch erklimmt die Produktivität mit rund 778.000 Euro Umsatz pro Berufsträger den zehnten Höchststand in Folge.

Umsatz 2019

Die deutsche Praxis von Latham & Watkins konnte Umsatz und Produktivität im vergangenen Jahr erneut deutlich steigern, wenn auch prozentual nicht so stark wie im Jahr zuvor, als beide Werte im zweistelligen Prozentbereich zulegten. Vor allem beim Umsatz pro Berufsträger, einem Gradmesser für die Produktivität von Kanzleien, spielt Latham mit 958.000 Euro inzwischen in einer Liga, die noch vor ein paar Jahren für Spezialboutiquen wie Sullivan & Cromwell oder Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan reserviert schien.

Umsatz 2019

CMS Hasche Sigle knüpft mit ihrem im vergangenen Geschäftsjahr erzielten Umsatz an die Rekordjahre 2015 und 2017 an: Unter dem Strich steigerte die Kanzlei ihren Umsatz um 21 Millionen Euro auf insgesamt 343,6 Millionen Euro. Das sind rund 6,5 Prozent mehr als 2018. Erstmals in ihrer Geschichte kam sie damit auf eine Produktivität von über 600.000 Euro pro Berufsträger.

Umsatz 2019

Heuking Kühn Lüer Wojtek hat ihren Umsatz auf fast 200 Millionen Euro gesteigert. Grund für das gute Ergebnis ist der erneut gewachsene Mittelbau, mit denen die Kanzlei als Unterauftragnehmer von Freshfields Bruckhaus Deringer aktuell Erfahrung in Masseverfahren aufbaut – ein Bereich, der deutlich zum Umsatzplus beigetragen hat.

Umsatz 2019

Nach zwei Jahren mit moderaten Umsatzsteigerungen gelingt Gleiss Lutz 2019 das größte Umsatzplus seit 2016. Vor allem das Transaktionsgeschäft trug nach einer kurzen Schwäche im vergangenen Jahr wieder in gewohnter Stärke zum Umsatz bei. Dadurch konnte die Kanzlei sowohl Umsatz als auch Produktivität im vierten Jahr in Folge steigern.

Leistungsmessung und Karriere

Legal Tech ist in vielen Kanzleien Associate-Sache. Doch die Beschäftigung mit dem Thema ist oft keine Mandatsarbeit, die sich in klassischen Parametern wie Umsatz und Profitabilität messen lässt. Das rüttelt an Grundprinzipien der herkömmlichen Kanzleistruktur.

Umsatz 2019

Hogan Lovells konnte ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nochmal um 15,5 Prozent steigern. 2019 ist damit das bislang umsatzstärkste Jahr der Kanzlei in Deutschland seit der Fusion zwischen Hogan & Hartson und Lovells vor zehn Jahren.

Brexit

Nach Jahren voller Drama und Krisengipfeln kommt er nun wirklich: der Brexit. Eine bisher wenig beachtete Facette in diesem Chaos: Ein harter Brexit könnte Investorenklagen nach sich ziehen. Das glaubt Julian Scheu, Juniorprofessor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Internationales Investitionsrecht an der Uni Köln. Eine Unterwanderung der Demokratie? Keineswegs, sagt Scheu im JUVE-Interview.

JUVE Handbuch 2019/2020

In rasantem Tempo müssen sich Anwälte in Wirtschaftskanzleien auf eine neue Realität einstellen. Auch wenn die Umsätze noch immer steigen, geht es hinter der ökonomisch glänzenden Fassade längst nicht mehr nur um juristisches Wissen. Immer mehr geht es auch um die richtige gesellschaftsrechtliche Struktur, um Umsatzsteuern, um Service und Technologie, um Prozess- und Risikomanagement. Wie sich Kanzleien auf diese Herausforderungen einstellen, ist eines der zentralen Themen im soeben erschienenen JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2019/20.

JUVE 100 Umsatz exklusiv

Der Dieselskandal prägt nicht nur die Autobranche, sondern auch die Welt der Wirtschaftskanzleien. Neben Freshfields Bruckhaus Deringer unterstützen mehr als ein Dutzend weitere Kanzleien den VW-Konzern bei der Abwehr von Kundenklagen – mit teils riesigen Teams von mehr als 100 Anwälten. Ein so umfangreiches Ausnahmemandat hat es zuvor nie gegeben, und es hinterlässt deutliche Spuren im Markt: So zeigen die von JUVE recherchierten aktuellen Umsatzzahlen: Die Dieselkanzleien sind zuletzt überdurchschnittlich gewachsen.